Powerdynamo bringt Ihrem Oldtimer Motorrad 
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Einbauanleitung für System 72 04 999 00

 Version 25.10.2007

 


WICHTIG:

Lesen Sie unbedingt erst die komplette Anleitung durch bevor Sie mit dem Einbau oder der Veränderung der Teile beginnen.
Beachten Sie die Hinweise auf der Informationsseite zum System. Vergewissern Sie sich, das die dargestellte Konfiguration des Systems tatsächlich auch den Anforderungen Ihres Motors entspricht. Falsche Zündwerte z.B. können dem Motor durchaus schaden und/oder Verletzungen beim Antreten hervorrufen (Rückschlagen des Kickstarters)
Besondere Vorsicht beim ersten Start nach dem Einbau, sollten Sie fehlverhalten feststellen, prüfen und ändern Sie die Zündeinstellung!
Unsere Systeme sind NICHT auf Verwendung mit anderen elektronischen Komponenten wie Zündungen von Drittanbietern, GPS, Handy etc geprüft und können in solchen Teilen unter Umständen Schaden anrichten
Falls Sie keine Fachkenntnisse für den Einbau besitzen, lassen Sie den Einbau bitte von einer Fachkraft oder einer entsprechenden Fachwerkstatt durchführen. Durch unsachgemäßen Einbau kann sowohl das neue System, als auch das Motorrad beschädigt werden oder gar Verletzungen des Fahrers auftreten.
Bevor Sie ein System bestellen überprüfen Sie bitte anhand der Packliste (bzw. des Fotos "Teile im Lieferumfang"), ob der von uns empfohlene Rotorabzieher im Lieferumfang enthalten ist. Wenn nicht, bestellen Sie ihn am Besten gleich mit! (Liste hier!)
Bei Beschädigung des Rotors durch Verwendung anderer (ungeeigneter) Werkzeuge und Hilfsmittel, erlischt der Gewährleistungsanspruch! 
Denken Sie auch an neue Glühlampen, Sicherungen, Hupe, Blinkgeber usw.

Wenn Sie Zugang zum Internet haben, sehen Sie sich diese Dokumentation online an. Dabei können Sie die Bilder durch Anklicken vergrößern und erhalten mehr Information. Systemliste unter: http://www.powerdynamo.biz

 


Prüfen Sie
die Verpackung
und den Rotor!

Der Rotor ist auf Schlageinwirkung (z.B. während des Transports) äußerst empfindlich. Wir packen unsere System daher stets zweifach (Karton in Karton). Sollte das System bei Ihnen über einen Wiederverkäufer einfach verpackt ankommen, informieren Sie uns bitte!
Prüfen Sie in jedem Fall vor Einbau der Einheit unbedingt den Festsitz der Magnete indem Sie mit den Fingern versuchen diese seitlich wegzuschieben.
Nach Stoßeinwirkung könnten einige der eingeklebten Magnete lose geworden sein und sich nur noch durch ihre Magnetkraft halten, was im Betrieb zu ernsten Schäden an der Anlage führen würde.
Gleichzeitig bitte die Magnete des Rotors auf Fremdkörper (z.B. Schrauben oder andere metallische Gegenstände) überprüfen.
Um den neuen Rotor abzuziehen benötigen Sie einen Abzieher M27x1,25 (Teil Nr. 99 99 799 00).

Sie werden den Rotor abziehen müssen, wenn Sie die Zündung anders einstellen.

Diese Teile sollten Sie erhalten haben.

Auf ausdrücklichen Wunsch bieten wir ein System für 2 Zündkerzen an, es unterscheidet sich lediglich in der Zündspule (Doppelzündspule mit 2 Ausgängen).


Stellen Sie sicher, dass Ihre Aermacchi sicher steht, vorzugsweise auf einer erhöhten Montageplattform, und dass Sie guten Zugang zur Lichtmaschinenseite des Motors haben.  

Klemmen Sie die Batterie ab und nehmen Sie diese aus dem Motorrad heraus. Verabschieden Sie sich bitte an dieser Stelle von dem guten Stück, denn Sie werde von nun an ein 12 Volt Bordnetz haben und werden - sofern Sie eine Batterie einbauen wollen - eine 12 Volt Batterie benötigen. Technisch gesehen ist das System in der Lage ohne Batterie betrieben zu werden. Wenn Ihr Motorrad nicht als Oldtimer gilt, schreibt die StVZO jedoch das Funktionieren eines Standlichtes vor. Sind Blinker montiert müssen Sie dann anstelle der Batterie einen Elektrolytkondensator mit mindestens 20.000mF/16 Volt zur Glättung einbauen. Sie werden 12 Volt Glühlampen für Scheinwerfer, Tachobeleuchtung und Rücklicht benötigen. Die alte Hupe kann bleiben.  

Zunächst werden die originalen
alten Teile entfernt.

Nehmen Sie den Limadeckel ab. Klemmen Sie alle Kabel an der Lichtmaschine ab und ziehen Sie die Kabel aus dem Motorgehäuse. Schneiden Sie aber zunächst keine ab.

Lösen Sie die beiden Halteschrauben des Stators und nehmen Sie ihn ab. Ziehen Sie den Rotor mit dem Abzieher von der Welle.

Lösen Sie die Kabel der Zündspule und entfernen Sie die Spule.

Die Zündungsteile auf der rechten Seite des Motors (Unterbrecher und Fliehkraftregler) werden nicht mehr benötigt. Es ist Ihre Entscheidung, sie dort zu belassen oder zu entfernen.


Die neue Statoreinheit besteht aus 3 Platten:
  • einem stärkeren Aluteil (Adapter)
  • einem Stahlring mit Halterplatte für den Sensor
  • einer Aluplatte als Basis für die Spule

Lösen Sie die 3 Innensechskantschrauben M6 und ziehen Sie den Stator etwas von seiner Grundplatte (um Zugang zu den Schrauben zu erhalten).


Setzen Sie die Adapterplatte auf den Motorblock. Vergessen Sie nicht eine neue Dichtung einzusetzen und/oder Dichtungsflüssigkeit. Dies soll später ihre Kurbelwelle abdichten! Die Adapterplatte vorsichtig befestigen. Die Schrauben kreuzweise anziehen und darauf achten, die Dichtung nicht zu beschädigen.

Setzen Sie den Stahlring und den Spulengrundplatte wieder auf den nun montierten Adapterring. Der Sensor sollte Richtung Zylinder stehen.

Befestigen Sie jetzt diese beiden Platten mit den beiden mitgelieferten M5x14 Senkkopfschrauben auf dem Adapter.
Benutzen Sie keinesfalls längere Schrauben!

Stecken Sie jetzt die Statorspule wieder auf die Grundplatte. Achten Sie darauf keine Drähte zu beschädigen.

Stellen Sie sicher, daß die innere Öffnung des Stators gerade auf dem erhöhten Halterand der Grundplatte eingerastet ist. Schrauben Sie den Stator mit den 3 Schrauben M6x30 fest.


Führen Sie das Kabel durch den Kabelausgang nach außen. Beachten Sie bitte den Durchmesser, dies ist die einzige Stelle, an der Sie eventuell die Ausgangsbohrung etwas vergrößern müssen. Benutzen Sie bitte eine Gummitülle als Schutz für die Kabel.

 

 

 

(Bild zeigt Motorversion mit Lichtmaschine!)


Am Motorrad sollte das Ganze ungefähr so aussehen!

(Bei dem hier gezeigten Material ist die Lage des Sensors etwas anders!)


Entfernen Sie die Zündkerze(n) und bringen Sie den Kolben in die Stellung für die maximale Frühzündung. Dieser Wert wird nach Ausführung und Baujahr verschieden sein. Sehen Sie in Ihren Unterlagen nach. 

Zum Drehen der Kurbelwelle können Sie den neuen Rotor leicht aufstecken und als Drehrad nutzen.

Prüfen Sie an dieser Stelle zugleich, daß der Rotor nicht unten auf der Platte schleift und nicht auf der Welle klappert.

Wenn die Position maximaler Frühzündung gefunden ist, den Rotor wieder vorsichtig abziehen. Dabei sorgfältig darauf achten die Position der Kurbelwelle nicht zu verändern.

Nun den Rotor in einer solchen Lage aufsetzen, daß die Linke Kante des erhabenen Zeichens auf dem Rotor mit der rechten Kante des Metallstiftes des Sensors übereinstimmt - wie hier im Bild gezeigt (das sind dann auch die 5.5 Grad, die sich sonst schwer an der Stelle messen lassen.

Den neuen Rotor fest mit der Schraube M7x30 verschrauben (dabei nicht die Welle bewegen!) und die Zündkerze(n) wieder einsetzen.



Es kann sein, daß Sie nach einem ersten Testlauf die Zündung verändern wollen. Dazu 
  • ziehen Sie den Rotor vorsichtig mit dem Abzieher ab (ohne die Stellung der Kurbelwelle zu verändern) und
  • setzen den Rotor in einer um den gewünschten Winkel versetzten Position wieder auf.
  • Ein Versatz des Rotors in Uhrzeigerrichtung bringt eine frühere Zündung
  • ein Versatz entgegen der Uhrzeigerrichtung eine spätere.

Nun müssen die neue Zündspule, die Steuereinheit und der neue Regler/Gleichrichter einen Platz am Motorrad finden. der Regler ist hinreichend dimensioniert und benötigt keine Lage im Strom des Fahrtwindes. Hier einige Fotos mit Vorschlägen zur Anbringung der Teile.

Sehen Sie sich bitte bei der Montage den kleinen blauen Schalterblock an der oberen Schmalseite der schwarzen Zündverstelleinheit an. Hier sind 4 kleine Schalter, die die korrekte Zündverstellkurve für die Aermacchi wählen.
Aus unserer Sicht wird die beste Kurve für die Aermacchi mit den Schaltern 1,2,3 auf ON und 4 auf OFF (also entgegengesetzt) aktiviert. Das ergibt 5° vor OT vom Start bis 1.200 U/min und volle 41° ab 3.800 U/min.

Verbinden Sie die Kabel wie im Schaltplan 91xk12 angegeben, also:

*

Um den Kabeldurchgang durch enge Öffnungen zu erleichtern bzw. erst zu ermöglichen, wurde der Stecker des zur neuen Steuereinheit führende Kabels von der neuen Lichtmaschine noch nicht auf die Kontaktfahnen am Kabelende gesteckt. Sie sollten den Stecker erst befestigen, wenn das Kabel endgültig durch die Motoröffnung geführt wurde. Dazu ...

... nehmen Sie den weiblichen Stecker der Steuereinheit mit den Kabelfarben rot, weiß und gelb.

Stecken Sie die lose mitgelieferte 4er-Steckerhülse auf diesen Stecker und führen Sie die losen Kabel der Lichtmaschine (rot, weiß und gelb) mit den Kontaktfahnen hinten in den Stecker ein. Achten Sie darauf, daß die Steckerfahnen in dem Steckergehäuse einrasten. Dabei ist strikt auf die korrekte Position dieser Kabel im Stecker zu achten:

  • rot auf rot
  • weiß auf weiß
  • gelb auf gelb

Wenn Sie die Kabel wieder aus dem Steckergehäuse entfernen möchten (oder müssen), verwenden Sie am besten eine aufgebogene Büroklammer und drücken mit dieser die Widerhaken der Kontaktfahnen zur Seite, so das sich die Stecker lösen lassen.

*

Der zweite Stecker der Steuereinheit wird mit dem Stecker der Zündspule verbunden. Auch das geht nur in einer Stellung. Dabei kommen ...

  • rot auf rot
  • weiß der Steuereinheit auf braun der Zündspule
  • blau/weiß der Steuereinheit auf gelb der Zündspule
*

ACHTUNG! Verlegen Sie keinesfalls das/die Zündkabel und das/die Kabel der Steuereinheit zusammen in einer gemeinsamen Umhüllung oder anderweitig über eine längere Strecke parallel zueinander. Das führt zu Rückkopplungen und damit Störungen in der Zündung, unter Umständen sogar zur Zerstörung der Steuereinheit.

*

Der neue Regler/Gleichrichter hat einen Kompaktstecker mit 6 Steckmöglichkeiten, von denen eine frei ist (vor November 2007 waren es zwei). Zu dem Regler wird (ab Auslieferung November 2007) ein passendes Gegenstück geliefert in welches nachfolgende Kabel einzuführen sind und die dort einrasten müssen.

*

Die beiden schwarzen Kabel der neuen Lichtmaschine ...

... kommen auf die Klemmen 1/4 des neuen Gleichrichters (von dort gehen dann auch schwarze Kabel in den Regler hinein). Es ist dabei egal welches Kabel auf welche der beiden Klemmen (1/4) kommt, da hier Wechselstrom eingespeist wird.

* Das neue braune Kabel mit der Ringöse an einer Seite ...

... verbindet Klemme 3 des Reglers/Gleichrichters (von dort geht auch ein braunes Kabel in den Regler hinein) mit dem Minuspol der Batterie bzw. solider Masse. Achtung, nicht verpolen! 

*

Das neue rote Kabel mit der Ringöse an einer Seite ...

 

... verbindet Klemme 5 des Reglers/Gleichrichters (von dort geht auch ein rotes Kabel in den Regler hinein) mit dem Pluspol der Batterie bzw. der Klemme der Sicherungsbox an welche das Stromkabel der alten Lichtmaschine ging (bei deutschen Motorräder: Klemme 51).

Stellen Sie sicher, daß zwischen Batterie und Bordnetz eine 16A-Sicherung verwendet wird. Sollte sich eine alte, stärkere Sicherung (wegen der ursprünglichen 6Volt-Anlage) am Zündschloß befinden, ersetzen Sie diese bitte.
*

Das grün/rote Kabel des neuen Reglers an Klemme 6 ...

 

Hinweis:
Bei vor November 2007 ausgelieferten Reglern hatte dieses Kabel einen separaten Stecker.

... ist für den Anschluß der Ladekontrolle. Hier wird (so vorhanden) die Kontrollleuchte angeklemmt. Das funktioniert natürlich nur bei Vorhandensein einer Batterie. Wird die Kontrollleuchte dennoch auch ohne Batterie angeklemmt, wird sie bei laufendem Motor halbdunkel leuchten, obwohl Strom erzeugt wird. Kurzum, ohne Batterie bleibt der Anschluß frei. Ebenso wenn keine Leuchte vorhanden ist.

*

Bleibt das blaue (mitunter auch blau/weiße) Kabel der Zündspule - das Ausschaltkabel.

 

Hinweis:
Bei Zündungsstörungen als erstes dieses Kabel abklemmen (Stecker ziehen). Meist geht die Fahrt dann weiter (näheres siehe Technische Hilfe)!

Wird es mit Masse verbunden, geht die Zündung aus!

Diese Schaltungsvariante wird durch uns bei Fahrzeugen eingesetzt, die original bereits Magnetzündung (Polrad) hatten und damit auch durch Kurzschluß gegen Masse abschalteten.

Diese Fahrzeuge verfügen am Zündschloß über eine Klemme (bei deutschen Fahrzeugen: Klemme 2), welche in Stellung "AUS" gegen Masse geschaltet wird. Mit dieser Klemme wird das blau(/weiß)e Kabel verbunden. Damit geht die Abschaltung der Zündung wie schon zuvor.

* Das Hochspannungskabel (Zündkabel) ...

Bitte verwenden Sie keine "Nology Superkabel" ("hot wire"). Diese führen bei Powerdynamo Anlagen zu Störungen und können zu Schäden an der Elektronik führen.

... schrauben Sie in die Zündspule ein und setzen die Gummikappe darüber. Das geht natürlich einfacher, wenn Sie das vor der Montage der Spule am Fahrzeug machen. Bitte benutzen Sie auch das mitgelieferte Zündkabel und kein altes, undefiniertes Kabel.
Sie tun sich einen Gefallen, wenn Sie an dieser Stelle Ihrem Motorrad neue Zündkerzen und neue Kerzenstecker (vorzugsweise mit 0-2kOhm Widerstand) spendieren. Mehr als genug Störungen lassen sich auf "scheinbar gute" Kabel, Kerzen und Stecker (darunter nagelneue) zurückführen!
Verwenden Sie keine Zündkerzen mit innerem Entstörwiderstand. NGK (z.Bsp.) bietet solche mit "R" ("R" für Resistor) codierte Zündkerzen an.

*

Zum Abschluß - vor Einbau der Batterie und vor dem ersten Start - bitte in Ruhe alle Befestigungen und Verkabelungen überprüfen. Denken Sie daran alle Glühlampen von 6 auf 12 Volt zu tauschen. Denken Sie auch daran, daß Sie ab jetzt eine 12V-Batterie benötigen. Die Hupe kann auf 6 Volt bleiben.

Sollte das System nicht gleich funktionieren, bitte unsere Fehlersuchseite konsultieren. Als ersten Schritt das blaue Kabel zwischen Relais und Zündspule trennen (Kontakt abziehen), im Ausschaltbereich verstecken sich die meisten Fehler. 

* WICHTIG: Bitte beachten Sie, daß bei einer etwaigen (früheren) Regenerierung der Kurbelwelle deren Lichtmaschinenzapfen überdreht und damit kürzer wurde. Dadurch kommt der Rotor tiefer und es kann zu einer Berührung zwischen Rotor (die Nieten sind der tiefste Punkt) und Statorspule kommen. Das Ergebnis ist ein zerstörter Stator und damit Zündausfall.
Weitere Info dazu siehe (online) hier!
 

Wichtige Sicherheits- und Betriebshinweise

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Beachten Sie die vom Fahrzeughersteller und vom KFZ-Handwerk vorgeschriebenen Sicherheitshinweise und Auflagen.

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Zündanlagen erzeugen Hochspannung! Bei unseren Zündspulen bis 40.000 Volt! Das kann bei unvorsichtigem Umgang nicht nur empfindlich schmerzen, sondern vor allem für das Herz auch schädigend sein! Daher stets Sicherheitsabstand zur Elektrode und offenen Hochspannungskabeln halten und beim Test den Kerzenstecker mit einem isolierenden Gegenstand fest auf Masse drücken um die Spannung sicher abzuleiten.

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Nach Einbau bitte unbedingt die Halteschrauben des Stators und (wenn vorhanden) des Sensors auf festen Sitz prüfen. Lockern sich die Teile, kommt es zur Zerstörung. Wir ziehen die Schrauben bei der Vormontage nur lose an!

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Geben Sie der eben eingebauten Anlage erst einmal die Chance zu zünden, bevor Sie anfangen alles durchzumessen und zu prüfen, ob es auch wirklich geht. Oder noch schlimmer, gleich Veränderungen vornehmen ohne erst einmal die Anlage zum Laufen gebracht zu haben. Unsere Teile sind alle vor Auslieferung geprüft. Sie können ohnehin kaum etwas daran messen. Unterlassen Sie auf jeden Fall ein Vermessen der elektronischen Teile (darunter der Zündspule außer deren Hochspannungsausgang). Sie riskieren die Zerstörung und kommen dennoch nicht zu nutzbaren Ergebnissen! Denken Sie daran, daß es auch am Vergaser und vor allem auch den Kerzensteckern und Zündkerzen (leider auch komplett neuen) liegen kann, wenn der Motor nicht gleich läuft (in der Regel ist nach Lima-Einbau auch dessen Einstellung zu verändern). Wenn die Anlage nicht gleich läuft, prüfen Sie vor allem die Masseverbindungen, ziehen Sie dann zumindest testhalber ein neues Massekabel von unserem Regler direkt zum Motor.

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Wenn Sie eine Anlage mit Doppelzündspule haben, beachten Sie einige Besonderheiten dieser Spule. Die Zündung geht nur korrekt wenn beide Kerzen an der Spulen angeschlossen werden. Man kann also nicht mal eine Kerze abziehen um zu testen. Denn jeder Ausgang zieht sich über die Kerze des anderen Masse. Will man wirklich nur eine Seite testen, muss der andere Spulenausgang auf Masse gelegt werden.

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Der Funken klassischer Unterbrecheranlagen hat mit ca. 10.000 Volt nur eine geringe Energie und sieht daher gelb und dick aus. Der Funken unserer Anlagen ist ein Hochenergiefunken mit bis zu 40.000 Volt und daher sehr scharf gebündelt und blau, was ihn schlechter sichtbar macht. Zudem wird der Funke erst bei kickstartergetretenen Drehzahlen erzeugt. Ein bloßes Durchdrücken des Kickstarterhebels per Hand bringt keinen Funken.

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Am Fahrzeug nie elektrisch schweißen ohne vorher die gesamte Elektronik komplett abgeklemmt zu haben.

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Elektronik ist empfindlich auf Verpolung. Prüfen Sie nach Eingriffen in das System stets den richtigen Anschluß der Batterie und die richtige Verkabelung. Verpolung und Kurzschlüsse zerstören den Regler und die Zündspule. In der Regel kommt bei der Verkabelung immer Farbe auf Farbe. Ausnahmen sind in der Anleitung ausdrücklich erwähnt.

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Achten Sie bei der Montage des Rotors bitte darauf, die Magneten nicht zu beschädigen. Vermeiden Sie direkte mechanische Einwirkung auf den Rotor. Für den Transport der Lima nie den Stator in den Rotor setzen, unsere Hinweise zum Versand (Verpackung) beachten.

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Nutzen Sie keine Kerzenstecker mit einem Widerstand von mehr als 5kOhm. Denken Sie daran, daß Kerzenstecker altern und dabei ihren Widerstand erhöhen. Wenn ein Motor nur im kalten Zustand startet, ist mit sehr großer Sicherheit ein defekter Kerzenstecker die Ursache. Nutzen Sie keine sogenannten zündverstärkenden Kabel (z.B. Nology).

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Ölen Sie den Rotor außen leicht ein, er rostet sonst schnell in der aggressiven Umgebung (was nicht schädlich ist, aber unschön aussieht).

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Nutzen Sie zum Abziehen des Rotors nie einen Klauenabzieher oder einen Hammer. Dadurch können sich die Magneten lösen. Stets nur einen Einschraubabzieher M27x1.25 (siehe Einbauanleitung).

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Wenn ihr Fahrzeug längere Zeit nicht benutzt wird, sollten Sie die Batterie (wenn vorhanden) abklemmen um eine etwaige langsame Entladung über die Dioden des Gleichrichters zu verhindern. Sie werden aber auch bei abgeklemmter Batterie nach längerer Zeit deren Entladung bemerken, das ist normal.

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Bitte beachten Sie diese Hinweise, aber lassen Sie sich zugleich auch nicht verunsichern. Vor Ihnen haben tausende Kunden unsere Anlagen schon erfolgreich eingebaut.
Viel Erfolg und viel Spaß dann beim Fahren!