Powerdynamo, Probleme mit PD-Systemen für Dreizylinder

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  Probleme mit der Zündung bei PD-Systemen für 3-Zylinder (Triples) 2-Takter

Wir verkaufen eine ganze Reihe von Systemen für verschiedene 3 Zylinder-Maschinen und in den meisten Fällen ist der Kunde mit der Leistung sehr zufrieden. 
Hin und wieder bekommen wir von Kunden die Information, dass es zu folgenden Problemen kommt:
  1. Starten mit (eventuell vorhandenen) Elektrostarter startet den Motor nicht, Starten mit Kickstarter startet jedoch den Motor
    Das System benötigt eine gewisse Startdrehzahl (bei dem System ca 380-400 u/min) um Energie für die ersten Funken zu entwickeln (diesen Energie kommt nicht aus der Batterie sondern dem Magnetfeld der Lichtmaschine). Vermutlich dreht der Anlasser nicht schnell genug um dies zu erreichen. Da die Widerstände im Hochspannungskreis (Entstörwiderstand in den Kerzensteckern oder auch in den Kerzen) die benötigte Startdrehzahl erhöhen, sollte hier jeweils maximal 1 Kiloohm vorhanden sein. Siehe auch Info dazu hier
  2. manche Kunden berichtet es sei nicht möglich ist, den Motor über 5000-6000 U / min zu bekommen. 
wir haben uns recht intensiv mit diesem Problemen befasst, diese Anlagen sowohl auf dem Teststand, als auch in der H1E erneut getestet und dazu haben wir auch die Rückinformationen von Kunden ausgewertet.

Auf dem Teststand konnten wir mit einer Anlage die vom Kunden als nicht über 6000 U/min drehend zurück kam bis 15.000 U/min stabile Zündung an allen 3 Kerzen erzeugen, aber wir hatten dabei auch keine Kompression. Die H1E erreichte im Straßentest problemlos 9000 U/Min, mit einem Elektrodenabstand von 0.4mm.
Auch konnte festgestellt werden das das Problem nach Reduzierung der Kompression verschwand.

Wir sind mittlerweile überzeugt das hohe Kompression der entscheidente Faktor ist. Das System arbeitet leider konstruktionsbedingt durch 3 gleichzeitige Funken jede Umdrehung am Limit seiner Leistung.

  Da weder wir noch der Kunde vorher sagen können ob ein Motor dieses Problem haben kann sehen wir uns gezwungen zu erklären das das System nur bis zu einer Drehzahl von ca. 6000 Umdrehungen funktioniert.
Kunden die damit nicht leben können beschaffen sich bitte eine originale Zündung oder ein anderes Ersatzsystem.
  • Eine Reduzierung des Elektrodenabstandes der Zündkerzen auf 0.4mm - 0,45mm hat in vielen Fällen geholfen.
    Wir erklären das wie folgt:
    Es gibt 3 Funken jede Umdrehung. Bei 6000 U/min sind das 18.000 Funken. Zugleich fehlen im Rotor (gewollt, um 3 Impulse zu erzeugen) 3 Magnete womit dieser nicht mit voller Kraft arbeiten kann. Es scheint das die Ladespannung für die Kondensatoren (CDI) in den Zündspulen bei 18.000 Funken pro Minute grenzwertig ist und der Funke eine Distanz größer 0.4mm nicht sicher unter Kompression überwinden kann. 
    Die Reduzierung des Elektrodenabstands scheint die Hauptlösung zu dem Problem zu sein.
  • Ein Kunde berichtete von sehr guten Erfahrungen mit NGK Gold Palladium Kerzen (B - HV Typen) mit Nadelelektrode
  • Es wurden auch Drehzahlverbesserungen durch etwas experimentieren mit dem Zündzeitpunkt gefunden, wobei sich 3.4mm vor OT (was nahe am originalen Wert ist) als gut erwiesen haben. 
  • In einigen Fällen konnte das Drehzahlproblem durch Anreicherung des Kraftstoff-Gemisches (Höherhängen der Vergasernadel / oder größere Hauptdüse) behoben werden. 
  • es scheint auch, daß die Nutzung verschiedener Zündkerzen/Kerzenstecker an einem Motor nicht gut ist. Alle 3 sollten gleich sein, auch der Elektrodenabstand. 
    Nutzen Sie niemals Kerzen mit eingebautem Entstörwiderstand, nutzen Sie keine Kerzenstecker mit Entstörwiderstand größer 1 Kiloohm. In einem früheren Test bei uns hatten wir verschiedene Kerzen und Kerzenstecker im Einsatz und konnten dabei ein Drehzahlproblem feststellen. Bei neuen Versuchen mit gleichen Kerzen und Steckern trat das Problem nicht auf.
  • Setzen Sie den Elektrodenabstand der Zündkerzen nicht höher als 0.4mm, und nicht wie nicht wie original von Kawasaki angegeben 0.7mm.
  • Achten Sie unbedingt auf sehr gute Masse. Schrauben Sie die braunen Massekabel aus den zu den Spulen gehenden Kabelsträngen direkt auf den Halter der jeweiligen Zündspule
  • Bei einem Motor  der nicht über 6000 wollte haben wir festgestellt das er nur auf 2 Zylindern lief.
    Es sollte also in 6000 Begrenzungsfällen geprüft werden das alle 3 laufen.
  • Es gibt Berichte von Kunden das mehr Frühzündung das Problem behebt oder zumindest verringert. 

Bezogen auf Systeme mit einer Drehrichtung gegen den Uhrzeigersinn  (alle Kawa Triples)

Schauen Sie sich die linke Zeichnung an. Beachten sie die 2 kleinen auf dem Stator schwarzen Spulen (hier zu sehen bei 11 und 12 Uhr). Auf Höhe der linken schwarzen Spule befindet sich einer der 3 Schrauben, die den Stator auf der Trägerplatte hält.

Nehmen Sie die Schraube als Referenz (Richtpunkt). Die richtige Markierung des Zündzeitpunkt befindet sich 17 Grad links davon.

Die Kawa Triples haben laut Handbuch ca 23° vor OT Zündung. Wenn der Kolben im OT steht wäre die aufgelaserte Markierung am Rotor also 23° links von der Zündmarkierung und 40° links von der Referenzlinie durch die Schraube

(Bilder vergrößern durch anklicken)

 





Das System für die Suzuki GT750 (73 28 79 00) dreht im Uhrzeigersinn 
Hier befindet sich die Markierung an einer anderen Position, 12 Grad im Uhrzeigersinn von der Statorschraube entfernt.

Nutzen Sie das Halbloch auf der Außenseite der Platte. Der Plattendruckmesser beträgt 130mm. Die Mitte der Bohrung nehmen Sie als Startpunkt und messen im Uhrzeigersinn. Wenn das maß genau 13,5 mm anzeigt, ist das die Richtige Markierung.

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