|
|
Powerdynamo bringt Ihrem Oldtimer Motorrad |
|
|||
| Einbauanleitung System 70 19 799 00 |
Version 12. 10. 2007 |
|
|
Lesen Sie unbedingt erst die komplette
Anleitung durch bevor Sie mit dem Einbau oder der Veränderung der Teile
beginnen. Beachten Sie die Hinweise auf der Informationsseite zum System. Vergewissern Sie sich, das die dargestellte Konfiguration des Systems tatsächlich auch den Anforderungen Ihres Motors entspricht. Falsche Zündwerte z.B. können dem Motor durchaus schaden und/oder Verletzungen beim Antreten hervorrufen (Rückschlagen des Kickstarters) Besondere Vorsicht beim ersten Start nach dem Einbau, sollten Sie fehlverhalten feststellen, prüfen und ändern Sie die Zündeinstellung! Unsere Systeme sind NICHT auf Verwendung mit anderen elektronischen Komponenten wie Zündungen von Drittanbietern, GPS, Handy etc geprüft und können in solchen Teilen unter Umständen Schaden anrichten |
| Falls Sie keine Fachkenntnisse für den Einbau besitzen, lassen Sie den Einbau bitte von einer Fachkraft oder einer entsprechenden Fachwerkstatt durchführen. Durch unsachgemäßen Einbau kann sowohl das neue System, als auch das Motorrad beschädigt werden oder gar Verletzungen des Fahrers auftreten. | |
| Bevor Sie ein System bestellen überprüfen Sie bitte anhand der Packliste (bzw. des Fotos
"Teile im Lieferumfang"), ob der von uns empfohlene
Rotorabzieher im Lieferumfang enthalten ist. Wenn nicht, bestellen Sie ihn
am Besten gleich mit! (Liste hier!) Bei Beschädigung des Rotors durch Verwendung anderer (ungeeigneter) Werkzeuge und Hilfsmittel, erlischt der Gewährleistungsanspruch! Denken Sie auch an neue Glühlampen, Sicherungen, Hupe, Blinkgeber usw. |
|
| Wenn Sie Zugang zum Internet haben, sehen Sie sich diese Dokumentation online an. Dabei können Sie die Bilder durch Anklicken vergrößern und erhalten mehr Information. Systemliste unter: http://www.powerdynamo.biz | |
| Der Rotor ist auf Schlageinwirkung (z.B. während des Transports) äußerst empfindlich. Wir packen unsere System daher stets zweifach (Karton in Karton). Sollte das System bei Ihnen über einen Wiederverkäufer einfach verpackt ankommen, informieren Sie uns bitte! | |
| Prüfen Sie in jedem Fall vor Einbau der Einheit unbedingt den Festsitz der Magnete indem Sie
mit den Fingern versuchen diese seitlich wegzuschieben. Nach Stoßeinwirkung könnten einige der eingeklebten Magnete lose geworden sein und sich nur noch durch ihre Magnetkraft halten, was im Betrieb zu ernsten Schäden an der Anlage führen würde. Gleichzeitig bitte die Magnete des Rotors auf Fremdkörper (z.B. Schrauben oder andere metallische Gegenstände) überprüfen. |
![]() |
Den neuen Rotor können Sie mit einem Abzieher M27x1,25 (Teil 99 99 799 00)
abnehmen.
ACHTUNG: bei Verwendung eines Klauenabziehers lösen sich die Magnete im Rotor! |
|
|
|
![]() |
Sie sollten diese Teile
erhalten haben:
|
| Beachten Sie, dass der Spulenkörper nur lose auf der Grundplatte angeschraubt ist, da Sie diesen zur Montage am Kurbelgehäuse nochmals entfernen müssen. Beachten Sie ferner, dass der Sensor nur lose angeschraubt ist, da er eingestellt werden muss. | |
|
|
|
| Stellen Sie sicher, dass Ihr Motorrad sicher
steht, vorzugsweise auf einer erhöhten Montageplattform, und dass Sie
guten Zugang zur Lichtmaschinenseite des Motors haben. Klemmen Sie die Batterie ab und nehmen Sie diese aus dem Motorrad heraus. Verabschieden Sie sich bitte an dieser Stelle von dem guten Stück, denn Sie werde von nun an ein 12 Volt Bordnetz haben und werden - sofern Sie eine Batterie einbauen wollen - eine 12 Volt Batterie benötigen. Technisch gesehen ist das System in der Lage ohne Batterie betrieben zu werden. Wenn Ihr Motorrad nicht als Oldtimer gilt, schreibt die StVZO jedoch das Funktionieren eines Standlichtes vor. Sie werden 12 Volt Glühlampen für Scheinwerfer, Tachobeleuchtung und Rücklicht brauchen. Die alte Hupe kann bleiben. |
|
|
|
|
![]() |
Lösen sie nun alle Kabel an Ihrer alten Lichtmaschine/Regler/Zündspulen
und entfernen Sie diese Teile. Für den alten Rotor benötigen Sie einen
Spezialabzieher, den Sie sich aber auch aus einem Stück stabilen Blech, einem
Druckstück (in den Rotor und die Kurbelwelle hinein) und 2 langen Schrauben M8,
die dann am Teller des Rotors ziehen, selbst herstellen können. Am M2x125 wurde sowohl die 45 Watt Anlage, als auch die 60 Watt Anlage von Noris verbaut. |
|
|
|
![]() |
Nehmen Sie die Paßfeder auf dem Konus der
Kurbelwelle mit einer Zange ab, sie wird nicht mehr benötigt. Bitte
nicht vergessen, sonst müssen Sie die Lima später noch einmal herausnehmen. Entfernen Sie die 4 Schrauben, die den Lima-Zwischendeckel halten. Der Deckel wird dann wieder (zusammen mit dem unteren Adapter der neuen Lima verschraubt). |
|
|
|
![]() |
|
Die neue Statorbasis besteht aus 4 übereinander
montierten Platten:
, der Statorspule selbst und dem Sensor. Die Statoreinheit ist lose vormontiert, damit Sie deren Aufbau erkennen können. Sie muss jedoch zum Zwecke des Anbaues wieder zerlegt werden. |
|
|
|
|
![]() |
Lösen Sie die 3 Innensechskantschrauben M6 und ziehen Sie den Stator
etwas von seiner Grundplatte (um Zugang zu den Schrauben zu erhalten).
Entfernen Sie die beiden Senkkopfschrauben M5, welche alle Plattenteile
zusammenhalten. Achten Sie darauf nicht die Lackisolierung der Spulen zu beschädigen! |
|
|
|
![]() |
Setzen Sie die untere Adapterplatte (jene mit den 4
Durchgangsbohrungen und 2 Bohrungen M5) wie hier gezeigt auf den Motor.
Die Gewindelöcher weisen dabei auf etwa 2 und 8 Uhr. Verschrauben
Sie die Platte mit den 4 Innensechskantschrauben M6x30. Achten Sie darauf,
dass die Platte in der Zentrierung sitzt und nicht seitlich verkantet.
|
|
|
|
![]() |
Als nächstes wird der obere Adapter montiert. Es ist dabei
eine gute Idee an dieser Stelle schon das Kabel des Stators unter der
Kabelöffnung dieses Teiles einzulegen. Natürlich muss das Kabel dabei
zunächst auch durch die beiden darüber liegenden Teile (die Statorbasis
und den Stahlring) gehen. Die Kabelöffnung zeigt dabei in Fahrtrichtung. Statorbasis und Stahlring hängen zunächst noch lose herab.
|
|
|
|
![]() |
Setzen Sie jetzt den Stahlring mit dem Sensor und die
Statorbasis auf die Adapter. Der Sensor weist dabei in Fahrtrichtung. Verschrauben Sie die ganze Einheit jetzt mit den beiden Senkkopfschrauben M5x35 Achten Sie darauf, daß alle Teile korrekt ineinander sitzen und nicht verkanten. Der Stator hängt dabei weiter lose am Kabel herab. Achten Sie darauf diesen nicht zu Beschädigen und bei der Montage keine Kabel einzuklemmen. |
|
|
|
![]() |
Setzen Sie nun die Statorspule auf deren Trägerplatte.
Ziehen Sie dabei gleichzeitig vorsichtig am Kabel. Achten Sie dabei darauf
das Kabel nicht zu sehr über die Kanten des Adapters zu ziehen, es
könnte beschädigt werden. Achten Sie zudem
darauf dass der Arretierbund der Alu-Platte exakt im Innenring des
Spulenkörpers zu sitzen kommt. Wenn der Spulenkörper verkantet sitzt,
besteht die akute Gefahr einer Zerstörung durch Rotorkontakt. Verschrauben Sie den Spulenkörper wieder mit den 3 Innensechskantlinsenschrauben M6x30. |
|
|
|
![]() |
Führen Sie das Kabel aus dem Motor heraus und sichern es dabei auf dem Weg dorthin mit dem kleinen Kabelbinder an der schrägen Bohrung des oberen Alu-Adapters wie hier gezeigt. |
|
|
|
![]() |
Sehen Sie sich den neuen Rotor an. Sie werden auf seinem Außenumfang
2 Erhebungen finden. Diese dienen der Impulsgebung. Kommt der Beginn
des Zeichens auf Höhe Sensorkern, erfolgt die Zündung. Denken Sie dabei
daran, Ihr ILO dreht entgegen der Uhrzeigerrichtung. (Lassen Sie sich
nicht von dem in Uhrzeigerrichtung weisenden Pfeil auf dem Rotor
beunruhigen, das System ist für den erforderlichen Linkslauf ausgelegt.) Drehen sie den Rotor von Hand durch. Prüfen sie den Abstand zwischen dem Sensor und einer der zwei Steuernasen des Rotors. Dieser muss ca. 0,5mm betragen. |
| Sie können den Abstand nach Lösen der beiden
Halteschrauben des Sensors durch Verschieben regulieren. Ziehen Sie Sensorschrauben
dann wieder sorgfältig fest. Tun Sie das bitte
auch, wenn der Abstand zufällig von Beginn an stimmen sollte, der Sensor
ist nur lose vormontiert! Vergewissern Sie sich bitte auch, da? der Rotor nicht unten auf der Grundplatte schleift und die Steuernasen auf dem Umfang auch in Höhe des Sensors vorbeigehen. (Bei überholten Kurbelwellen kann es hier zu Problemen kommen.) |
|
|
|
|
![]() |
Entfernen Sie die Zündkerzen und bringen Sie einen der beiden Kolben (egal welchen) durch Drehen am aufgesteckten neuen Rotor in die Stellung des Zündzeitpunktes. Das sollten bei dem JLO 3mm vor OT sein. Ziehen Sie nun den Rotor leicht von der Kurbelwelle und stecken Sie ihn so wieder auf, dass die linke Kante einer der beiden Erhebungen genau an der rechten Kante des Stahlkernes des Sensors zu stehen kommt. Denken Sie bei der Zündeinstellung an den Linkslauf, also nachdem OT erreicht wurde den Rotor in Uhrzeigerrichtung auf den Zündzeitpunkt zurückdrehen. |
|
Achten Sie während dieser Operation darauf das sich die Kurbelwelle
nicht verdreht (die Magneten ziehen gerne seitlich). Verdreht sich
was, bitte noch einmal beginnen. In dieser Position schrauben
Sie den Rotor fest. Die ILO war mit 2 verschiedenen Norisanlagen
ausgerüstet. Der Rotor der 45-Watt-Anlage war mit einer Schraube
M8, die 60-Watt-Anlage hatte eine M10. Daher liegen dem Pack beide
Schrauben und Unterlegscheiben bei. Keine Angst, die entfernte Paßfeder hatte nicht die Aufgabe den Rotor zu sichern, sondern nur zu verhindern, dass er falsch angesteckt wird. Jetzt haben Sie aber die Markierung und den Sensorkern. Zum erneuten Lösen des Rotors verwenden Sie einen Abzieher M27x1,25. Damit sind die Arbeiten am Motor abgeschlossen. Die Zündkerzen wieder einschrauben |
|
| Bleibt die Montage der externen Teile, die sich je nach Fahrzeug verschieden gestalten wird, jedoch stets folgende Grundelemente aufweist: | |
|
Unterzubringen sind:
|
|
|
|
![]() |
Wenn man ohne
Batterie fahren will, was technisch geht, kann der Regler oder
auch Regler und Zündspule in einem leeren
Batteriegehäuse untergebracht werden. |
|
Verbinden Sie die Kabel wie im Schaltplan 72xr12 angegeben, also: |
|||||
|
* |
Um den Kabeldurchgang durch enge Öffnungen zu erleichtern bzw. erst zu ermöglichen, wurde der Stecker des zur neuen Zündspule führende Kabels von der neuen Lichtmaschine noch nicht auf die Kontaktfahnen am Kabelende gesteckt. Sie sollten den Stecker erst befestigen, wenn das Kabel endgültig durch die Motoröffnung geführt wurde. Dazu ... | ||||
|
... nehmen Sie den weiblichen Stecker der Zündspule mit den Kabelfarben
rot, weiß und gelb.
Stecken Sie die lose mitgelieferte 4er-Steckerhülse auf diesen Stecker und führen Sie die losen Kabel der Lichtmaschine (rot, weiß und gelb) mit den Kontaktfahnen hinten in den Stecker ein. Achten Sie darauf, daß die Steckerfahnen in dem Steckergehäuse einrasten. Dabei ist strikt auf die korrekte Position dieser Kabel im Stecker zu achten:
|
|||||
| Wenn Sie die Kabel wieder aus dem Steckergehäuse entfernen möchten (oder müssen), verwenden Sie am besten eine aufgebogene Büroklammer und drücken mit dieser die Widerhaken der Kontaktfahnen zur Seite, so das sich die Stecker lösen lassen. | |||||
|
* |
|
Der neue Regler/Gleichrichter hat einen Kompaktstecker mit 6 Steckmöglichkeiten, von denen eine frei ist (vor November 2007 waren es zwei). Zu dem Regler wird (ab Auslieferung November 2007) ein passendes Gegenstück geliefert in welches nachfolgende Kabel einzuführen sind und die dort einrasten müssen. | |||
|
* |
Die beiden schwarzen Kabel der neuen Lichtmaschine ... |
... kommen auf die Klemmen 1/4 des neuen Gleichrichters (von dort gehen dann auch schwarze Kabel in den Regler hinein). Es ist dabei egal welches Kabel auf welche der beiden Klemmen (1/4) kommt, da hier Wechselstrom eingespeist wird. |
|||
| * | Das neue braune Kabel mit der Ringöse an einer Seite ... |
... verbindet Klemme 3 des Reglers/Gleichrichters (von dort geht auch ein braunes Kabel in den Regler hinein) mit dem Minuspol der Batterie bzw. solider Masse. Achtung, nicht verpolen! |
|||
| * |
Das neue rote Kabel mit der Ringöse an einer Seite ...
|
... verbindet Klemme 5 des Reglers/Gleichrichters (von dort geht auch ein rotes Kabel in den Regler hinein) mit dem Pluspol der Batterie bzw. der Klemme der Sicherungsbox an welche das Stromkabel der alten Lichtmaschine ging (bei deutschen Motorräder: Klemme 51). |
|||
| Stellen Sie sicher, daß zwischen Batterie und Bordnetz eine 16A-Sicherung verwendet wird. Sollte sich eine alte, stärkere Sicherung (wegen der ursprünglichen 6Volt-Anlage) am Zündschloß befinden, ersetzen Sie diese bitte. | |||||
|
* |
Das grün/rote Kabel des neuen Reglers an Klemme 6 ...
Hinweis: |
... ist für den Anschluß der Ladekontrolle. Hier wird (so vorhanden) die Kontrollleuchte angeklemmt. Das funktioniert natürlich nur bei Vorhandensein einer Batterie. Wird die Kontrollleuchte dennoch auch ohne Batterie angeklemmt, wird sie bei laufendem Motor halbdunkel leuchten, obwohl Strom erzeugt wird. Kurzum, ohne Batterie bleibt der Anschluß frei. Ebenso wenn keine Leuchte vorhanden ist. |
|||
| * |
Bleibt das blaue (mitunter auch blau/weiße) Kabel der Zündspule - das Ausschaltkabel.
Wird es mit Masse verbunden, geht die Zündung aus!
Hinweis: |
Abschaltung über extra
Ausschalter: Das Relais wird nicht montiert. Das blau(/weiß)e Kabel der Zündspule wird mit einem gegen Masse schaltenden Ausschalter (z.B. ein am Lenker zu befestigender Tastknopf) verbunden. Weitere Hinweise in der Information zur Abschaltung. Alternativ können Sie ein gegen Masse ausschaltendes Zündschloß einsetzen. |
|||
|
Batterievariante: Klemmen Sie das braune Kabel des Relais mit der Ringöse auf Masse. Führen Sie das längere schwarze Kabel des Relais zu einer in Position "Ein" Strom führenden Klemme des Hauptschalters (Zündschloß; bei deutschen Motorrädern: Klemme 15 oder 54). Verbinden Sie das blaue (von Klemme 30 des Relais kommende) Kabel mit dem blau(/weiß)en der Zündspule. Dieses Kabel wäre im Notfall eines Batterieversagens unterwegs abzuziehen, um weiterfahren zu können. (Der Motor lässt sich dann aber nicht abschalten!) |
|||||
|
Das
braune Kabel mit der Ringöse von Klemmen 87a und 86 kommt auf
Masse.
Das schwarze von Klemme 85 geht an das Zündschloß (stromführende Klemme bei "Ein"). |
||||
| * |
Das Hochspannungskabel (Zündkabel) ...
Bitte verwenden Sie keine "Nology Superkabel" ("hot wire"). Diese führen bei Powerdynamo Anlagen zu Störungen und können zu Schäden an der Elektronik führen. |
... schrauben Sie in die Zündspule ein und setzen die Gummikappe darüber. Das geht natürlich einfacher, wenn Sie das vor der Montage der Spule am Fahrzeug machen. Bitte benutzen Sie auch das mitgelieferte Zündkabel und kein altes, undefiniertes Kabel. | |||
|
Sie tun sich einen Gefallen, wenn Sie an dieser Stelle Ihrem Motorrad neue Zündkerzen und
neue Kerzenstecker (vorzugsweise mit 0-2kOhm Widerstand) spendieren. Mehr als genug Störungen
lassen sich auf "scheinbar gute" Kabel, Kerzen und Stecker (darunter
nagelneue) zurückführen! Verwenden Sie keine Zündkerzen mit innerem Entstörwiderstand. NGK (z.Bsp.) bietet solche mit "R" ("R" für Resistor) codierte Zündkerzen an. |
|||||
| * |
|
Bei unseren Doppelzündspulen gehen beide Ausgänge an die Zündkerzen
und erst über diese auf Masse.
Der typische Widerstand zwischen den beiden Ausgängen beträgt 6,2kOhm. Beide Kanäle feuern immer gleichzeitig (was übrigens bei sehr vielen Zündsystemen der Fall und bedenkenlos ist). Die Funken haben jedoch auf beiden Seiten jeweils um 180 Grad verschobene Phasen, was bei Messungen mit dem Stroboskop zu berücksichtigen ist. |
|||
| Die Zündung geht nur korrekt wenn beide Kerzen an der Spulen angeschlossen werden. Man kann also nicht mal eine Kerze abziehen um zu testen. Denn jeder Ausgang zieht sich über die Kerze des anderen Ausgangs Masse. Will man wirklich nur eine Seite testen, muss der andere Spulenausgang auf Masse gelegt werden. Dann ist die Schaltung wie bei einer Zündspule mit einem Ausgang (siehe oben). Ist der Stromfluß einer Seite unterbrochen geht entweder gar nichts, oder das System holt sich Masse vom nächstliegenden Punkt. Häufig ist dann Feuerwerk um die Zündspule herum die Folge. Wer wirklich zwei getrennte Ausgänge benötigt muss 2 Einzelspulen verwenden. | |||||
|
* |
Zum Abschluß - vor Einbau der Batterie und vor dem ersten Start - bitte in Ruhe alle Befestigungen und Verkabelungen überprüfen. Denken Sie daran alle Glühlampen von 6 auf 12 Volt zu tauschen. Denken Sie auch daran, daß Sie ab jetzt eine 12V-Batterie benötigen. Die Hupe kann auf 6 Volt bleiben. Sollte das System nicht gleich funktionieren, bitte unsere Fehlersuchseite konsultieren. Als ersten Schritt das blaue Kabel zwischen Relais und Zündspule trennen (Kontakt abziehen), im Ausschaltbereich verstecken sich die meisten Fehler. |
||||
| * |
WICHTIG: Bitte beachten Sie, daß bei einer etwaigen (früheren) Regenerierung
der Kurbelwelle deren Lichtmaschinenzapfen überdreht und damit
kürzer wurde. Dadurch kommt der Rotor tiefer und es kann zu einer
Berührung zwischen Rotor (die Nieten sind der tiefste Punkt) und
Statorspule kommen. Das Ergebnis ist ein zerstörter Stator und damit
Zündausfall. Weitere Info dazu siehe (online) hier! |
||||
|
Wichtige Sicherheits- und Betriebshinweise |
|
|
# |
Beachten Sie die vom Fahrzeughersteller und vom KFZ-Handwerk vorgeschriebenen Sicherheitshinweise und Auflagen. |
|
# |
Zündanlagen erzeugen Hochspannung! Bei unseren Zündspulen bis 40.000 Volt! Das kann bei unvorsichtigem Umgang nicht nur empfindlich schmerzen, sondern vor allem für das Herz auch schädigend sein! Daher stets Sicherheitsabstand zur Elektrode und offenen Hochspannungskabeln halten und beim Test den Kerzenstecker mit einem isolierenden Gegenstand fest auf Masse drücken um die Spannung sicher abzuleiten. |
|
# |
Nach Einbau bitte unbedingt die Halteschrauben des Stators und (wenn vorhanden) des Sensors auf festen Sitz prüfen. Lockern sich die Teile, kommt es zur Zerstörung. Wir ziehen die Schrauben bei der Vormontage nur lose an! |
|
# |
Geben Sie der eben eingebauten Anlage erst einmal die Chance zu zünden, bevor Sie anfangen alles durchzumessen und zu prüfen, ob es auch wirklich geht. Oder noch schlimmer, gleich Veränderungen vornehmen ohne erst einmal die Anlage zum Laufen gebracht zu haben. Unsere Teile sind alle vor Auslieferung geprüft. Sie können ohnehin kaum etwas daran messen. Unterlassen Sie auf jeden Fall ein Vermessen der elektronischen Teile (darunter der Zündspule außer deren Hochspannungsausgang). Sie riskieren die Zerstörung und kommen dennoch nicht zu nutzbaren Ergebnissen! Denken Sie daran, daß es auch am Vergaser und vor allem auch den Kerzensteckern und Zündkerzen (leider auch komplett neuen) liegen kann, wenn der Motor nicht gleich läuft (in der Regel ist nach Lima-Einbau auch dessen Einstellung zu verändern). Wenn die Anlage nicht gleich läuft, prüfen Sie vor allem die Masseverbindungen, ziehen Sie dann zumindest testhalber ein neues Massekabel von unserem Regler direkt zum Motor. |
|
# |
Wenn Sie eine Anlage mit Doppelzündspule haben, beachten Sie einige Besonderheiten dieser Spule. Die Zündung geht nur korrekt wenn beide Kerzen an der Spulen angeschlossen werden. Man kann also nicht mal eine Kerze abziehen um zu testen. Denn jeder Ausgang zieht sich über die Kerze des anderen Masse. Will man wirklich nur eine Seite testen, muss der andere Spulenausgang auf Masse gelegt werden. |
|
# |
Der Funken klassischer Unterbrecheranlagen hat mit ca. 10.000 Volt nur eine geringe Energie und sieht daher gelb und dick aus. Der Funken unserer Anlagen ist ein Hochenergiefunken mit bis zu 40.000 Volt und daher sehr scharf gebündelt und blau, was ihn schlechter sichtbar macht. Zudem wird der Funke erst bei kickstartergetretenen Drehzahlen erzeugt. Ein bloßes Durchdrücken des Kickstarterhebels per Hand bringt keinen Funken. |
|
# |
Am Fahrzeug nie elektrisch schweißen ohne vorher die gesamte Elektronik komplett abgeklemmt zu haben. |
|
# |
Elektronik ist empfindlich auf Verpolung. Prüfen Sie nach Eingriffen in das System stets den richtigen Anschluß der Batterie und die richtige Verkabelung. Verpolung und Kurzschlüsse zerstören den Regler und die Zündspule. In der Regel kommt bei der Verkabelung immer Farbe auf Farbe. Ausnahmen sind in der Anleitung ausdrücklich erwähnt. |
|
# |
Achten Sie bei der Montage des Rotors bitte darauf, die Magneten nicht zu beschädigen. Vermeiden Sie direkte mechanische Einwirkung auf den Rotor. Für den Transport der Lima nie den Stator in den Rotor setzen, unsere Hinweise zum Versand (Verpackung) beachten. |
|
# |
Nutzen Sie keine Kerzenstecker mit einem Widerstand von mehr als 5kOhm. Denken Sie daran, daß Kerzenstecker altern und dabei ihren Widerstand erhöhen. Wenn ein Motor nur im kalten Zustand startet, ist mit sehr großer Sicherheit ein defekter Kerzenstecker die Ursache. Nutzen Sie keine sogenannten zündverstärkenden Kabel (z.B. Nology). |
|
# |
Ölen Sie den Rotor außen leicht ein, er rostet sonst schnell in der aggressiven Umgebung (was nicht schädlich ist, aber unschön aussieht). |
|
# |
Nutzen Sie zum Abziehen des Rotors nie einen Klauenabzieher oder einen Hammer. Dadurch können sich die Magneten lösen. Stets nur einen Einschraubabzieher M27x1.25 (siehe Einbauanleitung). |
|
# |
Wenn ihr Fahrzeug längere Zeit nicht benutzt wird, sollten Sie die Batterie (wenn vorhanden) abklemmen um eine etwaige langsame Entladung über die Dioden des Gleichrichters zu verhindern. Sie werden aber auch bei abgeklemmter Batterie nach längerer Zeit deren Entladung bemerken, das ist normal. |
|
# |
Bitte beachten Sie diese Hinweise, aber lassen Sie
sich zugleich auch nicht verunsichern. Vor Ihnen haben tausende Kunden
unsere Anlagen schon erfolgreich eingebaut. Viel Erfolg und viel Spaß dann beim Fahren! |