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Einbauanleitung System 70 03 799 00

Version 08. 10. 2007

 


WICHTIG:

Lesen Sie unbedingt erst die komplette Anleitung durch bevor Sie mit dem Einbau oder der Veränderung der Teile beginnen.
Beachten Sie die Hinweise auf der Informationsseite zum System. Vergewissern Sie sich, das die dargestellte Konfiguration des Systems tatsächlich auch den Anforderungen Ihres Motors entspricht. Falsche Zündwerte z.B. können dem Motor durchaus schaden und/oder Verletzungen beim Antreten hervorrufen (Rückschlagen des Kickstarters)
Besondere Vorsicht beim ersten Start nach dem Einbau, sollten Sie fehlverhalten feststellen, prüfen und ändern Sie die Zündeinstellung!
Unsere Systeme sind NICHT auf Verwendung mit anderen elektronischen Komponenten wie Zündungen von Drittanbietern, GPS, Handy etc geprüft und können in solchen Teilen unter Umständen Schaden anrichten
Falls Sie keine Fachkenntnisse für den Einbau besitzen, lassen Sie den Einbau bitte von einer Fachkraft oder einer entsprechenden Fachwerkstatt durchführen. Durch unsachgemäßen Einbau kann sowohl das neue System, als auch das Motorrad beschädigt werden oder gar Verletzungen des Fahrers auftreten.
Bevor Sie ein System bestellen überprüfen Sie bitte anhand der Packliste (bzw. des Fotos "Teile im Lieferumfang"), ob der von uns empfohlene Rotorabzieher im Lieferumfang enthalten ist. Wenn nicht, bestellen Sie ihn am Besten gleich mit! (Liste hier!)
Bei Beschädigung des Rotors durch Verwendung anderer (ungeeigneter) Werkzeuge und Hilfsmittel, erlischt der Gewährleistungsanspruch! 
Denken Sie auch an neue Glühlampen, Sicherungen, Hupe, Blinkgeber usw.

Wenn Sie Zugang zum Internet haben, sehen Sie sich diese Dokumentation online an. Dabei können Sie die Bilder durch Anklicken vergrößern und erhalten mehr Information. Systemliste unter: http://www.powerdynamo.biz

 


Prüfen Sie
die Verpackung
und den Rotor!

Der Rotor ist auf Schlageinwirkung (z.B. während des Transports) äußerst empfindlich. Wir packen unsere System daher stets zweifach (Karton in Karton). Sollte das System bei Ihnen über einen Wiederverkäufer einfach verpackt ankommen, informieren Sie uns bitte!
Prüfen Sie in jedem Fall vor Einbau der Einheit unbedingt den Festsitz der Magnete indem Sie mit den Fingern versuchen diese seitlich wegzuschieben.
Nach Stoßeinwirkung könnten einige der eingeklebten Magnete lose geworden sein und sich nur noch durch ihre Magnetkraft halten, was im Betrieb zu ernsten Schäden an der Anlage führen würde.
Gleichzeitig bitte die Magnete des Rotors auf Fremdkörper (z.B. Schrauben oder andere metallische Gegenstände) überprüfen.
Vorbemerkung: Wir hatten leider keine NZ500 hier zum Einbau und Test. Wir konnten aber die Paßfähigkeit der Teile an einem Motor bei einem Kunden prüfen und wir wissen, daß die elektrisch identische Anlage sehr gut auf der SB500 läuft. 
Diese Teile sollten Sie erhalten haben:
  • vormontierte Statoreinheit
  • Rotor
  • Regler/Gleichrichter
  • Doppelzündspule und Zündkabel
  • Spannungskonverter
  • Relais mit Kabeln
  • Abzieher mit Druckstift
  • Rotorschraube M12x1.25, U-Scheibe
  • Kleinmaterial

Stellen Sie sicher, dass Ihre DKW fest auf dem Ständer steht, vorzugsweise auf einer erhöhten Montageplattform, und dass Sie guten Zugang zum Motors haben. Klemmen Sie die Batterie ab und nehmen Sie diese aus dem Motorrad heraus. Denken Sie daran, daß Sie dann ein 12 Volt System haben, die alte 6 Volt Batterie hat also ausgedient. Sie müssen alle Glühbirnen auf 12 Volt wechseln, die Hupe kann auf 6 Volt bleiben.

Lösen sie nun alle Kabel an Ihrer alten Lichtmaschine/Regler/Zündspulen und entfernen Sie diese Teile. Nur der hintere Teller und der vordere Deckel werden weiter benötigt.

Nehmen Sie die Paßfeder vom Konus der Kurbelwelle. Sie stört und ohne die Feder haben Sie viel mehr Spielraum für die Zündeinstellung, die mit dem hochoktanigen Benzin und der Hochenergiezündung weit weniger Frühzündung als die originalen Werte vorgeben erfordert.

Wundern Sie sich nicht, daß scheinbar 2 Magneten im Rotor fehlen. Das ist Absicht und für die Zündung notwendig. 

Sehen Sie sich die vormontierte Statoreinheit an.

Sie können diese so vormontiert aufsetzen und brauchen sie nicht vorher zu zerlegen.

Das Kabel geht direkt in Richtung Kabelausgang in der DWK Platte.

Beachten Sie die kleine rote Markierung auf dem Umfang nahe des Kabelausgangs. Das ist eine Zündmarkierung.


Die komplette Statoreinheit wird mit 4 Senkkopfschrauben M5x25 an der DKW Platte von hinten verschraubt (wie zuvor der alte Stator).

Die DKW Platte mit dem nun montierten neuen Stator wird jetzt auf den Motor gesetzt und mit 3 Schrauben M7 (die originalen oder die mitgelieferten M7x20) verschraubt.


(Foto zeigt den Stator der NZ500 in einer NZ350!)

Stecken sie nun den Rotor auf die Kurbelwelle. Prüfen Sie bitte, ob der Rotor nach unten zur Grundplatte frei läuft und nicht auf dieser schleift (das kann vorkommen wenn die Welle überschliffen wurde).

Bevor der Rotor verschraubt wird, muss die Zündung eingestellt werden.

Sehen Sie sich den neuen Rotor an, sie werden auf seinem Umfang eine kleine rote Markierung, ähnlich jener auf der Statoreinheit finden.

Entfernen Sie die Zündkerzen und bringen Sie einen Kolben in Zündposition (egal welchen). Das DKW Handbuch gibt dafür 6.5mm vor OT an. Wir empfehlen das auf etwa 4mm zu setzen.

Da das mit dem Kickstarter etwas kompliziert ist, setzen Sie den neuen Rotor lose auf und drehen die Welle damit. Wenn die korrekte Position gefunden ist, ziehen Sie den Rotor vorsichtig ab, ohne dabei die Lage der Kurbelwelle zu verändern, und setzen ihn wieder so auf, daß die Markierung auf dem Rotor auf Höhe der Markierung der Statoreinheit (wie im Bild gezeigt) zu stehen kommt.


In dieser Lage verschrauben Sie den Rotor mit der Schraube M12x1.25 (und der U-Scheibe). 

Zum erneuten Lösen des Rotors verwenden Sie den mitgelieferten Abzieher M27x1,25, wobei sie zunächst das Druckstück in die Mittelbohrung der Welle einlegen. Ohne dieses Druckstück kann das Gewinde dort durch die Abziehschraube M12x1.5 beschädigt werden!

Bleibt die Montage der externen Teile nachfolgende Fotos zeigen eine SB500
An geeigneter Stelle (sicher einfacher gesagt als getan, um möglichst wenig dieser Teile sichtbar werden zu lassen), werden die neue Doppelzündspule, der Regler/Gleichrichter und der Stromkonverter befestigt.
Nachfolgende einige beispielhafte Hinweise. Den Teilen selbst ist es aber weitgehend egal wo sie sitzen. 

Die recht große Doppelzündspule kann z.B. an einer kleinen Halteplatte (nicht im Lieferumfang) befestigt werden, die dann am Rahmen unter dem Tank befestigt wird. Die Spule hängt dann unter der Platte in Richtung Zylinder wie hier gezeigt.

Das Relais kann in den Schaltkasten, aber auch an jede andere Stelle. Der Regler und der Spannungskonverter finden z.B. im Seitenkasten Platz.

Dieses System unterscheidet sich elektrisch recht deutlich von der Masse unserer anderen Systeme. Der Grund dafür ist, daß hier für einen Zweizylinder ein System mit innerem Sensor Verwendung finden musste, dessen Zündenergie eigentlich nicht in jedem falle für 2 Zylinder ausreicht. Wir haben eine Lösung gefunden die gleichzeitig sowohl Magnet- als auch Batteriezündung ist. Im Ergebnis steht jetzt volle Zündenergie mit einer Funkenspannung von 40.000 Volt ab der ersten Umdrehung zur Verfügung. Die Aufnahmeleistung beträgt dabei aber maximal 15 Watt, im mittleren Drehzahlbereich deutlich weniger, da hier die Eigenversorgung der Anlage aus dem Zündpol weitestgehend energiedeckend ist. Die Anlage gibt deutlich mehr elektrische Leistung ab als verbraucht werden kann (selbst mit einer 45 Watt Scheinwerferbirne) und gewährleistet daher immer eine gute Ladung der Batterie.

Bei guter Kickstarterübersetzung (abhängig vom Motorradtyp) und zügigem Antreten kann es durchaus sein, daß die Anlage auch ohne Batterieunterstützung einwandfrei funktioniert. Das wäre aber von Fall zu Fall auszuprobieren. Wenn das Motorrad zuverlässig ohne die Batterieunterstützung startet, kann der Konverter weggelassen werden, was dann (technisch gesehen) ein Fahren ohne Batterie gestatten würde. Die entsprechenden Kabel der Zündspule bleiben dann frei.

* Die Zündenergie wird zusätzlich durch Einspeisung einer aus der Batteriespannung gewonnenen Wechselspannung von 340 Volt verstärkt.

Daher hat die Zündspule mehrere Kabel..

Verbinden Sie die Kabel wie im Schaltplan 72ir-bat angegeben, also:

*

Teile der Magnetzündung
Um den Kabeldurchgang durch enge Öffnungen zu erleichtern bzw. erst zu ermöglichen, wurde der Stecker des zur neuen Zündspule führende Kabels von der neuen Lichtmaschine noch nicht auf die Kontaktfahnen am Kabelende gesteckt. Sie sollten den Stecker erst befestigen, wenn das Kabel endgültig durch die Motoröffnung geführt wurde. Dazu ...

... nehmen Sie den weiblichen Stecker der Zündspule mit den Kabelfarben rot und weiß.

Stecken Sie die lose mitgelieferte 2er-Steckerhülse auf diesen Stecker und führen Sie die losen Kabel der Lichtmaschine (rot und weiß) mit den Kontaktfahnen hinten in den Stecker ein. Achten Sie darauf, daß die Steckerfahnen in dem Steckergehäuse einrasten. Dabei ist strikt auf die korrekte Position dieser Kabel im Stecker zu achten:

  • weiß kommt auf weiß
  • rot auf rot

Wenn Sie die Kabel wieder aus dem Steckergehäuse entfernen möchten (oder müssen), verwenden Sie am besten eine aufgebogene Büroklammer und drücken mit dieser die Widerhaken der Kontaktfahnen zur Seite, so das sich die Stecker lösen lassen.

Das braune Kabel aus der Lichtmaschine mit der Ringöse wird an der Zündspule auf deren Masse (Haltebügel) geschraubt. Ohne diese Verbindung geht die Anlage nicht! Bitte verlassen Sie sich nicht auf die Masse des Rahmens. Hier verhindern Farbe, Schmutz und Ölreste oft einen guten Massekontakt der Spule.

Bleibt das blaue (mitunter auch blau/weiße) Kabel der Zündspule - das Ausschaltkabel.

 

Wird es mit Masse verbunden,
geht die Zündung aus!

Hinweis:
Bei Zündungsstörungen als erstes dieses Kabel abklemmen (Stecker ziehen). Meist geht die Fahrt dann weiter (näheres siehe Technische Hilfe)!

Abschaltung über extra Ausschalter:
Das Relais wird nicht montiert. Das blau(/weiß)e Kabel der Zündspule wird mit einem gegen Masse schaltenden Ausschalter (z.B. ein am Lenker zu befestigender Tastknopf) verbunden. Weitere Hinweise in der Information zur Abschaltung. Alternativ können Sie ein gegen Masse ausschaltendes Zündschloß einsetzen.
Batterievariante:
Klemmen Sie das braune Kabel des Relais mit der Ringöse auf Masse. Führen Sie das längere schwarze Kabel des Relais zu einer in Position "Ein" Strom führenden Klemme des Hauptschalters (Zündschloß; bei deutschen Motorrädern: Klemme 15 oder 54).
Verbinden Sie das blaue (von Klemme 30 des Relais kommende) Kabel mit dem blau(/weiß)en der Zündspule. Dieses Kabel wäre im Notfall eines Batterieversagens unterwegs abzuziehen, um weiterfahren zu können. (Der Motor lässt sich dann aber nicht abschalten!)
Relaisbelegung
(wenn diese Option genutzt wird):
Das braune Kabel  mit der Ringöse von Klemmen 87a und 86 kommt auf Masse.

Das schwarze von Klemme 85 geht an das Zündschloß (stromführende Klemme bei "Ein").

*

Teile der Lichtstromerzeugung

Der neue Regler/Gleichrichter hat einen Kompaktstecker mit 6 Steckmöglichkeiten, von denen eine frei ist (vor November 2007 waren es zwei). Zu dem Regler wird (ab Auslieferung November 2007) ein passendes Gegenstück geliefert in welches nachfolgende Kabel einzuführen sind und die dort einrasten müssen.
* Die beiden schwarzen Kabel der neuen Lichtmaschine ...

... kommen auf die Klemmen 1/4 des neuen Gleichrichters (von dort gehen dann auch schwarze Kabel in den Regler hinein). Es ist dabei egal welches Kabel auf welche der beiden Klemmen (1/4) kommt, da hier Wechselstrom eingespeist wird.

* Das neue braune Kabel mit der Ringöse an einer Seite ...

... verbindet Klemme 3 des Reglers/Gleichrichters (von dort geht auch ein braunes Kabel in den Regler hinein) mit dem Minuspol der Batterie bzw. solider Masse. Achtung, nicht verpolen! 

*

Das neue rote Kabel mit der Ringöse an einer Seite ...

 

... verbindet Klemme 5 des Reglers/Gleichrichters (von dort geht auch ein rotes Kabel in den Regler hinein) mit dem Pluspol der Batterie bzw. der Klemme der Sicherungsbox an welche das Stromkabel der alten Lichtmaschine ging (bei deutschen Motorräder: Klemme 51).

Stellen Sie sicher, daß zwischen Batterie und Bordnetz eine 8A-Sicherung verwendet wird. Sollte sich eine alte, stärkere Sicherung (wegen der ursprünglichen 6Volt-Anlage) am Zündschloß befinden, ersetzen Sie diese bitte.
*

Das grün/rote Kabel des neuen Reglers an Klemme 6 ...

 

Hinweis:
Bei vor November 2007 ausgelieferten Reglern hatte dieses Kabel einen separaten Stecker.

... ist für den Anschluß der Ladekontrolle. Hier wird (so vorhanden) die Kontrollleuchte angeklemmt. Das funktioniert natürlich nur bei Vorhandensein einer Batterie. Wird die Kontrollleuchte dennoch auch ohne Batterie angeklemmt, wird sie bei laufendem Motor halbdunkel leuchten, obwohl Strom erzeugt wird. Kurzum, ohne Batterie bleibt der Anschluß frei. Ebenso wenn keine Leuchte vorhanden ist.

* Teile zur Batterieunterstützung

Der Konverter setzt die Spannung der Batterie in eine Wechselspannung von 340 Volt um, die die Ladung der Kondensatorzündung verstärkt.

Je Drehzahl und damit Funkenmenge benötigt der Konverter (wie eine normale Zündspule auch) zwischen 10 und 15 Watt.

* Das rote Kabel des Konverters ... ... ist das Kabel zur Einspeisung der Batteriespannung. Es wird auf eine bei "EIN" stromführende Klemme des Zündschlosses gelegt (bei deutschen Motorräder: Klemme 15), die den Konverter ein und ausschaltet.
Hinweis: Bei Betrieb mit der Batterieunterstützung muss das System tatsächlich doppelt abgeschalten werden. Sowohl wie weiter oben beschrieben über das blaue Kabel, als auch die Abschaltung des roten Pluskabels zum Konverter (da es ja praktisch sowohl Magnet-, als auch Batteriezündung in Einem ist).
* Das weiße Kabel des Konverters ... ... kommt auf Masse (Minus der Batterie).
* Der 4er Stecker des Konverters (mit den Kabeln rot, weiß, blau/weiß und grün/rot) ... ... wird auf den passenden Stecker der Zündspule gesteckt. Hier kommen abweichend
  • rot auf rot/weiß
  • weiß auf braun
  • und ansonsten Farbe auf Farbe.
* Der 4er Stecker des Konverters (mit den 3 Kabeln weiß, blau/weiß und grün/rot) ... ... wird nicht angeschlossen.

*

Hochspannungskabel
Die Hochspannungskabel (Zündkabel) ...

Bitte verwenden Sie keine "Nology Superkabel" ("hot wire"). Diese führen bei Powerdynamo Anlagen zu Störungen und können zu Schäden an der Elektronik führen.

... schrauben Sie in die Zündspule ein und setzen die Gummikappen darüber. Das geht natürlich einfacher, wenn Sie das vor der Montage der Spule am Fahrzeug machen. Bitte benutzen Sie auch das mitgelieferte Zündkabel und kein altes, undefiniertes Kabel.
Sie tun sich einen Gefallen, wenn Sie an dieser Stelle Ihrem Motorrad neue Zündkerzen und neue Kerzenstecker (vorzugsweise mit 0-2kOhm Widerstand) spendieren. Mehr als genug Störungen lassen sich auf "scheinbar gute" Kabel, Kerzen und Stecker (darunter nagelneue) zurückführen!
Verwenden Sie keine Zündkerzen mit innerem Entstörwiderstand. NGK (z.Bsp.) bietet solche mit "R" ("R" für Resistor) codierte Zündkerzen an.

 

 
 

Bei unseren Doppelzündspulen gehen beide Ausgänge an die Zündkerzen und erst über diese auf Masse.

Der typische Widerstand zwischen den beiden Ausgängen beträgt 6,2kOhm. Beide Kanäle feuern immer gleichzeitig (was übrigens bei sehr vielen Zündsystemen der Fall und bedenkenlos ist). Die Funken haben jedoch auf beiden Seiten jeweils um 180 Grad verschobene Phasen, was bei Messungen mit dem Stroboskop zu berücksichtigen ist.

Die Zündung geht nur korrekt wenn beide Kerzen an der Spulen angeschlossen werden. Man kann also nicht mal eine Kerze abziehen um zu testen. Denn jeder Ausgang zieht sich über die Kerze des anderen Ausgangs Masse. Will man wirklich nur eine Seite testen, muss der andere Spulenausgang auf Masse gelegt werden. Dann ist die Schaltung wie bei einer Zündspule mit einem Ausgang (siehe oben). Ist der Stromfluß einer Seite unterbrochen geht entweder gar nichts, oder das System holt sich Masse vom nächstliegenden Punkt. Häufig ist dann Feuerwerk um die Zündspule herum die Folge. Wer wirklich zwei getrennte Ausgänge benötigt muss 2 Einzelspulen verwenden.

*

Zum Abschluß - vor Einbau der Batterie und vor dem ersten Start - bitte in Ruhe alle Befestigungen und Verkabelungen überprüfen.
Denken Sie daran alle Glühlampen von 6 auf 12 Volt zu tauschen. Denken Sie auch daran, daß Sie ab jetzt eine 12V-Batterie benötigen. Die Hupe kann auf 6 Volt bleiben.
Sollte das System nicht gleich funktionieren, bitte unsere Fehlersuchseite konsultieren. Als ersten Schritt das blaue Kabel zwischen Relais und Zündspule trennen (Kontakt abziehen), im Ausschaltbereich verstecken sich die meisten Fehler. 

* WICHTIG: Bitte beachten Sie, daß bei einer etwaigen (früheren) Regenerierung der Kurbelwelle deren Lichtmaschinenzapfen überdreht und damit kürzer wurde. Dadurch kommt der Rotor tiefer und es kann zu einer Berührung zwischen Rotor (die Nieten sind der tiefste Punkt) und Statorspule kommen. Das Ergebnis ist ein zerstörter Stator und damit Zündausfall.
Weitere Info dazu siehe (online) hier!
 

Wichtige Sicherheits- und Betriebshinweise

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Beachten Sie die vom Fahrzeughersteller und vom KFZ-Handwerk vorgeschriebenen Sicherheitshinweise und Auflagen.

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Zündanlagen erzeugen Hochspannung! Bei unseren Zündspulen bis 40.000 Volt! Das kann bei unvorsichtigem Umgang nicht nur empfindlich schmerzen, sondern vor allem für das Herz auch schädigend sein! Daher stets Sicherheitsabstand zur Elektrode und offenen Hochspannungskabeln halten und beim Test den Kerzenstecker mit einem isolierenden Gegenstand fest auf Masse drücken um die Spannung sicher abzuleiten.

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Nach Einbau bitte unbedingt die Halteschrauben des Stators und (wenn vorhanden) des Sensors auf festen Sitz prüfen. Lockern sich die Teile, kommt es zur Zerstörung. Wir ziehen die Schrauben bei der Vormontage nur lose an!

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Geben Sie der eben eingebauten Anlage erst einmal die Chance zu zünden, bevor Sie anfangen alles durchzumessen und zu prüfen, ob es auch wirklich geht. Oder noch schlimmer, gleich Veränderungen vornehmen ohne erst einmal die Anlage zum Laufen gebracht zu haben. Unsere Teile sind alle vor Auslieferung geprüft. Sie können ohnehin kaum etwas daran messen. Unterlassen Sie auf jeden Fall ein Vermessen der elektronischen Teile (darunter der Zündspule außer deren Hochspannungsausgang). Sie riskieren die Zerstörung und kommen dennoch nicht zu nutzbaren Ergebnissen! Denken Sie daran, daß es auch am Vergaser und vor allem auch den Kerzensteckern und Zündkerzen (leider auch komplett neuen) liegen kann, wenn der Motor nicht gleich läuft (in der Regel ist nach Lima-Einbau auch dessen Einstellung zu verändern). Wenn die Anlage nicht gleich läuft, prüfen Sie vor allem die Masseverbindungen, ziehen Sie dann zumindest testhalber ein neues Massekabel von unserem Regler direkt zum Motor.

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Wenn Sie eine Anlage mit Doppelzündspule haben, beachten Sie einige Besonderheiten dieser Spule. Die Zündung geht nur korrekt wenn beide Kerzen an der Spulen angeschlossen werden. Man kann also nicht mal eine Kerze abziehen um zu testen. Denn jeder Ausgang zieht sich über die Kerze des anderen Masse. Will man wirklich nur eine Seite testen, muss der andere Spulenausgang auf Masse gelegt werden.

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Der Funken klassischer Unterbrecheranlagen hat mit ca. 10.000 Volt nur eine geringe Energie und sieht daher gelb und dick aus. Der Funken unserer Anlagen ist ein Hochenergiefunken mit bis zu 40.000 Volt und daher sehr scharf gebündelt und blau, was ihn schlechter sichtbar macht. Zudem wird der Funke erst bei kickstartergetretenen Drehzahlen erzeugt. Ein bloßes Durchdrücken des Kickstarterhebels per Hand bringt keinen Funken.

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Am Fahrzeug nie elektrisch schweißen ohne vorher die gesamte Elektronik komplett abgeklemmt zu haben.

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Elektronik ist empfindlich auf Verpolung. Prüfen Sie nach Eingriffen in das System stets den richtigen Anschluß der Batterie und die richtige Verkabelung. Verpolung und Kurzschlüsse zerstören den Regler und die Zündspule. In der Regel kommt bei der Verkabelung immer Farbe auf Farbe. Ausnahmen sind in der Anleitung ausdrücklich erwähnt.

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Achten Sie bei der Montage des Rotors bitte darauf, die Magneten nicht zu beschädigen. Vermeiden Sie direkte mechanische Einwirkung auf den Rotor. Für den Transport der Lima nie den Stator in den Rotor setzen, unsere Hinweise zum Versand (Verpackung) beachten.

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Nutzen Sie keine Kerzenstecker mit einem Widerstand von mehr als 5kOhm. Denken Sie daran, daß Kerzenstecker altern und dabei ihren Widerstand erhöhen. Wenn ein Motor nur im kalten Zustand startet, ist mit sehr großer Sicherheit ein defekter Kerzenstecker die Ursache. Nutzen Sie keine sogenannten zündverstärkenden Kabel (z.B. Nology).

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Ölen Sie den Rotor außen leicht ein, er rostet sonst schnell in der aggressiven Umgebung (was nicht schädlich ist, aber unschön aussieht).

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Nutzen Sie zum Abziehen des Rotors nie einen Klauenabzieher oder einen Hammer. Dadurch können sich die Magneten lösen. Stets nur einen Einschraubabzieher M27x1.25 (siehe Einbauanleitung).

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Wenn ihr Fahrzeug längere Zeit nicht benutzt wird, sollten Sie die Batterie (wenn vorhanden) abklemmen um eine etwaige langsame Entladung über die Dioden des Gleichrichters zu verhindern. Sie werden aber auch bei abgeklemmter Batterie nach längerer Zeit deren Entladung bemerken, das ist normal.

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Bitte beachten Sie diese Hinweise, aber lassen Sie sich zugleich auch nicht verunsichern. Vor Ihnen haben tausende Kunden unsere Anlagen schon erfolgreich eingebaut.
Viel Erfolg und viel Spaß dann beim Fahren!