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Einbauanleitung für System 70 36 799 DC

Version 25.06.2008

 


WICHTIG:

Lesen Sie unbedingt erst die komplette Anleitung durch bevor Sie mit dem Einbau oder der Veränderung der Teile beginnen.
Beachten Sie die Hinweise auf der Informationsseite zum System. Vergewissern Sie sich, das die dargestellte Konfiguration des Systems tatsächlich auch den Anforderungen Ihres Motors entspricht. Falsche Zündwerte z.B. können dem Motor durchaus schaden und/oder Verletzungen beim Antreten hervorrufen (Rückschlagen des Kickstarters)
Besondere Vorsicht beim ersten Start nach dem Einbau, sollten Sie fehlverhalten feststellen, prüfen und ändern Sie die Zündeinstellung!
Unsere Systeme sind NICHT auf Verwendung mit anderen elektronischen Komponenten wie Zündungen von Drittanbietern, GPS, Handy etc geprüft und können in solchen Teilen unter Umständen Schaden anrichten
Falls Sie keine Fachkenntnisse für den Einbau besitzen, lassen Sie den Einbau bitte von einer Fachkraft oder einer entsprechenden Fachwerkstatt durchführen. Durch unsachgemäßen Einbau kann sowohl das neue System, als auch das Motorrad beschädigt werden oder gar Verletzungen des Fahrers auftreten.
Bevor Sie ein System bestellen überprüfen Sie bitte anhand der Packliste (bzw. des Fotos "Teile im Lieferumfang"), ob der von uns empfohlene Rotorabzieher im Lieferumfang enthalten ist. Wenn nicht, bestellen Sie ihn am Besten gleich mit! (Liste hier!)
Bei Beschädigung des Rotors durch Verwendung anderer (ungeeigneter) Werkzeuge und Hilfsmittel, erlischt der Gewährleistungsanspruch! 
Denken Sie auch an neue Glühlampen, Sicherungen, Hupe, Blinkgeber usw.

Wenn Sie Zugang zum Internet haben, sehen Sie sich diese Dokumentation online an. Dabei können Sie die Bilder durch Anklicken vergrößern und erhalten mehr Information. Systemliste unter: http://www.powerdynamo.biz

 


Prüfen Sie
die Verpackung
und den Rotor!

Der Rotor ist auf Schlageinwirkung (z.B. während des Transports) äußerst empfindlich. Wir packen unsere System daher stets zweifach (Karton in Karton). Sollte das System bei Ihnen über einen Wiederverkäufer einfach verpackt ankommen, informieren Sie uns bitte!
Prüfen Sie in jedem Fall vor Einbau der Einheit unbedingt den Festsitz der Magnete indem Sie mit den Fingern versuchen diese seitlich wegzuschieben.
Nach Stoßeinwirkung könnten einige der eingeklebten Magnete lose geworden sein und sich nur noch durch ihre Magnetkraft halten, was im Betrieb zu ernsten Schäden an der Anlage führen würde.
Gleichzeitig bitte die Magnete des Rotors auf Fremdkörper (z.B. Schrauben oder andere metallische Gegenstände) überprüfen.
Um den neuen Rotor wieder abzuziehen benötigen Sie einen Abzieher M27x1,25 (Teil 99 99 799 00 -nicht im Lieferumfang-).

ACHTUNG: Bei Verwendung eines  Klauenabziehers lösen sich die Magnete im Rotor!


Diese Teile sollten Sie erhalten haben!

Beachten Sie, dass der Spulenkörper nur lose auf der Grundplatte angeschraubt ist, da Sie diesen zur Montage am Kurbelgehäuse nochmals entfernen müssen. (Sie bekommen sonst die Befestigungsschrauben nicht montiert.)


Wichtige Hinweise:
Ihr Fahrzeug wird anschließend ein reines 12 Volt Gleichstromsystem haben. Das Nebenher von Gleich- und Wechselstrom im selben System wird beendet, Sie müssen dazu die Batterie und alle Glühlampen auf 12 Volt wechseln. Die ULO-Box kann nicht weiter verwendet werden und wird durch einen Gelakku 12 Volt (oder wenn ohne Batterie gefahren werden soll, einen leistungsstarken Kondensator 22.000µF anstelle der Batterie) und einen neuen Blinkgeber ersetzt. Dieser Blinkgeber muss für 12 Volt und die jeweilige Leistung der Blinkerbirnen ausgelegt sein.

Technisch gesehen ist das System in der Lage ohne Batterie betrieben zu werden. Wenn Ihr Motorrad nicht als Oldtimer gilt, schreibt die deutsche Strassenverkehrsordnung jedoch das Funktionieren eines Standlichtes vor.


Stellen Sie sicher, dass Ihr Motorrad fest steht, vorzugsweise auf einer erhöhten Montageplattform steht und Sie guten Zugang zur Lichtmaschinenseite haben.

Lösen Sie alle zur alten Motoplat, der Zündspule und zur ULO-Box führenden Kabel und entfernen Sie diese Teile.

Achtung, die Mutter auf dem Kurbelwellenstumpf hat Linksgewinde! Entfernen Sie bitte auch die Paßfeder an der Kurbelwelle. Sie wird nicht mehr benötigt und stört im weiteren Montageverlauf.

 

(Foto zeigt ähnlichen Motor)


Entfernen Sie die 3 Schrauben, die den neuen Stator auf seiner Grundplatte halten und ziehen Sie ihn etwas von der Platte weg, so daß Sie Zugang zu den Befestigungslöchern darunter erhalten. Achten Sie darauf, die Lackisolierung der Spulendrähte nicht zu beschädigen.

Setzen Sie die Platte anstelle der früheren Lichtmaschine auf das Kurbelgehäuse. Befestigen Sie die Platte mit den drei Schrauben M4x10. Achten sie darauf, das Kabel nicht einzuklemmen!


Setzen Sie den Stator wieder auf die nun am Motor verschraubte Grundplatte. Die dicke schwarze Spule zeigt dabei etwa in Richtung 10 Uhr. Die Spule muss dort recht hart einrasten. Setzt Sie nur weich auf die Platte auf, ist mit großer Sicherheit ein Kabel darunter eingeklemmt! Stellen Sie sicher, daß der Stator gerade auf der Platte sitzt und keine Kabel eingeklemmt sind - ansonsten kommt es zur Zerstörung der Anlage oder zumindest Fehlfunktionen.

Verschrauben Sie den Stator wieder mit den 3 Schrauben M4.


Zündungseinstellung

Zur größtmöglichen Flexibilität der Zündeinstellung wurde auf eine Anpassung des Rotors auf der Kurbelwelle per Paßfeder und Nut verzichtet. Es besteht dennoch (wenn der Konus korrekt ist) keine Gefahr eines unbeabsichtigten Lösens oder Verdrehens des Rotors, der ohnehin stets durch den Konus, nie die Paßfeder gehalten wird. Dieser hat nur eine Führungsfunktion zum Aufsetzen des richtigen Zündzeitpunktes.

Sehen Sie sich den neuen Rotor an. Auf seinem Umfang finden Sie eine kleine eingepresste Strichmarkierung. Das ist eine Zündeinstellmarke. Diese ist durch die Einpressung dauerhaft, aber eingebaut nicht immer gut zu sehen. Ein Nachziehen mit Faserstift ist daher eine gute Idee.

Sehen Sie sich die Grundplatte an. Auch hier finden Sie auf dem Umfang eine kleine Markierung.

ACHTUNG:
Der Stator ist theoretisch auf der Grundplatte in 2 Stellungen montierbar (2 Kabeldurchbrüche). Wenn Sie den Spulenkörper ganz von der Grundplatte genommen haben, achten Sie darauf, ihn wieder in seine richtige Position zu bringen, sonst stimmt die Zündung nicht und ist um 120° versetzt! Praktisch wird dies aber kaum geschehen, denn dann zeigt Ihr Kabel nicht in Richtung Kabelausgang am Motor.


Entfernen Sie die Zündkerze und bringen Sie den Kolben in Zündposition. Das sollten in der Regel 2mm vor OT sein. Stecken Sie dazu den neuen Rotor relativ lose auf. Sie können damit die Kurbelwelle drehen.

Halten Sie die Stelle des Zündzeitpunktes, nehmen Sie den neuen Rotor vorsichtig wieder ab und stecken Sie ihn so wieder auf, daß die Markierung auf der Außenseite des Rotors auf Höhe der Markierung auf der  linken Seite der Statorplatte zu stehen kommt. Legen Sie die originale Unterlegscheibe unter und verschrauben Sie den Rotor mit der originalen Mutter.

Motor  

Zündzeitpunkt vor OT  

1001/5A, 1251/5A, 1251/5B  

2,5...3,0mm  

1801/5B 

1,8...2,0mm


Befestigen Sie nun den Regler an einem geeigneten Ort. Dies kann z.B. bei der K125Bw, Var. 2 und K180Bw unter dem Seitendeckel auf einer geeigneten Aluminium- oder Edelstahlplatte erfolgen. Die ULO-Box und die dazugehörigen Plastikabdeckungen entfallen. Hier werden wir bei diesen Modellen später auch das Blinkrelais und den Kondensator unterbringen.

Befestigen Sie die neue Zündspule dort, wo Ihre alte Spule saß. Lassen Sie eine der Halteschrauben der Zündspule noch locker, hier kommt noch ein Massekabel drauf. Verlegen sie das neue Lichtmaschinenkabel mit Hilfe der beiliegenden Kabelbinder so am Rahmen, daß es mit allen Kabeln auf Höhe Regler/Zündspule endet. Achten Sie darauf, daß nichts scheuern kann.


Sie müssen jetzt den früheren Gleichstromkreis (vorsorgte Blinker, Hupe und Batterieladung) und den früheren Wechselstromkreis (Scheinwerfer und Bremsschlußlicht) verbinden und den neuen Blinkgeber anschließen. Dazu identifizieren und schalten Sie bitte folgende Kabel:
Es entfallen ersatzlos:
  • das grüne Kabel von Klemme 1 der ULO-Box zur Motoplat
  • die beiden Kabel von der Motoplat zur Zündspule
Es werden miteinander und dann mit Batterie Plus verbunden:

(Wir empfehlen, einen zusätzlichen Schalter und eine Sicherung einzubauen.)

  • das gelb/grüne, früher an Klemme 49 ULO gehende, Kabel (Hupe und Blinker)
  • das grüne, vom Bremslichtschalter kommende Kabel, welches ehemals an die Motoplat ging
  • das gelbe, früher zur Motoplat gehende Kabel (Scheinwerfer) 
  • der Plusanschluß des neuen Blinkgebers
Das blaue, früher an der Zündspule angeklemmte Ausschaltkabel:
  • wird mit dem blau/weißen Kabel der neuen Zündspule verbunden. Kommt dieses Kabel auf Masse, geht die Zündung aus (wie vorher). Im Störungsfalle immer zuerst diese Verbindung trennen, hier verbergen sich die meisten Störungen.
  • wird mit dem blauen des Kabelbaumes verbunden. Dies ist das Ausschaltkabel zum Masseschalter im Motor. Verbinden Sie es bitte mit der blauen Killschalterleitung Ihrer alten Motoplat-Anlage bzw. mit dem blauen Kabel zum Zündschloß.
Das früher an Klemme 31 ULO gehende braune Kabel:
  • wird auf solide Masse gelegt, am sichersten direkt an Batterie Minus.
Bleibt der Anschluß des neuen Blinkgebers:
  • der Pluseingang des Blinkgebers 12V ist bereits an Plus (s.o.)
  • der Ausgang zum Blinkschalter wird mit dem orangen (mitunter schwarzen) Kabel verbunden, das ehemals an Klemme 49a ULO ging
  • wenn der Blinkgeber einen Masseanschluß hat, kommt der natürlich auf Masse
Online lässt sich der folgende Auszug aus dem originalen Schaltplan durch Anklicken vergrößern!

Besonderheiten

·        Bei den Modellen mit ehemaliger BOSCH-Anlage (K105, K105X, K125X, TS125, RT125, K125Bw Var.1, Tempo Fighter 220/230) kann nach erfolgter Montage das grün/rote Kabel im Kabelbaum zum Leitungsverbinder und der Trockengleichrichter im Scheinwerfer inklusive der zugehörigen Sicherung entfallen. Dessen Funktion übernimmt ja jetzt der Regler.

·        Bei den Modellen K125Bw Var.2 und K180Bw muß von der neuen Grundplatte im Seitendeckel, auf der wir den Regler und das elektronische Blinkrelais montiert haben, eine Masseleitung zur Zündspule gelegt werden, da der Seitendeckel elastisch in Gummielementen aufgehangen ist und somit keine elektrische Verbindung zum Rahmen hat. Ohne diese Verbindung funktioniert die Anlage nicht!

Verbinden Sie die Kabel wie im Schaltplan 71ik12 angegeben, also:

*

Um den Kabeldurchgang durch enge Öffnungen zu erleichtern bzw. erst zu ermöglichen, wurde der Stecker des zur neuen Zündspule führende Kabels von der neuen Lichtmaschine noch nicht auf die Kontaktfahnen am Kabelende gesteckt. Sie sollten den Stecker erst befestigen, wenn das Kabel endgültig durch die Motoröffnung geführt wurde. Dazu ...

... nehmen Sie den weiblichen Stecker der Zündspule mit den Kabelfarben rot und weiß.

Stecken Sie die lose mitgelieferte 2er-Steckerhülse auf diesen Stecker und führen Sie die losen Kabel der Lichtmaschine (rot und weiß) mit den Kontaktfahnen hinten in den Stecker ein. Achten Sie darauf, daß die Steckerfahnen in dem Steckergehäuse einrasten. Dabei ist strikt auf die korrekte Position dieser Kabel im Stecker zu achten:

  • weiß kommt auf weiß
  • rot auf rot

Wenn Sie die Kabel wieder aus dem Steckergehäuse entfernen möchten (oder müssen), verwenden Sie am besten eine aufgebogene Büroklammer und drücken mit dieser die Widerhaken der Kontaktfahnen zur Seite, so das sich die Stecker lösen lassen.

Das braune Kabel aus der Lichtmaschine mit der Ringöse wird an der Zündspule auf deren Masse (Haltebügel) geschraubt. Ohne diese Verbindung geht die Anlage nicht! Bitte verlassen Sie sich nicht auf die Masse des Rahmens. Hier verhindern Farbe, Schmutz und Ölreste oft einen guten Massekontakt der Spule.

*

Der neue Regler/Gleichrichter hat einen Kompaktstecker mit 6 Steckmöglichkeiten, von denen eine frei ist (vor November 2007 waren es zwei). Zu dem Regler wird (ab Auslieferung November 2007) ein passendes Gegenstück geliefert in welches nachfolgende Kabel einzuführen sind und die dort einrasten müssen.

*

Die beiden schwarzen Kabel der neuen Lichtmaschine ...

... kommen auf die Klemmen 1/4 des neuen Gleichrichters (von dort gehen dann auch schwarze Kabel in den Regler hinein). Es ist dabei egal welches Kabel auf welche der beiden Klemmen (1/4) kommt, da hier Wechselstrom eingespeist wird.

* Das neue braune Kabel mit der Ringöse an einer Seite ...

... verbindet Klemme 3 des Reglers/Gleichrichters (von dort geht auch ein braunes Kabel in den Regler hinein) mit dem Minuspol der Batterie bzw. solider Masse. Achtung, nicht verpolen! 

*

Das neue rote Kabel mit der Ringöse an einer Seite ...

 

... verbindet Klemme 5 des Reglers/Gleichrichters (von dort geht auch ein rotes Kabel in den Regler hinein) mit dem Pluspol der Batterie bzw. der Klemme der Sicherungsbox an welche das Stromkabel der alten Lichtmaschine ging (bei deutschen Motorräder: Klemme 51).

Stellen Sie sicher, daß zwischen Batterie und Bordnetz eine 8A-Sicherung verwendet wird. Sollte sich eine alte, stärkere Sicherung (wegen der ursprünglichen 6Volt-Anlage) am Zündschloß befinden, ersetzen Sie diese bitte.

*

Das grün/rote Kabel des neuen Reglers an Klemme 6 ...

Hinweis:
Bei vor November 2007 ausgelieferten Reglern hatte dieses Kabel einen separaten Stecker.

... ist für den Anschluß der Ladekontrolle. Hier wird (so vorhanden) die Kontrollleuchte angeklemmt. Das funktioniert natürlich nur bei Vorhandensein einer Batterie. Wird die Kontrollleuchte dennoch auch ohne Batterie angeklemmt, wird sie bei laufendem Motor halbdunkel leuchten, obwohl Strom erzeugt wird. Kurzum, ohne Batterie bleibt der Anschluß frei. Ebenso wenn keine Leuchte vorhanden ist.

*

Bleibt das blaue (mitunter auch blau/weiße) Kabel der Zündspule - das Ausschaltkabel.

 

Hinweis:
Bei Zündungsstörungen als erstes dieses Kabel abklemmen (Stecker ziehen). Meist geht die Fahrt dann weiter (näheres siehe Technische Hilfe)!

Wird es mit Masse verbunden, geht die Zündung aus!

Diese Schaltungsvariante wird durch uns bei Fahrzeugen eingesetzt, die original bereits Magnetzündung (Polrad) hatten und damit auch durch Kurzschluß gegen Masse abschalteten.

Diese Fahrzeuge verfügen am Zündschloß über eine Klemme (bei deutschen Fahrzeugen: Klemme 2), welche in Stellung "AUS" gegen Masse geschaltet wird. Mit dieser Klemme wird das blau(/weiß)e Kabel verbunden. Damit geht die Abschaltung der Zündung wie schon zuvor.

* Das Hochspannungskabel (Zündkabel) ...

Bitte verwenden Sie keine "Nology Superkabel" ("hot wire"). Diese führen bei Powerdynamo Anlagen zu Störungen und können zu Schäden an der Elektronik führen.

... schrauben Sie in die Zündspule ein und setzen die Gummikappe darüber. Das geht natürlich einfacher, wenn Sie das vor der Montage der Spule am Fahrzeug machen. Bitte benutzen Sie auch das mitgelieferte Zündkabel und kein altes, undefiniertes Kabel.
Sie tun sich einen Gefallen, wenn Sie an dieser Stelle Ihrem Motorrad neue Zündkerzen und neue Kerzenstecker (vorzugsweise mit 0-2kOhm Widerstand) spendieren. Mehr als genug Störungen lassen sich auf "scheinbar gute" Kabel, Kerzen und Stecker (darunter nagelneue) zurückführen!
Verwenden Sie keine Zündkerzen mit innerem Entstörwiderstand. NGK (z.Bsp.) bietet solche mit "R" ("R" für Resistor) codierte Zündkerzen an.

*

Zum Abschluß - vor Einbau der Batterie und vor dem ersten Start - bitte in Ruhe alle Befestigungen und Verkabelungen überprüfen. Denken Sie daran alle Glühlampen von 6 auf 12 Volt zu tauschen. Denken Sie auch daran, daß Sie ab jetzt eine 12V-Batterie benötigen. Die Hupe kann auf 6 Volt bleiben.

Sollte das System nicht gleich funktionieren, bitte unsere Fehlersuchseite konsultieren. Als ersten Schritt das blaue Kabel zwischen Relais und Zündspule trennen (Kontakt abziehen), im Ausschaltbereich verstecken sich die meisten Fehler. 

* WICHTIG: Bitte beachten Sie, daß bei einer etwaigen (früheren) Regenerierung der Kurbelwelle deren Lichtmaschinenzapfen überdreht und damit kürzer wurde. Dadurch kommt der Rotor tiefer und es kann zu einer Berührung zwischen Rotor (die Nieten sind der tiefste Punkt) und Statorspule kommen. Das Ergebnis ist ein zerstörter Stator und damit Zündausfall.
Weitere Info dazu siehe (online) hier!
 

Wichtige Sicherheits- und Betriebshinweise

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Beachten Sie die vom Fahrzeughersteller und vom KFZ-Handwerk vorgeschriebenen Sicherheitshinweise und Auflagen.

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Zündanlagen erzeugen Hochspannung! Bei unseren Zündspulen bis 40.000 Volt! Das kann bei unvorsichtigem Umgang nicht nur empfindlich schmerzen, sondern vor allem für das Herz auch schädigend sein! Daher stets Sicherheitsabstand zur Elektrode und offenen Hochspannungskabeln halten und beim Test den Kerzenstecker mit einem isolierenden Gegenstand fest auf Masse drücken um die Spannung sicher abzuleiten.

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Nach Einbau bitte unbedingt die Halteschrauben des Stators und (wenn vorhanden) des Sensors auf festen Sitz prüfen. Lockern sich die Teile, kommt es zur Zerstörung. Wir ziehen die Schrauben bei der Vormontage nur lose an!

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Geben Sie der eben eingebauten Anlage erst einmal die Chance zu zünden, bevor Sie anfangen alles durchzumessen und zu prüfen, ob es auch wirklich geht. Oder noch schlimmer, gleich Veränderungen vornehmen ohne erst einmal die Anlage zum Laufen gebracht zu haben. Unsere Teile sind alle vor Auslieferung geprüft. Sie können ohnehin kaum etwas daran messen. Unterlassen Sie auf jeden Fall ein Vermessen der elektronischen Teile (darunter der Zündspule außer deren Hochspannungsausgang). Sie riskieren die Zerstörung und kommen dennoch nicht zu nutzbaren Ergebnissen! Denken Sie daran, daß es auch am Vergaser und vor allem auch den Kerzensteckern und Zündkerzen (leider auch komplett neuen) liegen kann, wenn der Motor nicht gleich läuft (in der Regel ist nach Lima-Einbau auch dessen Einstellung zu verändern). Wenn die Anlage nicht gleich läuft, prüfen Sie vor allem die Masseverbindungen, ziehen Sie dann zumindest testhalber ein neues Massekabel von unserem Regler direkt zum Motor.

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Wenn Sie eine Anlage mit Doppelzündspule haben, beachten Sie einige Besonderheiten dieser Spule. Die Zündung geht nur korrekt wenn beide Kerzen an der Spulen angeschlossen werden. Man kann also nicht mal eine Kerze abziehen um zu testen. Denn jeder Ausgang zieht sich über die Kerze des anderen Masse. Will man wirklich nur eine Seite testen, muss der andere Spulenausgang auf Masse gelegt werden.

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Der Funken klassischer Unterbrecheranlagen hat mit ca. 10.000 Volt nur eine geringe Energie und sieht daher gelb und dick aus. Der Funken unserer Anlagen ist ein Hochenergiefunken mit bis zu 40.000 Volt und daher sehr scharf gebündelt und blau, was ihn schlechter sichtbar macht. Zudem wird der Funke erst bei kickstartergetretenen Drehzahlen erzeugt. Ein bloßes Durchdrücken des Kickstarterhebels per Hand bringt keinen Funken.

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Am Fahrzeug nie elektrisch schweißen ohne vorher die gesamte Elektronik komplett abgeklemmt zu haben.

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Elektronik ist empfindlich auf Verpolung. Prüfen Sie nach Eingriffen in das System stets den richtigen Anschluß der Batterie und die richtige Verkabelung. Verpolung und Kurzschlüsse zerstören den Regler und die Zündspule. In der Regel kommt bei der Verkabelung immer Farbe auf Farbe. Ausnahmen sind in der Anleitung ausdrücklich erwähnt.

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Achten Sie bei der Montage des Rotors bitte darauf, die Magneten nicht zu beschädigen. Vermeiden Sie direkte mechanische Einwirkung auf den Rotor. Für den Transport der Lima nie den Stator in den Rotor setzen, unsere Hinweise zum Versand (Verpackung) beachten.

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Nutzen Sie keine Kerzenstecker mit einem Widerstand von mehr als 5kOhm. Denken Sie daran, daß Kerzenstecker altern und dabei ihren Widerstand erhöhen. Wenn ein Motor nur im kalten Zustand startet, ist mit sehr großer Sicherheit ein defekter Kerzenstecker die Ursache. Nutzen Sie keine sogenannten zündverstärkenden Kabel (z.B. Nology).

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Ölen Sie den Rotor außen leicht ein, er rostet sonst schnell in der aggressiven Umgebung (was nicht schädlich ist, aber unschön aussieht).

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Nutzen Sie zum Abziehen des Rotors nie einen Klauenabzieher oder einen Hammer. Dadurch können sich die Magneten lösen. Stets nur einen Einschraubabzieher M27x1.25 (siehe Einbauanleitung).

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Wenn ihr Fahrzeug längere Zeit nicht benutzt wird, sollten Sie die Batterie (wenn vorhanden) abklemmen um eine etwaige langsame Entladung über die Dioden des Gleichrichters zu verhindern. Sie werden aber auch bei abgeklemmter Batterie nach längerer Zeit deren Entladung bemerken, das ist normal.

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Bitte beachten Sie diese Hinweise, aber lassen Sie sich zugleich auch nicht verunsichern. Vor Ihnen haben tausende Kunden unsere Anlagen schon erfolgreich eingebaut.
Viel Erfolg und viel Spaß dann beim Fahren!