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Einbauanleitung für System 13 21 799 RT

Version 27.02.2008

 


WICHTIG:

Lesen Sie unbedingt erst die komplette Anleitung durch bevor Sie mit dem Einbau oder der Veränderung der Teile beginnen.
Beachten Sie die Hinweise auf der Informationsseite zum System. Vergewissern Sie sich, das die dargestellte Konfiguration des Systems tatsächlich auch den Anforderungen Ihres Motors entspricht. Falsche Zündwerte z.B. können dem Motor durchaus schaden und/oder Verletzungen beim Antreten hervorrufen (Rückschlagen des Kickstarters)
Besondere Vorsicht beim ersten Start nach dem Einbau, sollten Sie fehlverhalten feststellen, prüfen und ändern Sie die Zündeinstellung!
Unsere Systeme sind NICHT auf Verwendung mit anderen elektronischen Komponenten wie Zündungen von Drittanbietern, GPS, Handy etc geprüft und können in solchen Teilen unter Umständen Schaden anrichten
Falls Sie keine Fachkenntnisse für den Einbau besitzen, lassen Sie den Einbau bitte von einer Fachkraft oder einer entsprechenden Fachwerkstatt durchführen. Durch unsachgemäßen Einbau kann sowohl das neue System, als auch das Motorrad beschädigt werden oder gar Verletzungen des Fahrers auftreten.
Bevor Sie ein System bestellen überprüfen Sie bitte anhand der Packliste (bzw. des Fotos "Teile im Lieferumfang"), ob der von uns empfohlene Rotorabzieher im Lieferumfang enthalten ist. Wenn nicht, bestellen Sie ihn am Besten gleich mit! (Liste hier!)
Bei Beschädigung des Rotors durch Verwendung anderer (ungeeigneter) Werkzeuge und Hilfsmittel, erlischt der Gewährleistungsanspruch! 
Denken Sie auch an neue Glühlampen, Sicherungen, Hupe, Blinkgeber usw.

Wenn Sie Zugang zum Internet haben, sehen Sie sich diese Dokumentation online an. Dabei können Sie die Bilder durch Anklicken vergrößern und erhalten mehr Information. Systemliste unter: http://www.powerdynamo.biz

 


Prüfen Sie
die Verpackung
und den Rotor!

Der Rotor ist auf Schlageinwirkung (z.B. während des Transports) äußerst empfindlich. Wir packen unsere System daher stets zweifach (Karton in Karton). Sollte das System bei Ihnen über einen Wiederverkäufer einfach verpackt ankommen, informieren Sie uns bitte!
Prüfen Sie in jedem Fall vor Einbau der Einheit unbedingt den Festsitz der Magnete indem Sie mit den Fingern versuchen diese seitlich wegzuschieben.
Nach Stoßeinwirkung könnten einige der eingeklebten Magnete lose geworden sein und sich nur noch durch ihre Magnetkraft halten, was im Betrieb zu ernsten Schäden an der Anlage führen würde.
Gleichzeitig bitte die Magnete des Rotors auf Fremdkörper (z.B. Schrauben oder andere metallische Gegenstände) überprüfen.
Sie werden die folgenden Werkzeuge benötigen:
  • Kreuzschlitzschraubendreher Tip # 1
  • Kreuzschlitzschraubendreher, Tip # 2
  • Innensechskantschlüssel 4mm
  • Innensechskantschlüssel 5mm
  • Schraubenschlüssel 8
  • gekröpfter Ring- oder Steckschlüssel 11
Um den alten Rotor zu lösen benötigen Sie eine Abziehschraube M10x90 (Teil 89 99 026).
Um den neuen Rotor wieder abzuziehen benötigen Sie einen Abzieher M27x1,25 (99 99 799 00 -nicht im Lieferumfang-).

ACHTUNG: Bei Verwendung eines  Klauenabziehers lösen sich die Magnete im Rotor!


Hinweise zur alten Verkabelung:
Die Erfahrung zeigt, daß im Laufe der Zeit an nahezu jedem Motorrad Veränderungen an der Elektrik vorgenommen wurden. Im Ergebnis dessen sind die Kabelfarben, ja selbst elektrische Verbindungen oder Teile als solche oft nicht mehr mit dem Original identisch und können daher von dem, was wir hier beschreiben abweichen. Im Zweifel sehen Sie sich bitte einen Originalschaltplan, z.B auf der Homepage von MZ-B an.

Diese Teile sollten Sie erhalten haben!

Beachten Sie, dass der Spulenkörper nur lose auf der Grundplatte angeschraubt ist, da Sie diesen zur Montage am Kurbelgehäuse nochmals entfernen müssen (Sie bekommen sonst die Befestigungsschrauben nicht montiert).


Stellen Sie sicher, dass Ihre RT fest auf dem Ständer steht, vorzugsweise auf einer erhöhten Montageplattform, und dass Sie guten Zugang zur Lichtmaschinenseite des Motors haben.

Klemmen Sie die Batterie ab und nehmen Sie diese aus dem Motorrad heraus. Verabschieden Sie sich bitte an dieser Stelle von dem guten Stück, denn Sie benötigen ab jetzt eine Batterie 12 Volt oder Sie fahren ganz ohne Batterie. Die Anlage lässt das zu.

Ersetzen Sie an dieser Stelle gleich alle 6 Volt Glühlampen durch 12 Volt Lampen. Die Hupe kann auf 6 Volt bleiben.

Entscheiden Sie sich, welche Methode der Zündabschaltung zu nutzen möchten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, jede mit ihren Vor- und Nachteilen. Wir haben die Relaisoption vormontiert.

 
Relaisoption
(als Standard geliefert)
Vorteil: Diese Option gestattet die Nutzung des Zündschlosses wie gehabt. Es ändert sich nichts in der Bedienung des Motorrades.
Nachteil: Sie können die Anlage nicht ohne Batterie nutzen. (wobei Sie im Notfall durchaus ohne Fahren können, nur die Zündabschaltung dann nicht geht!)
 
Position 5 Option
Vorteil: Das Motorrad kann völlig ohne Batterie gefahren werden. Ein Plus vor allem für Oldtimer, die selten gefahren werden.
Nachteil: Die Zündung ist nicht normal über die Ein/Aus-Stellung des Zündschlosses abschaltbar und das Fahrzeug kann auch ohne Zündschlüssel angekickt werden. Die Abschaltung erfolgt durch kurzzeitiges Schalten des Zündschlosses auf Position 5 (vormals Anschiebeposition).
 
Stoppschaltermethode
Vorteil: Das Motorrad kann ohne Batterie gefahren werden. Es gibt kein Relais welches versagen könnte.
Nachteil: Sie müssen einen zusätzlichen Stoppschalter, vorzugsweise am Lenker anbringen. 
Trick: Man kann den Lichthupenknopf als Killschalter umfunktionieren.

Lösen Sie alle zur alten Lichtmaschine führenden Kabel. Das sind normalerweise:
  • das DF Kabel (schwarz)
  • das D+ Kabel (rot)
  • das Kabel zur Zündspule (grün)
  • das Massekabel (braun)

Entfernen Sie die Lichtmaschine.

 

 

Grafik von http://www.ostmotorrad.de/schaltplaene/


Lösen Sie die zum Regler und zur Zündspule im Schaltkasten gehenden Kabel. Das sind normalerweise:
  • das DF Kabel (schwarz)
  • das D+ Kabel (rot)
  • das Kabel zur Zündspule (grün)
  • das Massekabel (braun)

Entfernen Sie nur diese zwischen Lichtmaschine und Schaltkasten verlaufenden Kabel.

Grafik von http://www.ostmotorrad.de/schaltplaene/


Falls sich am Lichtmaschinensitz rechts oben noch der Arretierstift befindet, entfernen Sie auch diesen bitte (mit einer Zange abziehen oder abschneiden), sonst passt die Lima nicht in das Gehäuse.

 

 

 

(Foto zeigt anderen MZ Motor)


Entfernen Sie die 3 Schrauben, die den Stator auf seiner Grundplatte halten und ziehen Sie ihn etwas von der Platte weg (1cm), so daß Sie Zugang zu den Befestigungslöchern darunter erhalten. Achten Sie darauf, die Lackisolierung der Spulendrähte nicht zu beschädigen.

Identifizieren Sie die für die MZ benötigen Haltelöcher. Es gibt 2 Lochsätze, eines davon für die MZ.

Beachten Sie bitte, daß das Kabel des Stators durch die hier mit "Kabel" markierte Öffnung gehen muss. Geht das Kabel durch die andere Öffnung, stimmt der Zündzeitpunkt nicht und der Motor läuft nicht.


Das Bild zeigt wie der äußeren Stahlring auf der alten Lichtmaschine sitzen muss.

 

 

 

 

 

(Foto zeigt ähnlichen Motor!)


Setzen Sie die Grundplatte (bestehend aus dem äußeren Stahlring und der inneren Aluplatte) wie hier gezeigt auf den Sitz der alten Lichtmaschine. Achten Sie dabei besonders auf die richtige Wahl der Befestigungslöcher (siehe oben). Die Statorspule hängt immer noch locker am Kabel.

 

 

(Foto zeigt anderen MZ Motor)


Setzen Sie die Statorspule wieder auf die Grundplatte. Die Spule muss dort recht hart einrasten. Setzt Sie nur weich auf die Platte auf, ist mit großer Sicherheit ein Kabel darunter eingeklemmt! Stellen Sie sicher, dass der Stator gerade auf der Platte sitzt und keine Kabel eingeklemmt sind - ansonsten kommt es zur Zerstörung der Anlage oder zumindest zu Fehlfunktionen.

Kontrollieren Sie ein letztes Mal ob Sie die Befestigungslöcher entsprechend Ihres Fahrzeugtyps gewählt haben (siehe oberen Abschnitt) und alles korrekt zusammengebaut wurde. Die dicke schwarze Spule muss jetzt in Richtung 5 Uhr zeigen.

Schrauben Sie den Stator wieder mit den 3 Schrauben M4x25 fest.


Bitte nehmen Sie auf keinen Fall mechanische Veränderungen am Motorgehäuse vor. Lassen Sie auch keinesfalls den Stahlring weg, auch wenn Sie kurzzeitig (und garantiert fälschlich) der Meinung sein sollten Sie müssten dies tun, um die Grundplatte aufzusetzen.

Sie sitzen dabei dem Irrtum auf, die Platte ganz auf den Boden setzen zu müssen. Sie muss aber, wie die alte Lima auch, in der weiter oben gelegenen Halterung sitzen.


Stecken sie den Rotor auf die Kurbelwelle. Achten sie auf dessen Arretierung am Paßstift der Kurbelwelle. Prüfen Sie bitte, ob der Rotor auch wirklich fest auf der Welle sitzt. Es kommt vor, daß Paßstifte zu weit hoch stehen und den Sitz behindern. In dem Falle muss der Stift etwas mit der Feile gekürzt werden.

Prüfen Sie zudem, daß der Rotor nach unten zur Grundplatte frei läuft und nicht auf dieser schleift. Verschrauben sie den Rotor mit der Schraube M7x40 sicher. Vergessen sie bitte nicht die Unterlegscheibe. Zum erneuten Lösen des Rotors verwenden Sie einen Abzieher M27x1,25.


Entscheiden Sie, wo Sie die neue Zündspule anbringen wollen.
Die einfachste Lösung

ist die Anbringung der Zündspule an einer Halteklammer oder mit Kabelbindern am Rahmenrohr unter dem Tank.

Zur Wahrung der Optik kann man ein totes Zündkabel aus dem Spulenkasten nach oben unter den Tank führen. Von dort geht dann das aktive Zündkabel wieder herunter zur Kerze. Wenn man sich nicht tief bückt um unter den Tank zu sehen sieht man nichts von der Veränderung.

Die elegantere, aber etwas aufwendige und fummelige Lösung

ist die Unterbringung der neuen Zündspule im Spulenkasten. Aufwendig deshalb, weil sowohl das Innenleben des Spulenkastens, als auch die neue Zündspule modifiziert werden müssen. Wir empfehlen daher die Anbringung der Spule unter dem Tank. Zur Lösung im Spulenkasten finden Sie Hinweise weiter unten in dieser Anleitung.

(Foto zeigt die Lösung ohne Zündschloß)


An die neue Zündspule kommen die Kabel rot, weiß sowie das braune Massekabel aus der neuen Lima und das blaue Ausschaltkabel.

Batterieplus bleibt an Klemme 30, dorthin (oder direkt an die Batterie) geht das rote Kabel des neuen Reglers.

An dem Massepunkt kommt das braune Kabel vom Regler bzw. Minus der Batterie und das braune direkt auf den Minuspol dieser.


Befestigen Sie den Regler/Gleichrichter und das Relais an einem geeigneten Ort, z.B. neben der Batterie im Seitenkasten.

Die folgenden Schritte sind je nach Ausschaltmethode verschieden.
Sehen Sie sich zunächst die Klemmbelegung des originalen Hauptschalters im Spulenkasten an

Relais und Killschaltermethode
D+: die Klemme bleibt frei, es gehen keine Kabel dorthin
30: Batterie und Verbindung zum neuen Regler (rotes Kabel)
54: Bremslicht, Hupe und Plus für Ladekontrolllampe und Leerlaufanzeige sowie Relais (wenn montiert) 
56: Hauptlicht
58: Standlicht vorn und hinten
57: nicht belegt
Position 5 Methode
D+: an die Klemme wird als einziges Kabel das blaue Kabel der neuen Zündspule gelegt.
30: Batterie und Verbindung zum neuen Regler (rotes Kabel)
54: Bremslicht, Hupe und Plus für Ladekontrolllampe und Leerlaufanzeige 
56: Hauptlicht
58: Standlicht vorn und hinten
57: nicht belegt

Achtung: Wenn die Leerganganzeigebirne defekt ist, geht die Zündausschaltung nicht, man kann sich dann behelfen, indem zugleich die Hinterradbremse betätigt wird.


Hinweise zum Einbau der Zündspule in den Spulenkasten

Man kann (in Abhängigkeit von der Qualität des im Schaltkasten vorgefundenen Materiales und der Bereitschaft und Möglichkeit Zeit und Fummelei zu investieren) zweierlei im Schaltkasten tun:

# den Kasten ganz leeren und nur die Zündspule einbauen oder
# aus dem Kasten nur die alte Zündspule und den Regler entfernen und den Schalter belassen

Zum Einbau der Zündspule in den Spulenkasten werden zunächst die originale Zündspule, der Regler und das Zündschloß aus dem Spulenkasten entfernen. Vorsicht dabei, die Drehtrommel des Zündschloß ist federbelastet und läst sich schwer wieder einbauen. Dann den Spulenkasten abbauen und die originale Zündkabeldurchführung aufbohren. Spulenkasten wieder anbauen, vom Zündschloß die Klemmleiste absägen (das Loch für die Befestigungsschraube aber dranlassen).

Des weiteren wäre die neue Zündspule zu ändern. Das Halteblech der Spule ist zu entfernen und mit Blech und Schrauben eine magnetisch aktive Befestigung der Zündspule im Spulenkasten herzustellen.


Verbinden Sie die Kabel wie im Schaltplan 71ir12 angegeben, also:

*

Um den Kabeldurchgang durch enge Öffnungen zu erleichtern bzw. erst zu ermöglichen, wurde der Stecker des zur neuen Zündspule führende Kabels von der neuen Lichtmaschine noch nicht auf die Kontaktfahnen am Kabelende gesteckt. Sie sollten den Stecker erst befestigen, wenn das Kabel endgültig durch die Motoröffnung geführt wurde. Dazu ...

... nehmen Sie den weiblichen Stecker der Zündspule mit den Kabelfarben rot und weiß.

Stecken Sie die lose mitgelieferte 2er-Steckerhülse auf diesen Stecker und führen Sie die losen Kabel der Lichtmaschine (rot und weiß) mit den Kontaktfahnen hinten in den Stecker ein. Achten Sie darauf, daß die Steckerfahnen in dem Steckergehäuse einrasten. Dabei ist strikt auf die korrekte Position dieser Kabel im Stecker zu achten:

  • weiß kommt auf weiß
  • rot auf rot

Wenn Sie die Kabel wieder aus dem Steckergehäuse entfernen möchten (oder müssen), verwenden Sie am besten eine aufgebogene Büroklammer und drücken mit dieser die Widerhaken der Kontaktfahnen zur Seite, so das sich die Stecker lösen lassen.

Das braune Kabel aus der Lichtmaschine mit der Ringöse wird an der Zündspule auf deren Masse (Haltebügel) geschraubt. Ohne diese Verbindung geht die Anlage nicht! Bitte verlassen Sie sich nicht auf die Masse des Rahmens. Hier verhindern Farbe, Schmutz und Ölreste oft einen guten Massekontakt der Spule.

*

Der neue Regler/Gleichrichter hat einen Kompaktstecker mit 6 Steckmöglichkeiten, von denen eine frei ist (vor November 2007 waren es zwei). Zu dem Regler wird (ab Auslieferung November 2007) ein passendes Gegenstück geliefert in welches nachfolgende Kabel einzuführen sind und die dort einrasten müssen.

*

Die beiden schwarzen Kabel der neuen Lichtmaschine ...

... kommen auf die Klemmen 1/4 des neuen Gleichrichters (von dort gehen dann auch schwarze Kabel in den Regler hinein). Es ist dabei egal welches Kabel auf welche der beiden Klemmen (1/4) kommt, da hier Wechselstrom eingespeist wird.

* Das neue braune Kabel mit der Ringöse an einer Seite ...

... verbindet Klemme 3 des Reglers/Gleichrichters (von dort geht auch ein braunes Kabel in den Regler hinein) mit dem Minuspol der Batterie bzw. solider Masse. Achtung, nicht verpolen! 

*

Das neue rote Kabel mit der Ringöse an einer Seite ...

 

... verbindet Klemme 5 des Reglers/Gleichrichters (von dort geht auch ein rotes Kabel in den Regler hinein) mit dem Pluspol der Batterie bzw. der Klemme der Sicherungsbox an welche das Stromkabel der alten Lichtmaschine ging (bei deutschen Motorräder: Klemme 51).

Stellen Sie sicher, daß zwischen Batterie und Bordnetz eine 8A-Sicherung verwendet wird. Sollte sich eine alte, stärkere Sicherung (wegen der ursprünglichen 6Volt-Anlage) am Zündschloß befinden, ersetzen Sie diese bitte.

*

Das grün/rote Kabel des neuen Reglers an Klemme 6 ...

Hinweis:
Bei vor November 2007 ausgelieferten Reglern hatte dieses Kabel einen separaten Stecker.

... ist für den Anschluß der Ladekontrolle. Hier wird (so vorhanden) die Kontrollleuchte angeklemmt. Das funktioniert natürlich nur bei Vorhandensein einer Batterie. Wird die Kontrollleuchte dennoch auch ohne Batterie angeklemmt, wird sie bei laufendem Motor halbdunkel leuchten, obwohl Strom erzeugt wird. Kurzum, ohne Batterie bleibt der Anschluß frei. Ebenso wenn keine Leuchte vorhanden ist.

*

Bleibt das blaue (mitunter auch blau/weiße) Kabel der Zündspule - das Ausschaltkabel.

 

Wird es mit Masse verbunden,
geht die Zündung aus!

Hinweis:
Bei Zündungsstörungen als erstes dieses Kabel abklemmen (Stecker ziehen). Meist geht die Fahrt dann weiter (näheres siehe Technische Hilfe)!

Abschaltung über extra Ausschalter:
Das Relais wird nicht montiert. Das blau(/weiß)e Kabel der Zündspule wird mit einem gegen Masse schaltenden Ausschalter (z.B. ein am Lenker zu befestigender Tastknopf) verbunden. Weitere Hinweise in der Information zur Abschaltung. Alternativ können Sie ein gegen Masse ausschaltendes Zündschloß einsetzen.
Abschaltung über Position 5 (Anschiebeposition Zündschalter, so vorhanden):
Das blaue Ausschaltkabel der Zündspule wird mit Klemme 61 (Klemme normal für Ladekontrolle) verbunden. Alle früher zu dieser Klemme gehenden Kabel, auch zur Ladkontrollbirne sind dabei zu trennen (oder Birne entfernen).  Die Zündung wird ausgeschaltet indem auf Stellung 5 geschaltet wird bis der Motor zum Stillstand gekommen ist. Was passiert ist, das in Pos 5 über Klemme 61 zu Klemme 15 geschaltet wird an der sich Verbraucher gegen Masse befinden (zumindest die Leergangkontrolle) über die sich die Zündspule die zum Ausschalten benötigte Masse holt.
Batterievariante:
Klemmen Sie das braune Kabel des Relais mit der Ringöse auf Masse. Führen Sie das längere schwarze Kabel des Relais zu einer in Position "Ein" Strom führenden Klemme des Hauptschalters (Zündschloß; bei deutschen Motorrädern: Klemme 15 oder 54).
Verbinden Sie das blaue (von Klemme 30 des Relais kommende) Kabel mit dem blau(/weiß)en der Zündspule. Dieses Kabel wäre im Notfall eines Batterieversagens unterwegs abzuziehen, um weiterfahren zu können. (Der Motor lässt sich dann aber nicht abschalten!)
Relaisbelegung
(wenn diese Option genutzt wird):

Das braune Kabel  mit der Ringöse von Klemmen 87a und 86 kommt auf Masse.

Das schwarze von Klemme 85 geht an das Zündschloß (stromführende Klemme bei "Ein").

* Das Hochspannungskabel (Zündkabel) ...

Bitte verwenden Sie keine "Nology Superkabel" ("hot wire"). Diese führen bei Powerdynamo Anlagen zu Störungen und können zu Schäden an der Elektronik führen.

... schrauben Sie in die Zündspule ein und setzen die Gummikappe darüber. Das geht natürlich einfacher, wenn Sie das vor der Montage der Spule am Fahrzeug machen. Bitte benutzen Sie auch das mitgelieferte Zündkabel und kein altes, undefiniertes Kabel.
Sie tun sich einen Gefallen, wenn Sie an dieser Stelle Ihrem Motorrad neue Zündkerzen und neue Kerzenstecker (vorzugsweise mit 0-2kOhm Widerstand) spendieren. Mehr als genug Störungen lassen sich auf "scheinbar gute" Kabel, Kerzen und Stecker (darunter nagelneue) zurückführen!
Verwenden Sie keine Zündkerzen mit innerem Entstörwiderstand. NGK (z.Bsp.) bietet solche mit "R" ("R" für Resistor) codierte Zündkerzen an.

*

Zum Abschluß - vor Einbau der Batterie und vor dem ersten Start - bitte in Ruhe alle Befestigungen und Verkabelungen überprüfen. Denken Sie daran alle Glühlampen von 6 auf 12 Volt zu tauschen. Denken Sie auch daran, daß Sie ab jetzt eine 12V-Batterie benötigen. Die Hupe kann auf 6 Volt bleiben.

Sollte das System nicht gleich funktionieren, bitte unsere Fehlersuchseite konsultieren. Als ersten Schritt das blaue Kabel zwischen Relais und Zündspule trennen (Kontakt abziehen), im Ausschaltbereich verstecken sich die meisten Fehler. 

* WICHTIG: Bitte beachten Sie, daß bei einer etwaigen (früheren) Regenerierung der Kurbelwelle deren Lichtmaschinenzapfen überdreht und damit kürzer wurde. Dadurch kommt der Rotor tiefer und es kann zu einer Berührung zwischen Rotor (die Nieten sind der tiefste Punkt) und Statorspule kommen. Das Ergebnis ist ein zerstörter Stator und damit Zündausfall.
Weitere Info dazu siehe (online) hier!
 

Wichtige Sicherheits- und Betriebshinweise

#

Beachten Sie die vom Fahrzeughersteller und vom KFZ-Handwerk vorgeschriebenen Sicherheitshinweise und Auflagen.

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Zündanlagen erzeugen Hochspannung! Bei unseren Zündspulen bis 40.000 Volt! Das kann bei unvorsichtigem Umgang nicht nur empfindlich schmerzen, sondern vor allem für das Herz auch schädigend sein! Daher stets Sicherheitsabstand zur Elektrode und offenen Hochspannungskabeln halten und beim Test den Kerzenstecker mit einem isolierenden Gegenstand fest auf Masse drücken um die Spannung sicher abzuleiten.

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Nach Einbau bitte unbedingt die Halteschrauben des Stators und (wenn vorhanden) des Sensors auf festen Sitz prüfen. Lockern sich die Teile, kommt es zur Zerstörung. Wir ziehen die Schrauben bei der Vormontage nur lose an!

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Geben Sie der eben eingebauten Anlage erst einmal die Chance zu zünden, bevor Sie anfangen alles durchzumessen und zu prüfen, ob es auch wirklich geht. Oder noch schlimmer, gleich Veränderungen vornehmen ohne erst einmal die Anlage zum Laufen gebracht zu haben. Unsere Teile sind alle vor Auslieferung geprüft. Sie können ohnehin kaum etwas daran messen. Unterlassen Sie auf jeden Fall ein Vermessen der elektronischen Teile (darunter der Zündspule außer deren Hochspannungsausgang). Sie riskieren die Zerstörung und kommen dennoch nicht zu nutzbaren Ergebnissen! Denken Sie daran, daß es auch am Vergaser und vor allem auch den Kerzensteckern und Zündkerzen (leider auch komplett neuen) liegen kann, wenn der Motor nicht gleich läuft (in der Regel ist nach Lima-Einbau auch dessen Einstellung zu verändern). Wenn die Anlage nicht gleich läuft, prüfen Sie vor allem die Masseverbindungen, ziehen Sie dann zumindest testhalber ein neues Massekabel von unserem Regler direkt zum Motor.

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Wenn Sie eine Anlage mit Doppelzündspule haben, beachten Sie einige Besonderheiten dieser Spule. Die Zündung geht nur korrekt wenn beide Kerzen an der Spulen angeschlossen werden. Man kann also nicht mal eine Kerze abziehen um zu testen. Denn jeder Ausgang zieht sich über die Kerze des anderen Masse. Will man wirklich nur eine Seite testen, muss der andere Spulenausgang auf Masse gelegt werden.

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Der Funken klassischer Unterbrecheranlagen hat mit ca. 10.000 Volt nur eine geringe Energie und sieht daher gelb und dick aus. Der Funken unserer Anlagen ist ein Hochenergiefunken mit bis zu 40.000 Volt und daher sehr scharf gebündelt und blau, was ihn schlechter sichtbar macht. Zudem wird der Funke erst bei kickstartergetretenen Drehzahlen erzeugt. Ein bloßes Durchdrücken des Kickstarterhebels per Hand bringt keinen Funken.

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Am Fahrzeug nie elektrisch schweißen ohne vorher die gesamte Elektronik komplett abgeklemmt zu haben.

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Elektronik ist empfindlich auf Verpolung. Prüfen Sie nach Eingriffen in das System stets den richtigen Anschluß der Batterie und die richtige Verkabelung. Verpolung und Kurzschlüsse zerstören den Regler und die Zündspule. In der Regel kommt bei der Verkabelung immer Farbe auf Farbe. Ausnahmen sind in der Anleitung ausdrücklich erwähnt.

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Achten Sie bei der Montage des Rotors bitte darauf, die Magneten nicht zu beschädigen. Vermeiden Sie direkte mechanische Einwirkung auf den Rotor. Für den Transport der Lima nie den Stator in den Rotor setzen, unsere Hinweise zum Versand (Verpackung) beachten.

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Nutzen Sie keine Kerzenstecker mit einem Widerstand von mehr als 5kOhm. Denken Sie daran, daß Kerzenstecker altern und dabei ihren Widerstand erhöhen. Wenn ein Motor nur im kalten Zustand startet, ist mit sehr großer Sicherheit ein defekter Kerzenstecker die Ursache. Nutzen Sie keine sogenannten zündverstärkenden Kabel (z.B. Nology).

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Ölen Sie den Rotor außen leicht ein, er rostet sonst schnell in der aggressiven Umgebung (was nicht schädlich ist, aber unschön aussieht).

#

Nutzen Sie zum Abziehen des Rotors nie einen Klauenabzieher oder einen Hammer. Dadurch können sich die Magneten lösen. Stets nur einen Einschraubabzieher M27x1.25 (siehe Einbauanleitung).

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Wenn ihr Fahrzeug längere Zeit nicht benutzt wird, sollten Sie die Batterie (wenn vorhanden) abklemmen um eine etwaige langsame Entladung über die Dioden des Gleichrichters zu verhindern. Sie werden aber auch bei abgeklemmter Batterie nach längerer Zeit deren Entladung bemerken, das ist normal.

#

Bitte beachten Sie diese Hinweise, aber lassen Sie sich zugleich auch nicht verunsichern. Vor Ihnen haben tausende Kunden unsere Anlagen schon erfolgreich eingebaut.
Viel Erfolg und viel Spaß dann beim Fahren!