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Einbauanleitung System 95 19 300 S1

Version 19.10.2007

 


WICHTIG:

Lesen Sie unbedingt erst die komplette Anleitung durch bevor Sie mit dem Einbau oder der Veränderung der Teile beginnen.
Beachten Sie die Hinweise auf der Informationsseite zum System. Vergewissern Sie sich, das die dargestellte Konfiguration des Systems tatsächlich auch den Anforderungen Ihres Motors entspricht. Falsche Zündwerte z.B. können dem Motor durchaus schaden und/oder Verletzungen beim Antreten hervorrufen (Rückschlagen des Kickstarters)
Besondere Vorsicht beim ersten Start nach dem Einbau, sollten Sie fehlverhalten feststellen, prüfen und ändern Sie die Zündeinstellung!
Unsere Systeme sind NICHT auf Verwendung mit anderen elektronischen Komponenten wie Zündungen von Drittanbietern, GPS, Handy etc geprüft und können in solchen Teilen unter Umständen Schaden anrichten
Falls Sie keine Fachkenntnisse für den Einbau besitzen, lassen Sie den Einbau bitte von einer Fachkraft oder einer entsprechenden Fachwerkstatt durchführen. Durch unsachgemäßen Einbau kann sowohl das neue System, als auch das Motorrad beschädigt werden oder gar Verletzungen des Fahrers auftreten.
Bevor Sie ein System bestellen überprüfen Sie bitte anhand der Packliste (bzw. des Fotos "Teile im Lieferumfang"), ob der von uns empfohlene Rotorabzieher im Lieferumfang enthalten ist. Wenn nicht, bestellen Sie ihn am Besten gleich mit! (Liste hier!)
Bei Beschädigung des Rotors durch Verwendung anderer (ungeeigneter) Werkzeuge und Hilfsmittel, erlischt der Gewährleistungsanspruch! 
Denken Sie auch an neue Glühlampen, Sicherungen, Hupe, Blinkgeber usw.

Wenn Sie Zugang zum Internet haben, sehen Sie sich diese Dokumentation online an. Dabei können Sie die Bilder durch Anklicken vergrößern und erhalten mehr Information. Systemliste unter: http://www.powerdynamo.biz

 


Prüfen Sie
die Verpackung
und den Rotor!

Der Rotor ist auf Schlageinwirkung (z.B. während des Transports) äußerst empfindlich. Wir packen unsere System daher stets zweifach (Karton in Karton). Sollte das System bei Ihnen über einen Wiederverkäufer einfach verpackt ankommen, informieren Sie uns bitte!
Prüfen Sie in jedem Fall vor Einbau der Einheit unbedingt den Festsitz der Magnete indem Sie mit den Fingern versuchen diese seitlich wegzuschieben.
Nach Stoßeinwirkung könnten einige der eingeklebten Magnete lose geworden sein und sich nur noch durch ihre Magnetkraft halten, was im Betrieb zu ernsten Schäden an der Anlage führen würde.
Gleichzeitig bitte die Magnete des Rotors auf Fremdkörper (z.B. Schrauben oder andere metallische Gegenstände) überprüfen.
Falls Sie dies nicht im Vorfeld getan haben, prüfen Sie bitte an Hand der Magnetfeldrichtung Ihrer Lima, ob Sie das System S1 oder S3 verwenden müssen.

Dazu wird der Motor gestartet (was hoffentlich an dieser Stelle noch geht), Licht eingeschaltet und bei etwa halber Drehzahl ein Kompass rechts an den Motordeckel gehalten. (Der Deckel kann zu oder auf sein). 

Zeigt die Nadel mit ihrer markierten Seite zum Motor ist S1 korrekt, weist die Nadel vom Motor weg, ist
S3 zu verwenden.

Die Notwendigkeit für das S3 ist die Ausnahme! Sie tritt eigentlich nur bei Lichtmaschinen auf, deren Rotoren nach 1991 gebaut wurden. Da wurde leider nicht auf eine einheitliche Wickelrichtung geachtet. Die Folge ist ein um 180° versetztes Magnetfeld, welches bei dieser Anlage zu einer Überlastung und dadurch sehr schnellen Zerstörung der neuen Zündspule führt. Oft springt der Motor damit auch schlecht an und läuft sehr stotternd.
Faustregel wenn man nicht messen kann:
Sind die Rotorringe aus Graphit ist S1 korrekt,
sind sie aus Kupfer kann es beides sein, da hilft dann nur der Kompass !!

Zum Zündsystem S3 siehe hier!


Diese Teile sollten Sie erhalten haben!

Beachten Sie, daß der Sensor nur lose auf die Grundplatte aufgeschraubt ist, da er eingestellt werden muss.

Klemmen Sie die Batterie ab und nehmen Sie diese zur Kurzschlußvermeidung für die Dauer der Arbeiten aus dem Fahrzeug.
 


Klemmen Sie das grüne Kabel vom Unterbrecher bzw. das/die Kabel vom Geberteil Ihrer alten elektronischen Zündung ab. Entfernen Sie das zur Zündspule gehende Kabel aber nicht, Sie können es noch gebrauchen und brauchen dann kein Neues einziehen.
Lösen Sie die Halteschraube des Rotors und ziehen Sie die Schraube M7 heraus. Stator und Rotor verbleiben am Motor.

Ziehen Sie den Nocken vom Rotor.

Nehmen Sie die Unterbrecherplatte und den Kondensator ab (oder eben die dort befindlichen Teile einer anderen elektronischen Zündung).

Von diesen Teilen wird nur die lange Schraube M7 benötigt.


Entfernen Sie die originale Zündspule (sowie, falls vorhanden, die weiteren Teile der alten elektronischen ESE Zündung außerhalb des Motors).

Prägen Sie sich dabei bitte die zu Ihrer alten Zündspule gehenden Kabel ein. Dies sind (bei der Unterbrecherzündung) ein grünes Kabel an Klemme 1 und zwei an eine gemeinsame Ringöse gehende rot/schwarze Kabel an Klemme 15. Wenn bereits eine elektronische Zündung montiert war, können Sie andere Kabel dort haben. Trennen Sie bitte nicht die beiden an Klemme 15 der der Zündspule zusammengehenden Kabel, sonst gehen etliche Lichter an Ihrer MZ nicht mehr.


Setzen Sie die Halteplatte mit dem Sensor anstelle des Unterbrechers auf die Lichtmaschine. Zur Befestigung dienen die originalen Schrauben des Unterbrechers.

Setzen Sie den neuen Rotor auf die Aufnahme für den Nocken. Er sitzt dort dann wie der originale Nocken.

Setzen Sie die 6 Unterlegscheiben auf die lange Schraube M7 und verschrauben Sie diese wieder im Rotor. (Die 6 Scheiben deshalb, weil die Schraube jetzt zu lang ist, lange M7er aber sehr schwer zu bekommen sind.)

Verbinden Sie im Lichtmaschinenraum das grüne Kabel, welches vorher an den Unterbrecher ging, bzw. eines der Kabel, welches an die alte elektronische Gebereinheit ging, mit dem gelben Kabel des neuen Sensors. Stellen Sie sicher, daß Sie einen guten Kontakt haben und anschließend alles gut isoliert wird.

Befestigen Sie die neue Zündspule mit Hilfe der beiden Rohrschellen am Rahmen der ETZ. Die beiden Schellen kommen über das (in Fahrtrichtung) rechte hintere Rahmenrohr, direkt vor der Halterung für die alte Zündspule. Sollte sich an manchen Fahrzeugen nur eine Klammer befestigen lassen, ersetzen Sie diese durch etwas schmaleres, z.B. einen Kabelbinder. Die Spule wird mit Ihren Ausgängen in Fahrtrichtung weisend montiert. Setzen Sie auf eine der beiden Befestigungsschrauben an der Zündspule ein Massekabel und verbinden Sie dies mit einem Massepunkt. Ohne diese Masse funktioniert die Zündung nicht!

Suchen Sie das früher von der Zündspule zum Unterbrecher führende grüne Kabel. (Sie hatten Sich dieses eingangs eingeprägt!) Motorseitig haben Sie dieses Kabel mit dem gelben des Sensors verbunden. Dieses Kabel verbinden Sie mit dem gelben Kabel der neuen Zündspule.

Verbinden Sie das rote Kabel der Zündspule mit dem vorher an Klemme 15 der alten Zündspule gehenden rot/schwarzen Kabel (Plus vom Zündschloss).

ACHTUNG: eine (auch nur kurzzeitige) Verwechslung der Kabel rot und gelb der Zündspule führt zu deren sofortiger Zerstörung! Das betrifft auch eine Verpolung der Batterie beim Einbau. Einmal plus und Minus verwechselt und die Zündspule ist hin!!


Nun ist alles montiert und es geht an die Zündeinstellung. Denken Sie bitte daran, niemals eine elektronische Zündung mit einer Glühfadenprüflampe testen. Sie wird zerstört. Wenn Ihnen die unten beschriebene Methode nicht ausreicht, nutzen Sie ein Stroboskop.

Entfernen Sie die Zündkerze und bringen Sie den Kolben auf den oberen Totpunkt (OT). Drehen Sie die Kurbelwelle rückwärts, bis der Kolben um knapp 3mm (2,75) vor OT gefallen ist (es gibt Meßinstrumente um dies auszumessen, zur Not hilft ein Bleistift o.ä.).
  • Behalten Sie diese Kolbenposition bei und verschieben Sie die Sensorplatte so, dass die linke obere Kante des Geberfingers genau gegenüber dem Sensorkern steht. Schrauben Sie nun die Sensorhalteplatte fest.
  • Lösen Sie die beiden direkt am Sensor befindlichen Schrauben leicht (nicht abschrauben). Schieben Sie den Sensor nun so zentrifugal, dass der Abstand zwischen Sensorkern und Finger 0,4-0,6mm beträgt und schrauben Sie den Sensor wieder fest. ACHTUNG: ein lockerer Sensor kann sich verschieben und wird dann durch den Rotorfinger zerstört!


Stellung des Geberfingers im Zündzeitpunkt

Überprüfen Sie alle Arbeiten nochmals, vergewissern Sie sich das alle Verkabelung wie im Schaltplan gezeigt erfolgt ist.

Erst dann bauen Sie die Batterie und die Zündkerze wieder ein und starten Sie den Motor. Ihr System sollte jetzt funktionieren.

 

Wichtige Sicherheits- und Betriebshinweise!!!

# Zündanlagen erzeugen Hochspannung! Bei unseren Zündspulen bis 40.000 Volt! Das kann bei unvorsichtigem Umgang nicht nur empfindlich schmerzen, sondern für empfindliche Herzen auch schädigend sein! Daher stets Sicherheitsabstand zur Elektrode und offenen Hochspannungskabeln halten und beim Test den Kerzenstecker mit einem isolierenden Gegenstand fest auf Masse drücken um die Spannung sicher abzuleiten. 
# Nach Einbau bitte unbedingt die Halteschrauben des Stators und (so vorhanden) des Sensors auf Festsitzen prüfen. Lockern sich die Teile, kommt es zur Zerstörung. Wir ziehen die Schrauben bei der Vormontage nur lose an!
# Geben Sie der eben eingebauten Anlage erst einmal die Chance zu zünden, bevor Sie anfangen alles durchzumessen und zu prüfen, ob es auch wirklich geht. Oder noch schlimmer, gleich Veränderungen vornehmen ohne erst einmal die Anlage zum Laufen zu haben. Unsere Teile sind alle vor Auslieferung geprüft. Sie können ohnehin kaum etwas daran messen. Unterlassen Sie auf jeden Fall ein Vermessen der Zündspule. Sie riskieren die Zerstörung und kommen dennoch nicht zu nutzbaren Ergebnissen! Denken Sie daran, daß es auch am Vergaser und vor allem auch den Kerzensteckern liegen kann, wenn der Motor nicht gleich läuft (in der Regel ist nach Lima-Einbau auch dessen Einstellung zu verändern). Wenn die Anlage nicht gleich läuft, prüfen Sie vor allem Masseverbindungen, ziehen Sie dann zumindest testhalber ein neues Massekabel von unserem Regler direkt zum Motor.

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Der Funken klassischer Unterbrecheranlagen hat mit ca. 10.000 Volt nur eine geringe Energie und sieht daher gelb und dick aus. Der Funken unserer Anlagen ist ein Hochenergiefunken mit bis zu 40.000 Volt und daher sehr scharf gebündelt und blau, was ihn schlechter sichtbar macht. Zudem wird der Funke erst bei kickstartergetretenen Drehzahlen erzeugt. Ein bloßes Durchdrücken des Kickstarterhebels per Hand bringt keinen Funken

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Am Fahrzeug nie elektrisch schweißen ohne alle Elektronik komplett abgeklemmt zu haben.

# Elektronik ist empfindlich auf Verpolung. Prüfen Sie nach Eingriffen in das System stets den richtigen Anschluß der Batterie und die richtige Verkabelung. Verpolung und Kurzschlüsse zerstören den Regler und die Zündspule. In der Regel kommt bei der Verkabelung immer Farbe auf Farbe. Ausnahmen sind in der Anleitung ausdrücklich erwähnt.

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Achten Sie bei der Montage des Rotors bitte darauf, die Magneten nicht zu beschädigen. Vermeiden Sie direkte mechanische Einschläge direkt auf die Magneten sowie auf dem Umfang der Rotortrommel. Für den Transport der Lima nie den Stator in den Rotor setzen.

# Nutzen Sie keine Kerzenstecker mit einem Widerstand von mehr als 5kV. Denken Sie daran, daß Kerzenstecker altern und dabei ihren Widerstand erhöhen. Wenn ein Motor nur im kalten Zustand startet, ist mit sehr großer Sicherheit ein defekter Kerzenstecker die Ursache. 
# Ölen Sie den Rotor außen leicht ein, er rostet sonst schnell in der aggressiven Umgebung (was nicht schädlich ist, aber unschön aussieht).
# Nutzen Sie zum Abziehen des Rotors nie einen Klauenabzieher oder einen Hammer. Dadurch können sich die Magneten lösen.
# Bitte beachten Sie diese Hinweise, aber lassen Sie sich zugleich auch nicht verunsichern. Vor Ihnen haben tausende Kunden unsere Anlagen schon erfolgreich eingebaut. Viel Erfolg and viel Spaß dann beim Fahren!