|
|
Powerdynamo bringt Ihrem Oldtimer Motorrad |
|
|||
| Einbauanleitung System 70 81 999 00 |
Version 26.09.2008 |
|
|
Lesen Sie unbedingt erst die komplette
Anleitung durch bevor Sie mit dem Einbau oder der Veränderung der Teile
beginnen. Beachten Sie die Hinweise auf der Informationsseite zum System. Vergewissern Sie sich, das die dargestellte Konfiguration des Systems tatsächlich auch den Anforderungen Ihres Motors entspricht. Falsche Zündwerte z.B. können dem Motor durchaus schaden und/oder Verletzungen beim Antreten hervorrufen (Rückschlagen des Kickstarters) Besondere Vorsicht beim ersten Start nach dem Einbau, sollten Sie fehlverhalten feststellen, prüfen und ändern Sie die Zündeinstellung! Unsere Systeme sind NICHT auf Verwendung mit anderen elektronischen Komponenten wie Zündungen von Drittanbietern, GPS, Handy etc geprüft und können in solchen Teilen unter Umständen Schaden anrichten |
| Falls Sie keine Fachkenntnisse für den Einbau besitzen, lassen Sie den Einbau bitte von einer Fachkraft oder einer entsprechenden Fachwerkstatt durchführen. Durch unsachgemäßen Einbau kann sowohl das neue System, als auch das Motorrad beschädigt werden oder gar Verletzungen des Fahrers auftreten. | |
| Bevor Sie ein System bestellen überprüfen Sie bitte anhand der Packliste (bzw. des Fotos
"Teile im Lieferumfang"), ob der von uns empfohlene
Rotorabzieher im Lieferumfang enthalten ist. Wenn nicht, bestellen Sie ihn
am Besten gleich mit! (Liste hier!) Bei Beschädigung des Rotors durch Verwendung anderer (ungeeigneter) Werkzeuge und Hilfsmittel, erlischt der Gewährleistungsanspruch! Denken Sie auch an neue Glühlampen, Sicherungen, Hupe, Blinkgeber usw. |
|
| Wenn Sie Zugang zum Internet haben, sehen Sie sich diese Dokumentation online an. Dabei können Sie die Bilder durch Anklicken vergrößern und erhalten mehr Information. Systemliste unter: http://www.powerdynamo.biz | |
| Der Rotor ist auf Schlageinwirkung (z.B. während des Transports) äußerst empfindlich. Wir packen unsere System daher stets zweifach (Karton in Karton). Sollte das System bei Ihnen über einen Wiederverkäufer einfach verpackt ankommen, informieren Sie uns bitte! | |
| Prüfen Sie in jedem Fall vor Einbau der Einheit unbedingt den Festsitz der Magnete indem Sie
mit den Fingern versuchen diese seitlich wegzuschieben. Nach Stoßeinwirkung könnten einige der eingeklebten Magnete lose geworden sein und sich nur noch durch ihre Magnetkraft halten, was im Betrieb zu ernsten Schäden an der Anlage führen würde. Gleichzeitig bitte die Magnete des Rotors auf Fremdkörper (z.B. Schrauben oder andere metallische Gegenstände) überprüfen. |
|
Um den alten Rotor abzuziehen benötigen Sie einen Abzieher M8x90 (Teil Nr. 70 80 899 90). |
![]() |
Um den neuen Rotor abzuziehen benötigen Sie einen Abzieher M27x1,25 (Teil 99 99 799
00 -nicht im Lieferumfang-).
ACHTUNG: Bei Verwendung eines Klauenabziehers lösen sich die Magnete im Rotor! |
|
|
|
|
Hinweise zur Verkabelung:
Die Erfahrung zeigt, das im Verlaufe der Jahre bei nahezu jedem Motorrad Veränderungen an der Verkabelung vorgenommen wurden. Demzufolge können Kabelfarben, ja selbst Kabel als solche an Ihrem Fahrzeug abweichend sein. Bitte sehen Sie sich im Zweifelsfalle den Originalplan für Ihre BMW z.B. auf unserer Website für die BMW 51/3 bis 67 und die R50, R60 an. |
|
|
|
|
![]() |
Sie sollten diese Teile
erhalten haben!
Beachten Sie, dass der Spulenkörper nur lose auf der Grundplatte angeschraubt ist, da Sie diesen zur Montage am Kurbelgehäuse nochmals entfernen müssen (Sie bekommen sonst die Befestigungsschrauben nicht montiert). Beachten Sie ferner, dass der Sensor nur lose angeschraubt ist, da er eingestellt werden muss. Ziehen Sie diese Schrauben nach dem Einstellen gut an. |
|
|
|
| Stellen Sie sicher, dass Ihre BMW fest auf
dem Ständer steht, vorzugsweise auf einer erhöhten Montageplattform, und
dass Sie guten Zugang zur Vorderseite des Motors haben. Sie werden die
Gabel mehrfach bewegen müssen. Lassen Sie das Benzin ab, wobei Sie bitte
darauf achten, nichts zu verschütten und nicht zu rauchen. Lösen Sie
dann den Verbindungsschlauch unter dem Tank und nehmen Sie den Tank ab.
Setzen Sie den Tank für die Dauer der Arbeiten an eine sichere Stelle.
Klemmen Sie die Batterie ab und nehmen Sie diese aus dem Motorrad heraus. Verabschieden Sie sich bitte an dieser Stelle von dem guten Stück, denn Sie benötigen ab jetzt eine Batterie 12 Volt oder Sie fahren ganz ohne Batterie. Die Anlage lässt das zu. |
|
|
|
|
![]() ![]() |
Nehmen Sie den Lichtmaschinendeckel des Motors ab und klemmen Sie die
Kabel an der Lichtmaschine/Regler ab. Normalerweise sollten das sein:
Am Magnetzünder sollte ein rot/schwarzes Kabel sein, welches ebenfalls zur Ausschaltposition des Zündschalters geht. |
|
Lösen Sie mit einem Imbusschlüssel 6mm die Schraube, die den
Fliehkraftversteller und den Magnetrotor an der Nockenwelle hält. Sie
werden dazu den Rotor der Lichtmaschine festhalten müssen. um einen
Gegenhalt zu haben. Nehmen Sie zum Gegenhalten ein Tuch, um Verletzungen
zu vermeiden.
Entfernen Sie nun die beiden Halteschrauben (Schlüssel 10mm) des Magnetzünders und nehmen Sie ihn ab. Mit dem Imbus 6mm wird nun die Halteschraube des Rotors auf der Kurbelwelle entfernt, danach wird der Rotor mit dem dazu gedachten Abzieher abgezogen. Auch hier müssen Sie am Rotor gegenhalten und eventuell einmal kurz mit dem Gummihammer seitlich anschlagen. Entfernen Sie alle 6 Volt Birnen aus Scheinwerfer, Tachobeleuchtung und Rücklicht. Die alte Hupe kann bleiben. |
| Schließen Sie die Kabel wie folgt wieder an: | |
|
|
Verbindunspunkt zwischen der originalen elektrischen Anlage (Licht, Hupe usw.) und dem neuen Powerdynamo-System ist die Batterie. (Oder sollten Sie ohne Batterie fahren, die Kabel die normalerweise zur Batterie führen.) |
|
|
|
|
|
Prüfen Sie den Durchmesser des Rotors an der Dichtringlauffläche. Das sind normal 25mm, bei den R68 und einigen R69 jedoch 28mm. |
|
Wenn Sie 28mm vorfinden, müssen Sie den dort befindlichen Wellendichtring 28x40x7 durch einen Dichtring 25x40x7 ersetzen. Sonst erfolgt keine Ölabdichtung an dem neuen 25mm Nocken. |
|
|
|
|
Die neue Statoreinheit ist vormontiert damit deren Aufbau leichter
erkennbar ist. Für die Montage muss sie teilweise demontiert werden.
Achten Sie dabei darauf, nicht die Lackisolierung der Spulen zu beschädigen. Lösen Sie die 3 Schrauben, die den Stator der neuen Einheit auf der Grundplatte halten und ziehen Sie den Stator etwas von der Platte weg, so dass die 2 Befestigungslöcher darunter zugänglich werden. |
|
|
|
![]() |
Setzen Sie die Statorplatte, bestehend aus
auf das Motorgehäuse und verschrauben Sie Stahlring und Platte dort mit den beiden Schrauben M6. Der Sensor zeigt auf etwa 2 Uhr. Die Statorspule hängt zunächst noch lose am Kabel herab.
|
|
|
|
![]() |
Setzen Sie den Spulenkörper wieder auf die
Grundplatte.
Achten Sie auch darauf, dass der Arretierbund der Alu-Platte exakt im Innenring
des Spulenkörpers zu sitzen kommt. Wenn der Spulenkörper verkantet
sitzt, besteht die akute Gefahr einer Zerstörung durch
Rotorkontakt. Achten Sie auch darauf, dass die Kabel sauber unter dem Ring
hindurch nach oben gehen können und nicht eingeklemmt werden.
Das einzelne weiße (Masse) Kabel wird an der linken Sensorhalteschraube verschraubt. |
|
|
|
|
Schrauben Sie die beiden Zündkabel in die Zündspule.
Verschrauben Sie die vormontierte Zündspuleneinheit auf Höhe Nockenwelle an den beiden Befestigungslöchern Gewinde M5, an denen der alte Magnetzünder angebracht war. Wenn Sie einen flachen Limadeckel verwenden, nutzen Sie das obere Lochpaar des Haltebügels, dann kommt die Spule tiefer. Verbinden Sie den Stecker mit dem gelben Kabel vom Sensor mit seinem Gegenstück mit grünem Kabel welches an der Zündspuleneinheit ist. |
|
|
|
|
|
Die von der Lichtmaschine und der Zündspuleneinheit kommenden kurzen
Kabelstücke mit den vormontierten Steckern werden durch die
Belüftungsöffnung oben im Gehäuse in den hinteren Raum geführt und
warten dort darauf mit dem Rest der Verkabelung verbunden zu werden.
Das neue Kabelbaumstück hat eine Gummitülle vormontiert, die in die originale Kabelöffnung passt durch die das Kabel dann auch aus dem Motor herausgeleitet wird. |
|
|
|
|
Setzen Sie den Rotor auf die Kurbelwelle lose auf
um ihn zum Drehen der Kurbelwelle zu nutzen, denn Sie müssen FZ (max
Frühzündung) einstellen.
Dazu entfernen Sie bitte die Zündkerzen und drehen die Kurbelwelle zunächst per Kickstarter (mit Hand) und dann zur Feineinstellung am neuen Rotor per bis FZ. |
|
|
|
|
Ist die FZ Position gefunden, ziehen Sie den Rotor wieder vorsichtig ab (Dabei nicht die Position der Kurbelwelle ändern!) und setzen ihn so auf, daß der Sensor in der hier gezeigten Position zu Stehen kommt. Man benötigt keinen Winkelmesser dazu, einfach den Stahlkern des Sensors etwa 1mm über den linken Rand des Geberzeichens stellen. |
| Schrauben sie den Rotor mit der Imbusschraube M8x40 fest. Dabei nicht die große Unterlegscheibe vergessensicher. Zum erneuten Lösen des Rotors verwenden Sie einen Abzieher M27x1,25. | |
|
|
|
|
Drehen sie den Rotor von Hand durch. Prüfen sie den Abstand zwischen dem Sensor und der Steuernase auf dem Umfang des Rotors. Dieser muss ca. 0,4mm betragen. Sie können den Abstand nach Lösen der beiden Halteschrauben des Sensors durch Verschieben regulieren. Sensorschrauben dann wieder richtig fest ziehen! |
|
|
|
![]() |
Sehen Sie sich die Position des Sensors zum Zeichen genau an und prüfen Sie, ob
das Zeichen wirklich in (etwa) einer Höhe am Sensor vorbeigeht und nicht, wie
in der Skizze "Problem" gezeigt daneben läuft, denn dann gibt es
keinen Funken.
Dieses Problem taucht eigentlich nur auf, wenn eine andere Kurbelwelle im Motor ist, oder ein falscher Rotor geliefert wurde. Passiert es aber, sucht man oft ewig bis man gefunden hat, warum kein Funke kommt. Prüfen Sie bitte auch, daß der Rotor nicht unten an der Platte schleift, sondern frei läuft. |
|
|
|
| Als nächstes werden der Regler/Gleichrichter und die Steuereinheit an einer geeigneten Stelle am Fahrzeug befestigt. Keines der Teile muss im direkten kühlenden Fahrtwind sein. Größere Hitzeeinwirkung ist aber nicht gut. Das folgende ist ein (vormontierter) Einbauvorschlag. Sie können die Teile auch an jeder anderen geeigneten Stelle unterbringen. | |
|
|
|
![]() |
Die Steuereinheit ist von uns an einem Halteblech
vormontiert, welches sich vermittels ebenfalls vormontierter
Rohrschellen im Rahmendreieck montieren lässt.
Sehen Sie sich bitte bei der Montage den kleinen blauen Schalterblock an der oberen Schmalseite der schwarzen Zündverstelleinheit an. Hier sind 4 kleine Schalter, die die Zündverstellkurve wählen. Sie haben zwei zur Auswahl: |
![]() |
Schalter 1/3 nach ON, Schalter 2/4 entgegen gesetzt, also in Richtung der Zahlen weisend, bewirken beim Start eine Zündung von 4°, bei 2.500U/min 34° und ab 3.500U/min 40° vor OT. |
![]() |
Schalter 2/3 nach ON, Schalter 1/4 entgegen gesetzt, also in Richtung der Zahlen weisend, bewirken beim Start 5°, bereits bei 3.000U/min 40° und ab 8.500U/min eine Drehzahlbegrenzung. |
|
|
|
|
Setzen Sie die beiden größeren Halteklammern auf
das obere, direkt unter dem Tank befindliche Rahmenrohr. Die gerade,
geschlossene Seite der Klammern kommt dabei auf die rechte Seite mit dem
Loch nach unten. Die erste Klammer wird etwa 15mm hinter dem Lenkkopf
montiert, die zweite etwa 170mm hinter dem Lenkkopf. Leider ist das
Rahmenrohr nicht rund, sondern oval. Sie müssen daher etwas Gummi oder
dergleichen unter die Schellen packen. Da sich die Klammern durch das
Aufsetzen weiten, sollten Sie wieder mit einer Zange zusammengedrückt
werden. Setzen Sie nun die dritte Klammer auf das Rahmenrohr darunter,
zwischen Hupe und Motoraufhängung. Auch hier mit der geraden,
geschlossenen Seite nach rechts.
Setzen Sie nun die Platte mit der vormontierten Elektronik von links an die 3 Klammern, bitte nicht zwischen die Laschen der Klammern, und verbinden Sie alles mit den Schrauben. Für die obere, vordere Klammer geht die Schraube von links und für die obere hintere Klammer von rechts hinein. Ebenso wird die untere Schraube von rechts eingeführt. Schieben Sie die Platte nun so zurecht, dass nichts am Rahmen scheuern kann und die Platte senkrecht etwas rechts von der Mittellinie des Rahmens zu sitzen kommt. Ziehen Sie nun die Schrauben der kompletten Einheit fest. |
|
|
|
|
![]() |
Als nächstes wird der Regler/Gleichrichter, z.B. unter
der hinteren Tankbefestigung angebracht. Hier im Bild mittels einer selbsgefertigten
Halteplatte.
Schrauben Sie dazu die unter der querliegenden Haltestrebe befindliche Mutter (Schlüsselweite 13) ab, setzen Sie das neue Halteblech mit dem Regler (Kühlrippen weisen dabei nach oben) darunter und befestigen Sie das ganze wieder mit der Mutter und der Unterlegscheibe. Natürlich können Sie den Regler auch anders montieren. |
|
|
|
|
Verbinden Sie die Kabel des hier gezeigten neuen Kabelbaumstückes, wie nachfolgend beschrieben:
|
||
|
* |
Der von der Lichtmaschine kommende 4-polige Stecker mit den Kabeln 2 x schwarz und 1 x rot |
... wird mit seinem passenden Gegenstück mit gleichen Kabelfarben an dem neuen langen Kabelbaum verbunden. Beachten Sie, daß dieser neue Kabelbaum nicht alle bisherigen Kabel der BMW ersetzt, sondern zusätzlich ist. Entfernt werden von der originalen Elektrik nur die eingangs beschriebenen Kabel. |
|
* |
Der von der Zündspule kommende 6-polige Stecker mit den Kabeln grün, rot, gelb, blau und 2 x weiß |
... wird mit seinem passenden Gegenstück mit gleichen Kabelfarben an dem neuen langen Kabelbaum verbunden. |
| * | Das neue Kabelbaumstück teilt sich nach Ausgang aus dem Motorblock. | |
|
* |
Der 4er Stecker (nur 3 belegt) mit den Farben rot, weiß und gelb |
... wird mit seinem passenden Gegenstück an der Steuereinheit verbunden. Dabei gibt es einen Farbensprung von gelb nach blau/weiß in die Steuereinheit hinein. |
|
* |
Der 4er Stecker (nur 3 belegt) mit den Farben rot, weiß und grün |
... wird mit seinem passenden Gegenstück an der Steuereinheit verbunden. Dabei gibt es einen Farbensprung von grün nach gelb in die Steuereinheit hinein. |
| * | Das einzeln abgehende blaue Kabel | ... ist das Ausschaltkabel. Es wird zum Zündschloß, Klemme 2 (Ausschaltklemme, Kurzschlußschalter zum früheren Magnetzünder) geführt und angeschlossen. Kommt es auf Masse geht die Zündung aus. |
| * | Der 6er Stecker mit den 2 x Kabel schwarz von der Lichtmaschine und Kabel rot und braun | ... wird mit dem 6er Stecker des Regler/Gleichrichters verbunden. |
|
* |
Die von diesem 6er Stecker abgehenden Kabel rot und braun |
... werden an die Batterie angeschlossen. Rot an Plus und braun an Minus. ACHTUNG: eine Verpolung, auch wenn nur kurzzeitig zerstört den Regler! |
|
* |
Das grün/rote Kabel des neuen Reglers |
... ist für den Anschluß der Ladekontrolle. Es stellt die alte Klemme 61 des Reglers dar. Zur Verlängerung von dort bis zur Leuchte im Scheinwerfergehäuse liegt ein Drahtstück blau/rot und ein dort anzubringender Kabelschuh mit aufsteckbarem Isoliergehäuse bei. Fahren Sie ohne Batterie ist die Kontrolle natürlich nicht funktionell und Sie können den Anschluß am Regler einfach frei lassen. |
| * | Hochspannungskabel (Zündkabel) |
Schrauben Sie das Zündkabel in die Zündspule ein und setzen Sie
die Gummikappe darüber. Das geht natürlich einfacher, wenn Sie das vor
der Montage der Spule am Fahrzeug machen. Bitte benutzen Sie auch das
mitgelieferte Zündkabel und kein altes, undefiniertes Kabel. Bitte
verwenden Sie auch keine Nology Superkabel (hot wire). Sie tun sich einen Gefallen, wenn Sie an dieser Stelle Ihrem Motorrad eine neue Zündkerzen und Kerzenstecker (vorzugsweise mit 0-2kV Widerstand) spendieren. Mehr als genug Störungen gehen auf das Problem "scheinbar guter" Kabel, Kerzen und Stecker. |
|
* |
Zum Abschluß - vor Einbau der Batterie und vor dem ersten Start - bitte in Ruhe alle Befestigungen und Verkabelungen überprüfen. Denken Sie daran alle Glühbirnen von 6 auf 12 Volt zu tauschen. Denken Sie auch an die Batterie 12 Volt. Die Hupe kann bleiben. Sollte das System nicht gleich funktionieren, bitte unsere Fehlersuchseite konsultieren. Als ersten Schritt das blaue Kabel zwischen Relais und Zündspule trennen (Kontakt abziehen), im Ausschaltbereich verstecken sich die meisten Fehler. |
|
|
Verbinden Sie die Kabel wie im Schaltplan 92xk12 angegeben, also: |
|||||
|
* |
Um den Kabeldurchgang durch enge Öffnungen zu erleichtern bzw. erst zu ermöglichen, wurde der Stecker des zur neuen Steuereinheit führende Kabels von der neuen Lichtmaschine noch nicht auf die Kontaktfahnen am Kabelende gesteckt. Sie sollten den Stecker erst befestigen, wenn das Kabel endgültig durch die Motoröffnung geführt wurde. Dazu ... | ||||
|
|
... nehmen Sie den weiblichen Stecker der Steuereinheit mit den Kabelfarben
rot, weiß und gelb.
Stecken Sie die lose mitgelieferte 4er-Steckerhülse auf diesen Stecker und führen Sie die losen Kabel der Lichtmaschine (rot, weiß und gelb) mit den Kontaktfahnen hinten in den Stecker ein. Achten Sie darauf, daß die Steckerfahnen in dem Steckergehäuse einrasten. Dabei ist strikt auf die korrekte Position dieser Kabel im Stecker zu achten:
|
||||
|
Wenn Sie die Kabel wieder aus dem Steckergehäuse entfernen möchten (oder müssen), verwenden Sie am besten eine aufgebogene Büroklammer und drücken mit dieser die Widerhaken der Kontaktfahnen zur Seite, so das sich die Stecker lösen lassen. |
|||||
|
* |
Der zweite Stecker der Steuereinheit wird mit dem Stecker der Zündspule verbunden. Auch das geht nur in einer Stellung. Dabei kommen ... |
|
|||
| * |
ACHTUNG! Verlegen Sie keinesfalls das/die Zündkabel und das/die Kabel der Steuereinheit zusammen in einer gemeinsamen Umhüllung oder anderweitig über eine längere Strecke parallel zueinander. Das führt zu Rückkopplungen und damit Störungen in der Zündung, unter Umständen sogar zur Zerstörung der Steuereinheit. |
||||
|
* |
|
Der neue Regler/Gleichrichter hat einen Kompaktstecker mit 6 Steckmöglichkeiten, von denen eine frei ist (vor November 2007 waren es zwei). Zu dem Regler wird (ab Auslieferung November 2007) ein passendes Gegenstück geliefert in welches nachfolgende Kabel einzuführen sind und die dort einrasten müssen. | |||
|
* |
Die beiden schwarzen Kabel der neuen Lichtmaschine ... |
... kommen auf die Klemmen 1/4 des neuen Gleichrichters (von dort gehen dann auch schwarze Kabel in den Regler hinein). Es ist dabei egal welches Kabel auf welche der beiden Klemmen (1/4) kommt, da hier Wechselstrom eingespeist wird. |
|||
| * | Das neue braune Kabel mit der Ringöse an einer Seite ... |
... verbindet Klemme 3 des Reglers/Gleichrichters (von dort geht auch ein braunes Kabel in den Regler hinein) mit dem Minuspol der Batterie bzw. solider Masse. Achtung, nicht verpolen! |
|||
| * |
Das neue rote Kabel mit der Ringöse an einer Seite ...
|
... verbindet Klemme 5 des Reglers/Gleichrichters (von dort geht auch ein rotes Kabel in den Regler hinein) mit dem Pluspol der Batterie bzw. der Klemme der Sicherungsbox an welche das Stromkabel der alten Lichtmaschine ging (bei deutschen Motorräder: Klemme 51). |
|||
| Stellen Sie sicher, daß zwischen Batterie und Bordnetz eine 16A-Sicherung verwendet wird. Sollte sich eine alte, stärkere Sicherung (wegen der ursprünglichen 6Volt-Anlage) am Zündschloß befinden, ersetzen Sie diese bitte. | |||||
| * |
Das grün/rote Kabel des neuen Reglers an Klemme 6 ...
Hinweis: |
... ist für den Anschluß der Ladekontrolle. Hier wird (so vorhanden) die Kontrollleuchte angeklemmt. Das funktioniert natürlich nur bei Vorhandensein einer Batterie. Wird die Kontrollleuchte dennoch auch ohne Batterie angeklemmt, wird sie bei laufendem Motor halbdunkel leuchten, obwohl Strom erzeugt wird. Kurzum, ohne Batterie bleibt der Anschluß frei. Ebenso wenn keine Leuchte vorhanden ist. |
|||
| * |
Bleibt das blaue (mitunter auch blau/weiße) Kabel der Zündspule - das Ausschaltkabel.
Hinweis: |
Wird es mit Masse verbunden, geht die Zündung aus!
Diese Schaltungsvariante wird durch uns bei Fahrzeugen eingesetzt, die original bereits Magnetzündung (Polrad) hatten und damit auch durch Kurzschluß gegen Masse abschalteten. Diese Fahrzeuge verfügen am Zündschloß über eine Klemme (bei deutschen Fahrzeugen: Klemme 2), welche in Stellung "AUS" gegen Masse geschaltet wird. Mit dieser Klemme wird das blau(/weiß)e Kabel verbunden. Damit geht die Abschaltung der Zündung wie schon zuvor. |
|||
| * |
Das Hochspannungskabel (Zündkabel) ...
Bitte verwenden Sie keine "Nology Superkabel" ("hot wire"). Diese führen bei Powerdynamo Anlagen zu Störungen und können zu Schäden an der Elektronik führen. |
... schrauben Sie in die Zündspule ein und setzen die Gummikappe darüber. Das geht natürlich einfacher, wenn Sie das vor der Montage der Spule am Fahrzeug machen. Bitte benutzen Sie auch das mitgelieferte Zündkabel und kein altes, undefiniertes Kabel. | |||
|
Sie tun sich einen Gefallen, wenn Sie an dieser Stelle Ihrem Motorrad neue Zündkerzen und
neue Kerzenstecker (vorzugsweise mit 0-2kOhm Widerstand) spendieren. Mehr als genug Störungen
lassen sich auf "scheinbar gute" Kabel, Kerzen und Stecker (darunter
nagelneue) zurückführen! Verwenden Sie keine Zündkerzen mit innerem Entstörwiderstand. NGK (z.Bsp.) bietet solche mit "R" ("R" für Resistor) codierte Zündkerzen an. |
|||||
| * |
|
Bei unseren Doppelzündspulen gehen beide Ausgänge an die Zündkerzen
und erst über diese auf Masse.
Der typische Widerstand zwischen den beiden Ausgängen beträgt 6,2kOhm. Beide Kanäle feuern immer gleichzeitig (was übrigens bei sehr vielen Zündsystemen der Fall und bedenkenlos ist). Die Funken haben jedoch auf beiden Seiten jeweils um 180 Grad verschobene Phasen, was bei Messungen mit dem Stroboskop zu berücksichtigen ist. |
|||
| Die Zündung geht nur korrekt wenn beide Kerzen an der Spulen angeschlossen werden. Man kann also nicht mal eine Kerze abziehen um zu testen. Denn jeder Ausgang zieht sich über die Kerze des anderen Ausgangs Masse. Will man wirklich nur eine Seite testen, muss der andere Spulenausgang auf Masse gelegt werden. Dann ist die Schaltung wie bei einer Zündspule mit einem Ausgang (siehe oben). Ist der Stromfluß einer Seite unterbrochen geht entweder gar nichts, oder das System holt sich Masse vom nächstliegenden Punkt. Häufig ist dann Feuerwerk um die Zündspule herum die Folge. Wer wirklich zwei getrennte Ausgänge benötigt muss 2 Einzelspulen verwenden. | |||||
|
* |
Zum Abschluß - vor Einbau der Batterie und vor dem ersten Start - bitte in Ruhe alle Befestigungen und Verkabelungen überprüfen. Denken Sie daran alle Glühlampen von 6 auf 12 Volt zu tauschen. Denken Sie auch daran, daß Sie ab jetzt eine 12V-Batterie benötigen. Die Hupe kann auf 6 Volt bleiben. Sollte das System nicht gleich funktionieren, bitte unsere Fehlersuchseite konsultieren. Als ersten Schritt das blaue Kabel zwischen Relais und Zündspule trennen (Kontakt abziehen), im Ausschaltbereich verstecken sich die meisten Fehler. |
||||
| * |
WICHTIG: Bitte beachten Sie, daß bei einer etwaigen (früheren) Regenerierung
der Kurbelwelle deren Lichtmaschinenzapfen überdreht und damit
kürzer wurde. Dadurch kommt der Rotor tiefer und es kann zu einer
Berührung zwischen Rotor (die Nieten sind der tiefste Punkt) und
Statorspule kommen. Das Ergebnis ist ein zerstörter Stator und damit
Zündausfall. Weitere Info dazu siehe (online) hier! |
||||
|
Wichtige Sicherheits- und Betriebshinweise |
|
|
# |
Beachten Sie die vom Fahrzeughersteller und vom KFZ-Handwerk vorgeschriebenen Sicherheitshinweise und Auflagen. |
|
# |
Zündanlagen erzeugen Hochspannung! Bei unseren Zündspulen bis 40.000 Volt! Das kann bei unvorsichtigem Umgang nicht nur empfindlich schmerzen, sondern vor allem für das Herz auch schädigend sein! Daher stets Sicherheitsabstand zur Elektrode und offenen Hochspannungskabeln halten und beim Test den Kerzenstecker mit einem isolierenden Gegenstand fest auf Masse drücken um die Spannung sicher abzuleiten. |
|
# |
Nach Einbau bitte unbedingt die Halteschrauben des Stators und (wenn vorhanden) des Sensors auf festen Sitz prüfen. Lockern sich die Teile, kommt es zur Zerstörung. Wir ziehen die Schrauben bei der Vormontage nur lose an! |
|
# |
Geben Sie der eben eingebauten Anlage erst einmal die Chance zu zünden, bevor Sie anfangen alles durchzumessen und zu prüfen, ob es auch wirklich geht. Oder noch schlimmer, gleich Veränderungen vornehmen ohne erst einmal die Anlage zum Laufen gebracht zu haben. Unsere Teile sind alle vor Auslieferung geprüft. Sie können ohnehin kaum etwas daran messen. Unterlassen Sie auf jeden Fall ein Vermessen der elektronischen Teile (darunter der Zündspule außer deren Hochspannungsausgang). Sie riskieren die Zerstörung und kommen dennoch nicht zu nutzbaren Ergebnissen! Denken Sie daran, daß es auch am Vergaser und vor allem auch den Kerzensteckern und Zündkerzen (leider auch komplett neuen) liegen kann, wenn der Motor nicht gleich läuft (in der Regel ist nach Lima-Einbau auch dessen Einstellung zu verändern). Wenn die Anlage nicht gleich läuft, prüfen Sie vor allem die Masseverbindungen, ziehen Sie dann zumindest testhalber ein neues Massekabel von unserem Regler direkt zum Motor. |
|
# |
Wenn Sie eine Anlage mit Doppelzündspule haben, beachten Sie einige Besonderheiten dieser Spule. Die Zündung geht nur korrekt wenn beide Kerzen an der Spulen angeschlossen werden. Man kann also nicht mal eine Kerze abziehen um zu testen. Denn jeder Ausgang zieht sich über die Kerze des anderen Masse. Will man wirklich nur eine Seite testen, muss der andere Spulenausgang auf Masse gelegt werden. |
|
# |
Der Funken klassischer Unterbrecheranlagen hat mit ca. 10.000 Volt nur eine geringe Energie und sieht daher gelb und dick aus. Der Funken unserer Anlagen ist ein Hochenergiefunken mit bis zu 40.000 Volt und daher sehr scharf gebündelt und blau, was ihn schlechter sichtbar macht. Zudem wird der Funke erst bei kickstartergetretenen Drehzahlen erzeugt. Ein bloßes Durchdrücken des Kickstarterhebels per Hand bringt keinen Funken. |
|
# |
Am Fahrzeug nie elektrisch schweißen ohne vorher die gesamte Elektronik komplett abgeklemmt zu haben. |
|
# |
Elektronik ist empfindlich auf Verpolung. Prüfen Sie nach Eingriffen in das System stets den richtigen Anschluß der Batterie und die richtige Verkabelung. Verpolung und Kurzschlüsse zerstören den Regler und die Zündspule. In der Regel kommt bei der Verkabelung immer Farbe auf Farbe. Ausnahmen sind in der Anleitung ausdrücklich erwähnt. |
|
# |
Achten Sie bei der Montage des Rotors bitte darauf, die Magneten nicht zu beschädigen. Vermeiden Sie direkte mechanische Einwirkung auf den Rotor. Für den Transport der Lima nie den Stator in den Rotor setzen, unsere Hinweise zum Versand (Verpackung) beachten. |
|
# |
Nutzen Sie keine Kerzenstecker mit einem Widerstand von mehr als 5kOhm. Denken Sie daran, daß Kerzenstecker altern und dabei ihren Widerstand erhöhen. Wenn ein Motor nur im kalten Zustand startet, ist mit sehr großer Sicherheit ein defekter Kerzenstecker die Ursache. Nutzen Sie keine sogenannten zündverstärkenden Kabel (z.B. Nology). |
|
# |
Ölen Sie den Rotor außen leicht ein, er rostet sonst schnell in der aggressiven Umgebung (was nicht schädlich ist, aber unschön aussieht). |
|
# |
Nutzen Sie zum Abziehen des Rotors nie einen Klauenabzieher oder einen Hammer. Dadurch können sich die Magneten lösen. Stets nur einen Einschraubabzieher M27x1.25 (siehe Einbauanleitung). |
|
# |
Wenn ihr Fahrzeug längere Zeit nicht benutzt wird, sollten Sie die Batterie (wenn vorhanden) abklemmen um eine etwaige langsame Entladung über die Dioden des Gleichrichters zu verhindern. Sie werden aber auch bei abgeklemmter Batterie nach längerer Zeit deren Entladung bemerken, das ist normal. |
|
# |
Bitte beachten Sie diese Hinweise, aber lassen Sie
sich zugleich auch nicht verunsichern. Vor Ihnen haben tausende Kunden
unsere Anlagen schon erfolgreich eingebaut. Viel Erfolg und viel Spaß dann beim Fahren! |