|
|
Powerdynamo bringt Ihrem Oldtimer Motorrad |
|
|||
| Einbauanleitung für System 71 32 799 00 |
Version 16.10.2007 |
|
|
Lesen Sie unbedingt erst die komplette
Anleitung durch bevor Sie mit dem Einbau oder der Veränderung der Teile
beginnen. Beachten Sie die Hinweise auf der Informationsseite zum System. Vergewissern Sie sich, das die dargestellte Konfiguration des Systems tatsächlich auch den Anforderungen Ihres Motors entspricht. Falsche Zündwerte z.B. können dem Motor durchaus schaden und/oder Verletzungen beim Antreten hervorrufen (Rückschlagen des Kickstarters) Besondere Vorsicht beim ersten Start nach dem Einbau, sollten Sie fehlverhalten feststellen, prüfen und ändern Sie die Zündeinstellung! Unsere Systeme sind NICHT auf Verwendung mit anderen elektronischen Komponenten wie Zündungen von Drittanbietern, GPS, Handy etc geprüft und können in solchen Teilen unter Umständen Schaden anrichten |
| Falls Sie keine Fachkenntnisse für den Einbau besitzen, lassen Sie den Einbau bitte von einer Fachkraft oder einer entsprechenden Fachwerkstatt durchführen. Durch unsachgemäßen Einbau kann sowohl das neue System, als auch das Motorrad beschädigt werden oder gar Verletzungen des Fahrers auftreten. | |
| Bevor Sie ein System bestellen überprüfen Sie bitte anhand der Packliste (bzw. des Fotos
"Teile im Lieferumfang"), ob der von uns empfohlene
Rotorabzieher im Lieferumfang enthalten ist. Wenn nicht, bestellen Sie ihn
am Besten gleich mit! (Liste hier!) Bei Beschädigung des Rotors durch Verwendung anderer (ungeeigneter) Werkzeuge und Hilfsmittel, erlischt der Gewährleistungsanspruch! Denken Sie auch an neue Glühlampen, Sicherungen, Hupe, Blinkgeber usw. |
|
| Wenn Sie Zugang zum Internet haben, sehen Sie sich diese Dokumentation online an. Dabei können Sie die Bilder durch Anklicken vergrößern und erhalten mehr Information. Systemliste unter: http://www.powerdynamo.biz | |
| Der Rotor ist auf Schlageinwirkung (z.B. während des Transports) äußerst empfindlich. Wir packen unsere System daher stets zweifach (Karton in Karton). Sollte das System bei Ihnen über einen Wiederverkäufer einfach verpackt ankommen, informieren Sie uns bitte! | |
| Prüfen Sie in jedem Fall vor Einbau der Einheit unbedingt den Festsitz der Magnete indem Sie
mit den Fingern versuchen diese seitlich wegzuschieben. Nach Stoßeinwirkung könnten einige der eingeklebten Magnete lose geworden sein und sich nur noch durch ihre Magnetkraft halten, was im Betrieb zu ernsten Schäden an der Anlage führen würde. Gleichzeitig bitte die Magnete des Rotors auf Fremdkörper (z.B. Schrauben oder andere metallische Gegenstände) überprüfen. |
![]() |
Sie werden die folgenden
Werkzeuge benötigen:
|
![]() |
Um den alten Rotor zu lösen benötigen
Sie eine Abziehschraube M10x90 (Teil 89 99 026). |
![]() |
Um den neuen Rotor wieder abzuziehen benötigen Sie einen Abzieher M27x1,25
(Teil 99 99 799 00).
ACHTUNG: bei Verwendung eines Klauenabziehers lösen sich die Magnete im Rotor! |
|
|
|
| Anmerkungen zur Verkabelung:
Erfahrungen zeigen, daß im laufe der Jahre fast an jedem Motorrad Veränderungen vorgenommen wurden. Daraus folgt, daß Kabelfarben und Kabel an sich von den hier beschriebenen abweichen können. Im Zweifelsfalle ziehen Sie bitte die Originalschaltpläne zu Hilfe! |
|
|
|
|
![]() |
Sie haben folgende Teile erhalten Beachten Sie, dass der Spulenkörper nur lose auf der Grundplatte angeschraubt ist, da Sie diesen zur Montage am Kurbelgehäuse nochmals entfernen müssen. (Sie bekommen sonst die Befestigungsschrauben nicht montiert). |
|
|
|
| Stellen Sie sicher, dass Ihre ISH fest auf dem Ständer
steht, vorzugsweise auf einer erhöhten Montageplattform, und dass Sie
guten Zugang zur Lichtmaschinenseite des Motors haben. Klemmen Sie die Batterie ab und nehmen Sie diese aus dem Motorrad heraus. Verabschieden Sie sich bitte an dieser Stelle von dem guten Stück, denn Sie benötigen ab jetzt eine Batterie 12 Volt oder Sie fahren ganz ohne Batterie. Die Anlage lässt das zu. Ersetzen Sie an dieser Stelle gleich alle 6 Volt Glühlampen durch 12 Volt Lampen. Die Hupe kann auf 6 Volt bleiben. Entscheiden Sie sich, welche Methode der Zündabschaltung Sie nutzen möchten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, jede mit ihren Vor- und Nachteilen. Wir haben die Relaisoption vormontiert. |
|
|
|
|
|
Relaisoption (als Standard geliefert) Vorteil: Diese Option gestattet die Nutzung des Zündschlosses wie gehabt. Es ändert sich nichts in der Bedienung des Motorrades. Nachteil: Sie können die Anlage nicht ohne Batterie nutzen. (wobei Sie im Notfall durchaus ohne Fahren können, nur die Zündabschaltung dann nicht geht!) |
|
|
Position 5 Option Vorteil: Das Motorrad kann völlig ohne Batterie gefahren werden. Ein Plus vor allem für Oldtimer, die selten gefahren werden. Nachteil: Die Zündung ist nicht normal über die Ein/Aus-Stellung des Zündschlosses abschaltbar und das Fahrzeug kann auch ohne Zündschlüssel angekickt werden. Die Abschaltung erfolgt durch kurzzeitiges Schalten des Zündschlosses auf Position 5 (vormals Anschiebeposition). |
|
|
Stoppschaltermethode Vorteil: Das Motorrad kann ohne Batterie gefahren werden. Es gibt kein Relais welches versagen könnte. Nachteil: Sie müssen einen zusätzlichen Stoppschalter, vorzugsweise am Lenker anbringen. Trick: Man kann den Lichthupenknopf als Killschalter umfunktionieren. |
|
|
|
|
| Entscheiden Sie, wo Sie die neue Zündspule anbringen wollen. | |
|
Die einfachste Lösung ist die Anbringung der Zündspule an einer Halteklammer oder mit Kabelbindern am Rahmenrohr unter dem Tank. Zur Wahrung der Optik kann man ein totes Zündkabel aus dem Spulenkasten nach oben unter den Tank führen. Von dort geht dann das aktive Zündkabel wieder herunter zur Kerze. Wenn man sich nicht tief bückt um unter den Tank zu sehen sieht man nichts von der Veränderung. |
![]()
|
Die elegantere, aber etwas aufwendige und fummelige Lösung ist die Unterbringung der neuen Zündspule im Spulenkasten. Aufwendig deshalb, weil sowohl das Innenleben des Spulenkastens, als auch die neue Zündspule modifiziert werden müssen. Wir empfehlen daher die Anbringung der Spule unter dem Tank. Zur Lösung im Spulenkasten finden Sie Hinweise weiter unten in dieser Anleitung. (Foto zeigt die Lösung ohne Zündschloß) |
|
|
|
![]() |
Lösen Sie alle zur alten Lichtmaschine, Regler und Zündspule führenden Kabel. Anschließen entfernen Sie bitte diese Teile. |
|
|
|
![]() |
Nehmen Sie die Paßfeder auf dem Konus der Kurbelwelle mit einer Zange ab.
Sie wird nicht mehr benötigt. Bitte nicht vergessen, sonst müssen Sie
die Lima später noch einmal herausnehmen. (Das Bild zeigt einen ähnlichen Motor!) |
|
|
|
|
Schauen Sie sich die Stator-Grundplatte an. Dort befindet sich links von
der "Kabel"-Durchführung eine kleine Kerbe
("Markierung") auf dem Außenumfang.
Dies ist eine Zündmarkierung. Wichtig: Wenn das Statorkabel nicht durch die (nur auf unserem Bild) mit "Kabel" gekennzeichnete Öffnung geführt wird, ist die Zündung falsch eingestellt und der Motor läuft nicht! |
|
|
|
![]() |
Entfernen Sie die 3 Schrauben, die den
Stator auf seiner Grundplatte halten und ziehen Sie ihn etwas von der
Platte weg (1cm), so daß Sie Zugang zu den Befestigungslöchern darunter
erhalten. Achten Sie darauf, die Lackisolierung der Spulendrähte nicht zu
beschädigen. Befestigen Sie die neue Stator-Einheit (äußeren Stahl- und inneren Aluminiumring) im Motorgehäuse mit den beiden M5 Senkkopfschrauben. Die Statorspule hängt lose am Kabelbaum herunter. Es ist egal, welche Befestigungslöcher Sie benutzen, solange das Kabel durch die, wie oben beschriebe, entsprechende Öffnung geführt wird (die Öffnung neben der Kerb-Markierung). |
|
|
|
![]() |
Wenn die Einheit angeschraubt ist, setzen
Sie den Stator darauf. Achten Sie genau darauf keine Kabel darunter
einzuklemmen. Weiterhin muß die Spule flach (eben) im Motor sitzen, das
ist schwer zu sehen. Am besten die Spule leicht runterdrücken und gleichzeitig das Kabel von hinten (Zündspulenöffnung), Stück für Stück, ziehen. Am Ende sollte die Spule mit einem hörbaren klicken aufsetzen. Wenn nicht, ist garantiert ein Kabel darunter eingeklemmt. Befestigung der Statorspule mittels der drei M4 Schrauben. |
|
|
|
![]() |
Bitte nehmen Sie auf keinen Fall
mechanische Veränderungen am Motorgehäuse vor. Lassen Sie auch
keinesfalls den Stahlring weg, auch wenn Sie kurzzeitig (und
garantiert fälschlich) der Meinung sein sollten Sie müssten dies tun, um
die Grundplatte aufzusetzen. Sie sitzen dabei dem Irrtum auf, die Platte ganz auf den Boden setzen zu müssen. Sie muss aber, wie die alte Lima auch, in der weiter oben gelegenen Halterung sitzen. |
|
|
|
![]() |
Schauen Sie sich den neuen Rotor an. Sie finden auf seinem Außenumfang eine kleine eingepreßte Linie, auch eine Zündmarkierung. Sie ist zwar dauerhaft, aber schlecht sichtbar. Es ist von Vorteil sie mit einem Textmarker (o.ä.) zu verdeutlichen. |
|
|
|
Z-Pkz
= Zündzeitpunkt(hier ungefähr 3,5mm vor OT) |
Entfernen Sie die Zündkerze und bringen
Sie den Kolben in Zündposition, hier ungefähr 3,5mm vor oberen
Totpunkt (OT).
Um das besser kontrollieren zu können, schalten Sie in den 4. Gang und benutzen das Hinterrad zum Drehen des Motors. Alternativ dazu können Sie auch den lose auf die Kurbelwelle aufgesetzten Rotor zum Drehen des Motors benutzen. Entfernen Sie den Rotor wieder, ohne die Kurbelwellen-Zündposition zu verändern. |
|
|
|
![]() |
Mit dem Motor in Zündposition setzen Sie den Rotor wieder vorsichtig auf. Dabei müssen jetzt die beiden Zündmarkierung (auf Rotor und Stator-Grundplatte) übereinander stehen. Beim festziehen der Rotorschraube müssen Sie darauf achten, daß weder der Rotor noch die Kurbelwelle bewegt werden. Ansonsten ist die Zündung verstellt und Sie müssen den gesamten Vorgang der Rotorinstallation wiederholen. |
|
|
|
![]() |
Danach können Sie die Zündkerze wieder einschrauben. Wenn Sie das Hinterrad zum Drehen benutzt haben, stellen Sie wieder den Leerlauf ein. Um den neuen Rotor wieder abzuziehen benötigen Sie einen Abzieher M27x1,25 (Teil 99 99 799 00). |
|
|
|
|
Hinweise zum Einbau der Zündspule in
den Spulenkasten Zum Einbau der Zündspule in
den Spulenkasten werden zunächst die originale Zündspule, der Regler und
das Zündschloß aus dem Spulenkasten entfernen. Vorsicht dabei, die
Drehtrommel des Zündschloß ist federbelastet und läst sich schwer
wieder einbauen. Dann den Spulenkasten abbauen und die originale Zündkabeldurchführung
aufbohren. Spulenkasten wieder anbauen, vom Zündschloß die Klemmleiste
absägen (das Loch für die Befestigungsschraube aber dranlassen). |
|
|
An die neue Zündspule kommen die Kabel rot, weiß sowie das braune
Massekabel aus der neuen Lima und das blaue Ausschaltkabel. Batterieplus bleibt an Klemme 30, dorthin (oder direkt an die Batterie) geht das rote Kabel des neuen Reglers. An dem Massepunkt kommt das braune Kabel vom Regler bzw. Minus der Batterie und das braune direkt auf den Minuspol dieser. |
|
|
|
| Die folgenden Schritte sind je nach Ausschaltmethode
verschieden. Sehen Sie sich zunächst die Klemmbelegung des originalen Hauptschalters im Spulenkasten an ![]() |
|
| Relais und Killschaltermethode | |
| D+: die Klemme bleibt frei, es gehen keine
Kabel dorthin 30: Batterie und Verbindung zum neuen Regler (rotes Kabel) 54: Bremslicht, Hupe und Plus für Ladekontrolllampe und Leerlaufanzeige sowie Relais (wenn montiert) 56: Hauptlicht 58: Standlicht vorn und hinten 57: nicht belegt |
|
| Position 5 Methode | |
| D+: an die Klemme wird als einziges Kabel das
blaue Kabel der neuen Zündspule gelegt. 30: Batterie und Verbindung zum neuen Regler (rotes Kabel) 54: Bremslicht, Hupe und Plus für Ladekontrolllampe und Leerlaufanzeige 56: Hauptlicht 58: Standlicht vorn und hinten 57: nicht belegt Achtung: Wenn die Leerganganzeigebirne defekt ist, geht die Zündausschaltung nicht, man kann sich dann behelfen, indem zugleich die Hinterradbremse betätigt wird. |
|
|
|
|
|
Verbinden Sie die Kabel wie im Schaltplan 71ir12 angegeben, also: |
||||
|
* |
Um den Kabeldurchgang durch enge Öffnungen zu erleichtern bzw. erst zu ermöglichen, wurde der Stecker des zur neuen Zündspule führende Kabels von der neuen Lichtmaschine noch nicht auf die Kontaktfahnen am Kabelende gesteckt. Sie sollten den Stecker erst befestigen, wenn das Kabel endgültig durch die Motoröffnung geführt wurde. Dazu ... | |||
|
... nehmen Sie den weiblichen Stecker der Zündspule mit den Kabelfarben
rot und weiß.
Stecken Sie die lose mitgelieferte 2er-Steckerhülse auf diesen Stecker und führen Sie die losen Kabel der Lichtmaschine (rot und weiß) mit den Kontaktfahnen hinten in den Stecker ein. Achten Sie darauf, daß die Steckerfahnen in dem Steckergehäuse einrasten. Dabei ist strikt auf die korrekte Position dieser Kabel im Stecker zu achten:
|
||||
|
Wenn Sie die Kabel wieder aus dem Steckergehäuse entfernen möchten (oder müssen), verwenden Sie am besten eine aufgebogene Büroklammer und drücken mit dieser die Widerhaken der Kontaktfahnen zur Seite, so das sich die Stecker lösen lassen. |
||||
|
Das braune Kabel aus der Lichtmaschine mit der Ringöse wird an der Zündspule auf deren Masse (Haltebügel) geschraubt. Ohne diese Verbindung geht die Anlage nicht! Bitte verlassen Sie sich nicht auf die Masse des Rahmens. Hier verhindern Farbe, Schmutz und Ölreste oft einen guten Massekontakt der Spule. |
||||
|
* |
|
Der neue Regler/Gleichrichter hat einen Kompaktstecker mit 6 Steckmöglichkeiten, von denen eine frei ist (vor November 2007 waren es zwei). Zu dem Regler wird (ab Auslieferung November 2007) ein passendes Gegenstück geliefert in welches nachfolgende Kabel einzuführen sind und die dort einrasten müssen. | ||
|
* |
Die beiden schwarzen Kabel der neuen Lichtmaschine ... |
... kommen auf die Klemmen 1/4 des neuen Gleichrichters (von dort gehen dann auch schwarze Kabel in den Regler hinein). Es ist dabei egal welches Kabel auf welche der beiden Klemmen (1/4) kommt, da hier Wechselstrom eingespeist wird. |
||
| * | Das neue braune Kabel mit der Ringöse an einer Seite ... |
... verbindet Klemme 3 des Reglers/Gleichrichters (von dort geht auch ein braunes Kabel in den Regler hinein) mit dem Minuspol der Batterie bzw. solider Masse. Achtung, nicht verpolen! |
||
| * |
Das neue rote Kabel mit der Ringöse an einer Seite ...
|
... verbindet Klemme 5 des Reglers/Gleichrichters (von dort geht auch ein rotes Kabel in den Regler hinein) mit dem Pluspol der Batterie bzw. der Klemme der Sicherungsbox an welche das Stromkabel der alten Lichtmaschine ging (bei deutschen Motorräder: Klemme 51). |
||
| Stellen Sie sicher, daß zwischen Batterie und Bordnetz eine 8A-Sicherung verwendet wird. Sollte sich eine alte, stärkere Sicherung (wegen der ursprünglichen 6Volt-Anlage) am Zündschloß befinden, ersetzen Sie diese bitte. | ||||
|
* |
Das grün/rote Kabel des
neuen Reglers an Klemme 6 ... Hinweis: |
... ist für den Anschluß der Ladekontrolle. Hier wird (so vorhanden) die Kontrollleuchte angeklemmt. Das funktioniert natürlich nur bei Vorhandensein einer Batterie. Wird die Kontrollleuchte dennoch auch ohne Batterie angeklemmt, wird sie bei laufendem Motor halbdunkel leuchten, obwohl Strom erzeugt wird. Kurzum, ohne Batterie bleibt der Anschluß frei. Ebenso wenn keine Leuchte vorhanden ist. |
||
| * |
Bleibt das blaue (mitunter auch blau/weiße) Kabel der Zündspule - das Ausschaltkabel.
Wird es mit Masse verbunden,
Hinweis: |
Abschaltung über extra
Ausschalter: Das Relais wird nicht montiert. Das blau(/weiß)e Kabel der Zündspule wird mit einem gegen Masse schaltenden Ausschalter (z.B. ein am Lenker zu befestigender Tastknopf) verbunden. Weitere Hinweise in der Information zur Abschaltung. Alternativ können Sie ein gegen Masse ausschaltendes Zündschloß einsetzen. |
||
|
Abschaltung über Position 5 (Anschiebeposition Zündschalter, so
vorhanden): Das blaue Ausschaltkabel der Zündspule wird mit Klemme 61 (Klemme normal für Ladekontrolle) verbunden. Alle früher zu dieser Klemme gehenden Kabel, auch zur Ladkontrollbirne sind dabei zu trennen (oder Birne entfernen). Die Zündung wird ausgeschaltet indem auf Stellung 5 geschaltet wird bis der Motor zum Stillstand gekommen ist. Was passiert ist, das in Pos 5 über Klemme 61 zu Klemme 15 geschaltet wird an der sich Verbraucher gegen Masse befinden (zumindest die Leergangkontrolle) über die sich die Zündspule die zum Ausschalten benötigte Masse holt. |
||||
|
Batterievariante: Klemmen Sie das braune Kabel des Relais mit der Ringöse auf Masse. Führen Sie das längere schwarze Kabel des Relais zu einer in Position "Ein" Strom führenden Klemme des Hauptschalters (Zündschloß; bei deutschen Motorrädern: Klemme 15 oder 54). Verbinden Sie das blaue (von Klemme 30 des Relais kommende) Kabel mit dem blau(/weiß)en der Zündspule. Dieses Kabel wäre im Notfall eines Batterieversagens unterwegs abzuziehen, um weiterfahren zu können. (Der Motor lässt sich dann aber nicht abschalten!) |
||||
|
Das
braune Kabel mit der Ringöse von Klemmen 87a und 86 kommt auf
Masse.
Das schwarze von Klemme 85 geht an das Zündschloß (stromführende Klemme bei "Ein"). |
|||
| * |
Das Hochspannungskabel (Zündkabel) ...
Bitte verwenden Sie keine "Nology Superkabel" ("hot wire"). Diese führen bei Powerdynamo Anlagen zu Störungen und können zu Schäden an der Elektronik führen. |
... schrauben Sie in die Zündspule ein und setzen die Gummikappe darüber. Das geht natürlich einfacher, wenn Sie das vor der Montage der Spule am Fahrzeug machen. Bitte benutzen Sie auch das mitgelieferte Zündkabel und kein altes, undefiniertes Kabel. | ||
|
Sie tun sich einen Gefallen, wenn Sie an dieser Stelle Ihrem Motorrad neue Zündkerzen und
neue Kerzenstecker (vorzugsweise mit 0-2kOhm Widerstand) spendieren. Mehr als genug Störungen
lassen sich auf "scheinbar gute" Kabel, Kerzen und Stecker (darunter
nagelneue) zurückführen! Verwenden Sie keine Zündkerzen mit innerem Entstörwiderstand. NGK (z.Bsp.) bietet solche mit "R" ("R" für Resistor) codierte Zündkerzen an. |
||||
|
* |
Zum Abschluß - vor Einbau der Batterie und vor dem ersten Start - bitte in Ruhe alle Befestigungen und Verkabelungen überprüfen. Denken Sie daran alle Glühlampen von 6 auf 12 Volt zu tauschen. Denken Sie auch daran, daß Sie ab jetzt eine 12V-Batterie benötigen. Die Hupe kann auf 6 Volt bleiben. Sollte das System nicht gleich funktionieren, bitte unsere Fehlersuchseite konsultieren. Als ersten Schritt das blaue Kabel zwischen Relais und Zündspule trennen (Kontakt abziehen), im Ausschaltbereich verstecken sich die meisten Fehler. |
|||
| * |
WICHTIG: Bitte beachten Sie, daß bei einer etwaigen (früheren) Regenerierung
der Kurbelwelle deren Lichtmaschinenzapfen überdreht und damit
kürzer wurde. Dadurch kommt der Rotor tiefer und es kann zu einer
Berührung zwischen Rotor (die Nieten sind der tiefste Punkt) und
Statorspule kommen. Das Ergebnis ist ein zerstörter Stator und damit
Zündausfall. Weitere Info dazu siehe (online) hier! |
|||
|
Wichtige Sicherheits- und Betriebshinweise |
|
|
# |
Beachten Sie die vom Fahrzeughersteller und vom KFZ-Handwerk vorgeschriebenen Sicherheitshinweise und Auflagen. |
|
# |
Zündanlagen erzeugen Hochspannung! Bei unseren Zündspulen bis 40.000 Volt! Das kann bei unvorsichtigem Umgang nicht nur empfindlich schmerzen, sondern vor allem für das Herz auch schädigend sein! Daher stets Sicherheitsabstand zur Elektrode und offenen Hochspannungskabeln halten und beim Test den Kerzenstecker mit einem isolierenden Gegenstand fest auf Masse drücken um die Spannung sicher abzuleiten. |
|
# |
Nach Einbau bitte unbedingt die Halteschrauben des Stators und (wenn vorhanden) des Sensors auf festen Sitz prüfen. Lockern sich die Teile, kommt es zur Zerstörung. Wir ziehen die Schrauben bei der Vormontage nur lose an! |
|
# |
Geben Sie der eben eingebauten Anlage erst einmal die Chance zu zünden, bevor Sie anfangen alles durchzumessen und zu prüfen, ob es auch wirklich geht. Oder noch schlimmer, gleich Veränderungen vornehmen ohne erst einmal die Anlage zum Laufen gebracht zu haben. Unsere Teile sind alle vor Auslieferung geprüft. Sie können ohnehin kaum etwas daran messen. Unterlassen Sie auf jeden Fall ein Vermessen der elektronischen Teile (darunter der Zündspule außer deren Hochspannungsausgang). Sie riskieren die Zerstörung und kommen dennoch nicht zu nutzbaren Ergebnissen! Denken Sie daran, daß es auch am Vergaser und vor allem auch den Kerzensteckern und Zündkerzen (leider auch komplett neuen) liegen kann, wenn der Motor nicht gleich läuft (in der Regel ist nach Lima-Einbau auch dessen Einstellung zu verändern). Wenn die Anlage nicht gleich läuft, prüfen Sie vor allem die Masseverbindungen, ziehen Sie dann zumindest testhalber ein neues Massekabel von unserem Regler direkt zum Motor. |
|
# |
Wenn Sie eine Anlage mit Doppelzündspule haben, beachten Sie einige Besonderheiten dieser Spule. Die Zündung geht nur korrekt wenn beide Kerzen an der Spulen angeschlossen werden. Man kann also nicht mal eine Kerze abziehen um zu testen. Denn jeder Ausgang zieht sich über die Kerze des anderen Masse. Will man wirklich nur eine Seite testen, muss der andere Spulenausgang auf Masse gelegt werden. |
|
# |
Der Funken klassischer Unterbrecheranlagen hat mit ca. 10.000 Volt nur eine geringe Energie und sieht daher gelb und dick aus. Der Funken unserer Anlagen ist ein Hochenergiefunken mit bis zu 40.000 Volt und daher sehr scharf gebündelt und blau, was ihn schlechter sichtbar macht. Zudem wird der Funke erst bei kickstartergetretenen Drehzahlen erzeugt. Ein bloßes Durchdrücken des Kickstarterhebels per Hand bringt keinen Funken. |
|
# |
Am Fahrzeug nie elektrisch schweißen ohne vorher die gesamte Elektronik komplett abgeklemmt zu haben. |
|
# |
Elektronik ist empfindlich auf Verpolung. Prüfen Sie nach Eingriffen in das System stets den richtigen Anschluß der Batterie und die richtige Verkabelung. Verpolung und Kurzschlüsse zerstören den Regler und die Zündspule. In der Regel kommt bei der Verkabelung immer Farbe auf Farbe. Ausnahmen sind in der Anleitung ausdrücklich erwähnt. |
|
# |
Achten Sie bei der Montage des Rotors bitte darauf, die Magneten nicht zu beschädigen. Vermeiden Sie direkte mechanische Einwirkung auf den Rotor. Für den Transport der Lima nie den Stator in den Rotor setzen, unsere Hinweise zum Versand (Verpackung) beachten. |
|
# |
Nutzen Sie keine Kerzenstecker mit einem Widerstand von mehr als 5kOhm. Denken Sie daran, daß Kerzenstecker altern und dabei ihren Widerstand erhöhen. Wenn ein Motor nur im kalten Zustand startet, ist mit sehr großer Sicherheit ein defekter Kerzenstecker die Ursache. Nutzen Sie keine sogenannten zündverstärkenden Kabel (z.B. Nology). |
|
# |
Ölen Sie den Rotor außen leicht ein, er rostet sonst schnell in der aggressiven Umgebung (was nicht schädlich ist, aber unschön aussieht). |
|
# |
Nutzen Sie zum Abziehen des Rotors nie einen Klauenabzieher oder einen Hammer. Dadurch können sich die Magneten lösen. Stets nur einen Einschraubabzieher M27x1.25 (siehe Einbauanleitung). |
|
# |
Wenn ihr Fahrzeug längere Zeit nicht benutzt wird, sollten Sie die Batterie (wenn vorhanden) abklemmen um eine etwaige langsame Entladung über die Dioden des Gleichrichters zu verhindern. Sie werden aber auch bei abgeklemmter Batterie nach längerer Zeit deren Entladung bemerken, das ist normal. |
|
# |
Bitte beachten Sie diese Hinweise, aber lassen Sie
sich zugleich auch nicht verunsichern. Vor Ihnen haben tausende Kunden
unsere Anlagen schon erfolgreich eingebaut. Viel Erfolg und viel Spaß dann beim Fahren! |